Adjuna hatte schon zu lange die Geborgenheit der Herberge genossen, mit jedem Tag war er seßhafter geworden, die Wurzeln, die er geschlagen hatte, hatten ihn immer fester an den Ort geklammert, das einsame Leben eines Wanderers, zu dem sein Schöpfer ihn bestimmt hatte, war ihm immer mehr zum Greuel geworden: Alleine im Wald nächtigen, nichts Ordentliches zu essen, immer unbekannt sein und ein Unbekannter, sich immer wieder verlieren, finden und erfinden müssen, und wenn die Kraft, der Orientierungssinn oder die Phantasie versagten, aus dem Spiel genommen zu werden, war es gut, eine solche Figur zu sein? Ein jeder möge sich gut überlegen, ob er mitspiele oder sich verweigere.

Aber selbst Verweigerer wurden oft erwischt. Es gab kein Entkommen.

Was für Qualen hatte sein Schöpfer für ihn parat. Schöpfer sind immer grausam, für sie ist alles nur ein Spiel, ein Spiel mit Geschöpfen, absolute Macht ist die unbekömmlichste Speise.

Erst Eva, so hieß diese Aphrodite, die eine Maria hatte sein wollen, hatte durch ihre außergewöhnliche Schönheit und die Ergebenheit und Verehrung, die sie ihm entgegenbrachte, als sei er ein Gott, seinen Heldenmut wieder geweckt. Ihr zu Liebe wollte er die Welt erobern und nicht mehr ein Pantoffelheld sein in einer drittklassigen Herberge, die Heiliger Bimbam hieß, und wo der Wirt nicht richtig tickte.

So treffen wir die beiden als nächstes auf der Landstraße. Die Landstraße ist wie das Leben und das Leben ist wie die Landstraße, krumm, und es hat auch seine Höhen und Tiefen, besonders wenn man zu zweit ist. Die Vielzuvielen jedoch nehmen die Autobahn, wo keine Drachen lauern, Gnome am Wegrand sitzen, Giganten ihre Lanzen spitzen und Gänseblümchen blühen.

Am erstbesten Bergpaß fanden sie tatsächlich einen Drachen sitzen. Eva hatte Angst, aber Adjuna kannte sich aus.

"Keine Angst, Drachen wollen immer, daß man ihnen Jungfrauen opfert. Sei froh, daß du keine Jungfrau mehr bist."

"Warum wollen die bloß Jungfrauen?" "Es ist immer das Gleiche. Sie lieben die Enge und scheuen den Vergleich."

Schon bald kamen sie in ein Dorf. Freudig wurden sie begrüßt. Zu freundlich. Man wollte etwas von ihnen, oder viel mehr von Adjuna. Schon bald rückte der Dorfälteste mit der Sprache heraus. "In den Bergen lebt ein Drache, der verlangt, daß wir ihm jedes Jahr eine Jungfrau opfern. Könnt ihr uns helfen?" "Also gut, schickt mir eure Jungfrauen." "Wozu?" "Zum Entjungfern." "Aber das ist es doch gerade, wovor sie sich fürchten." "Aber ich bin doch kein Drache, sondern ein Mensch." "Drache, Schlange, Penis, wo ist da der Unterschied, wenn man Angst hat." "Ja, man muß die Angst besiegen, um sich selbst in den Griff zu kriegen. Und wenn man das geschafft hat, können einem Fabelwesen nichts mehr anhaben. Man sieht nur noch die Wirklichkeit und wirkliche Gefahren. Damit aus dem Würmchen zwischen den Beinen des Mannes kein Monster oder anderes Gehirngespinst wird, tut euren Töchtern keine Gewalt an, euren Söhnen natürlich auch nicht, damit sie nicht zu Monstern werden, laßt sie ohne Furcht und, ebenso wichtig, ohne Scham aufwachsen. Das heißt nicht nur: Zeigt euch euren Kinder nackt, sondern auch: schämt euch dabei nicht! Am besten ist es: Ihr tauscht mit euren Kindern Zärtlichkeiten aus, die die Geschlechtsteile mit einschließen. Schließlich liebt ihr doch eure Kinder - und zwar ganz. Ihr müßt eure Kinder lieben, wirklich lieben. Vergeßt die Gesellschaft, vergeßt die Konvention, habt nur das Glück eurer Kinder im Auge, dann könnt ihr nichts falsch machen. Ihr werdet sie weder schlagen, noch entrechten, noch sie weniger respektieren als einen Erwachsenen. Kinder lernen viel von ihren Eltern, wenn sie Vertrauen haben. Und es ist nur recht, wenn sie eines Tages als Heranwachsende von den Eltern auch ins Liebesleben eingewiesen werden wollen. Es zeigt nur ihr Vertrauen. Und wenn eine Tochter von ihrem Vater entjungfert werden möchte, bevor sie es mit ihrem Freund macht, so ist nichts dabei. Es zeigt nur, daß der Vater noch immer das gleiche Vertrauen genießt, wie einst als sie noch Kleinstkind war und bei einem anderen ersten Schritt Hilfe brauchte." "Es ist erstaunlich, was du uns sagst. Moral, unserer Glaube, die Tradition, das Wort unseres Priesters, alles spricht gegen dich. Weder zeigen wir uns nackt vor unseren Kindern, noch dürfen sich unsere Kinder nackt zeigen. Es ist höchstens, daß wenn sie was mit dem Rohrstock kriegen, wir ihnen die Hose runterziehen, aber niemals, um ihren Unterkörper zu streicheln, oder gar zu küssen, das wäre eine Sünde. Deine Lehre schadet unserem Dorfe mehr als der feuerspeiende Drache aus den Bergen. Du zerstörst unsere Identität." "Fang an, über deine Identität nachzudenken und du wirst sie verlieren." "Geh, Fremder!" "Verliert euch, damit ihr was Neues findet!" "Verliert dich - aus unseren Augen." "Ihr seid verloren - für die Vernunft, ein Opfer von Aberglauben und Fabelwesen."

Wo man nicht willkommen ist, dränge man sich nicht auf, des eigenen Seelenfriedens zuliebe und des der anderen.

Die Landstraße hatte die beiden wieder. Nur noch der Aberglaube der Kräuter umgab sie. Hier zum Beispiel die Madonnenlilie: Als der Superheld Herkules noch ein Baby war und heimlich von der Brust der Göttin Juno soff, war er so ungeschickt, daß er die ganze Umgebung bekleckerte. Die kleinen Töpferchen am Himmel, die die sogenannte Milchstraße bilden, sind nichts anderes als die Milchtropfen der Göttin, aber auch die Erde wurde bekleckert, doch auf dem fruchtbaren Boden sproß aus den Tropfen ein Pflänzchen, das durch seine Reinheit, Zartheit und Keuschheit sofort seinen göttlichen Ursprung verriet. Später dann wurde diese Pflanze wie so vieles von den Christen gestohlen, und heute erzählen sich die Gläubigen, die Zartheit der Pflanze erinnere an die Keuschheit der heiligen Jungfrau, der Mutter Gottes.

Gleich daneben das Johanniskraut. Um seine größte Heilwirkung zu erzielen, pflücke man es in der Johannisnacht, also der Nacht zur Sommersonnenwende, jenem Festtag, dem man die Geburt Johannes des Täufers angedichtet hatte, und den man in christlicher Zeit mit Autodafs beging, jenem gläubigen Akt, bei dem man Tausende von Katzen, die wegen ihrer Unabhängigkeit und Eigene-Wege-Geherei jedem Priester ein Dorn im Auge waren, öffentlich auf Scheiterhaufen verbrannte, natürlich auch Hexen, wenn man welche hatte, sind sie doch auch all zu oft unabhängig denkende Frauen gewesen, öfter allerdings aber noch nicht einmal das, sondern nur unschuldige Opfer. Vom-Teufel-Gefickte waren sie jedenfalls nie.

Die Heilwirkung des Johanniskrautes war unumstritten: In England half es nicht gegen Wahnsinn und den Russen gab es keinen Schutz gegen Tollwut und selbst die amerikanischen Indianer gaben es dem Von-der-Schlange-Gebissenen als Gegengift, bevor er starb, man sah also, das Kraut trug zurecht den Namen eines christlichen Heiligen. Aus Deutschland, wo man es bei Bettnässen empfahl, wurde gemeldet, daß es bei Kleinkindern in Verbindung mit einer gründlichen Abreibung besonders schlecht wirkte, jedoch liebenden Müttern Heilerfolge selbst unter Weglassung des Krautes bescherte.

Daß es erfolgreich gegen Teufel und böse Geister half, war offensichtlich, denn aus der verwundeten Pflanze floß wie aus der Seite des gekreuzigten Jesus rotes Blut, und Christen hatten schon blutrote Flecken auf den Blättern des Johanneskrautes gesehen, und das nicht an irgendeinem Tag, sondern am 29. August, dem Tag, an dem Johannes der Täufer geköpft worden sein sollte. Daß das Kraut auch Hexenkraut, Bettstroh, oder gar Unserer-Frau-Bettstroh und Unserer-lieben-Frau-Gras genannt wurde, deutete noch auf anderen Aberglauben hin. Ferner wurde das Kraut Sonnwendkraut, Jägerteufel und Teufeljäger genannt, aber auch Färberkraut und Blutkraut wegen seines roten Saftes. Der Saft der Pflanze enthält übrigens Hypericin, das nicht nur rot ist, sondern auch beruhigend bei Hysterie wirkt, außerdem harntreibend, also bettnässend, sowie abstringierend, also blutstillend und entzündungshemmend, und schlaffördernd.

Und was für ein Kraut wuchs da an feuchten Wald-, Wiesen- und Grabenrändern und begleitete den Wanderer am Wegrand? War das noch

Engelwurz oder schon Erzengelwurz? Adjuna wußte es nicht. Da es mich

fast überragt, ist es wohl Erzengelwurz. Erzengelwurz blühte am Festtag des Erzengels Michael und verfügte daher über engelhafte Kräfte gegen Hexen und Teufel, die es als blähungstreibendes Mittel - wurz und furz - mit Donner vertrieb. In hohen, zu hohen Dosen genommen, wirkte Engelwurz auch als Engelmacher, das hieß als Abtreibungsmittel. Die Engelwurz war als Doldengewächs verwandt mit dem Schierling, der ja bekanntlich auch sogar aus Erwachsenen Engel machte, sowie mit Mohrrübe, Sellerie, Anis, Liebstöckel, Petersilie und Pastinake, Kümmel und Kerbel.

Zum Schluß in unserem Sammelsurium und Herbarium: das Gänseblümchen. Im Gegensatz zum Johanniskraut mußte es am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr geplückt werden, um seine Zauberkräfte zu entfalten.

Die Araber hatten zweitausend Namen für ihr Wüstenschiff Kamel und fünfhundert poetische Umschreibungen für ihre edlen Pferde, die Deutschen brachten es auf über tausend Wörter für Gunstgewerblerinnen; in dieser Gesellschaft brauchte sich das Gänseblümchen nicht zu schämen, denn liebevoll, wie die Deutschen ihren leichten Mädchen und barmherzigen Schwestern und die Araber ihren Reittieren viele Namen gaben, so hatte das Volk auch diesem kleinen Blümchen viele Namen gegeben: Mit Augenblümchen, Gänseliese, Gänsenagerl, Gänsekraut, Georgenblume, Himmelsblume, Katzenblume, Maiblume, Mairöserl, Märzblume, Margaritenblume, Marienblümchen, Maßliebchen, Monatsblume, Müllerblume, Mutterblümchen, Mutterrockblume, Osterblume, Rainblume, Regenblume, Seidenröserl, Tausendschön und Zeitlosenkraut übertraf es sogar den derben Korbblütler Löwenzahn, den man auch Augenwurz, Butterblume, Pfaffenröhrlein, Kuhblume, Kettenblume, Kettenstock, Mönchsblatten, Mönchskopf, Mistfink, Laterne, Saublume, Pumperblümchen1 und natürlich, wenn er in Saat stand, Pusteblume nannte, und der natürlich auch hier überall zu sehen war.

Blumen waren was Schönes, besonders für den Wanderer, der sie wild am Wegrand fand und ihr kleines Glück respektierte und sie nicht abrupfte wie die Seßhaften, die allem habhaft werden mußten, alles Heim tragen, haben wollten.

1 Namenslisten aus Kölb's Kräuterfibel

Wir hatten schon gesehen, daß der Mensch, da ihm Vernunft fehlte, sich die Unvernunft zum Führer machte. Nun war die Unvernunft nichts Absolutes und niemandes Privileg, sondern durchdrang wie eine Gottheit alles, aber vor allem menschliche Gehirne. Unvernunft ließ sich steigern, es gab die Unvernunft des kleinen Mannes, der eine Familie gründete, tagein tagaus arbeitete wie der Stein rollende Sisyphos, `hurra' schrie, wenn er den Kaiser sah, und `amen' sagte, wenn der Priester fertig war, dem das Essen schmeckte und der auch ab und zu ein Gläschen zu viel trank. Es gab die Unvernunft eines Wanderers wie Adjuna, der sich die Füße wund lief und nicht wußte wofür. Es gab auch die Unvernunft der großen Leute, deren größte Sorge das Noch-Mehr-Haben war, obwohl sie doch auch nur einen Magen hatten.

Der Superlativ der Unvernunft war es, Säulenheiliger zu sein, in zwanzig Meter Höhe zu hocken und zu glauben, Gott nahe zu sein. Aber ein Leben als Heiliger in einer Höhle zu verhocken, diese hirnverbrannte Idee war nur einen Hauch vernünftiger: Die Sonne schien nicht aufs Hirn!

Kam das Wort Mönch auch vom griechischen Wort Mons, allein. Irgendwann entschied man sich, gemeinsam einsam zu sein. In der unwirklichen Wildnis der westlichen Abruzzen begann der Wahnsinn der

ägyptischen Eremiten auch auf europäischen Boden sich auszubreiten. Die ersten Klöster, Lauras genannt, entstanden im vierten Jahrhundert nahe Subiaco und Vico Varo.

Benedikt, der aus einer prüden, christlichen Familie stammte, kam als junger Mann mit seinem Geschlechtstrieb nicht zurecht, was kein Wunder war, denn man hatte ihm gesagt, daß es Sünde sei, geschlechtlich zu lieben. Als er von seinem engen Heimatort Nursia zum Studium nach Rom kam, wo noch frei und freudig gelebt und geliebt wurde, bekam er einen Schreck und floh in die Berge nach Subiaco, wo er sich in eine Höhle verkroch. Vierzehn Jahre war er damals alt. 35 Jahre verbrachte er solitär in seiner Sacro Speco in in Subiaco, gequält von geilen Träumen und unfreiwilligen Samenergüssen. Selbst in Dornenwälzen und andere Selbstquälereien heilten ihn nicht von seiner Geilheit. Er glaubte, Keuschheit mache frei, und wurde doch zu einem viel größeren Sklaven sexueller Fantasien und Triebe als zum Beispiel Adjuna, der wenn der Druck drückte und der Trieb ihn trieb, sich abreagierte, egal ob bei einer Hure oder einer Heiligen oder mit der Hand.

Sicher, Adjuna und Eva verbrachten öfters längere Zeit mit Liebesspielen, sogenannte schöne Stunden, sogar am hellichten Tag auf einsamen Lichtungen und freien Bergspitzen, aber waren sie deshalb unfrei, unfreier als der Mönch, der sich den ganzen Tag kasteite wegen seiner sexuellen Fantasien1, bis ihm die Peitsche die unerwünschte Pollution verpaßte?

1 (Fußnote)

Fantasie schreibt man eigentlich mit `Ph', aber durch das viele Lesen englischer Bücher hatte ich es mir irgendwann abgewöhnt das deutsche Wort Phantasie mit `Ph' zu schreiben, für Anti-Amerikaner und Britenfeinde: auch die Italiener schreiben ihr `fantasia' mit `f' und unsere französischen Nachbarn auch ihr `fantaisie' und sie finden das `fantastique'. Der Leser mag es fielleicht `fantasque' finden, also grillenhaft, aber ich lasse, wo immer ich das Wort mit `F' geschrieben habe, es so stehen, ich dachte mir, wenn man auf der Biennale in Venezia, einen Haufen Schrott als Kunst ausstellen kann, und sogar noch extra den Fußboden dafür verstärkt, dann kann ich auch aus Phantasie ein `F'-Wort machen, schließlich ist mein Buch ja auch ein Kunstwerk. Wenn ich noch mal geboren werde, dann werde ich bildender Künstler, dann brauche ich nur pro Kunstwerk eine Idee, und nicht ständig neue Ideen aneinanderzureihen, aber manchmal ist mir auch die ganze Spinnerei zuwider, und ich denke mir, ich sollte lieber Weber werden.

Als sich jemand den Spaß machte, Huren in Benedikts heilige Höhle zu holen, floh der Heilige mit anderen Mönchen nach Monte Cassino. Dort überzeugten sie die einheimische Bevölkerung den Apollon Tempel zu zerstören und statt dessen ein Kloster zu bauen, darin frönten sie dann gemeinsam ihren widernatürlichen Trieben und ihrer Unvernunft, man schlief angezogen, wusch sich nicht, betete regelmäßig, sang `Lobet den Herrn' und kasteite sich ebenso regelmäßig. Man schwor, diesen Blödsinn sein ganzes Leben lang zu tun und jeden Kontakt zur eigenen Familie abzubrechen. Diese Klosterregeln des Benedikts breiteten sich bald auf ganz Europa aus.

Auch Eva hatte ihrem Orden, ein ganzes Leben lang Treue geschworen, und nur die starke Persönlichkeit Adjunas hatte sie davon abgebracht, ihr Leben einem blödsinnigen Schwur zu opfern. Niemand hatte das Recht die momentane Schwäche eines Menschen oder eine vorübergehende Geistesverwirrung mit Hilfe eines Schwures für immer für sich auszunutzen, so hatte sie sich angewöhnt zu denken, doch hier in der Höhle des Benedikts, während Adjuna sich über die naiven Malereien mokierte und meinte, die Huren hätten sicher das Höhlenleben erheitert, war sie doch betroffen. Zum Glück wollte auch Adjuna schnell weiter. "Unvernünftig sind wir alle. Dieser Mönch, mit dem ich das Menschsein gemeinsam habe, erinnert mich nur all zu bitter daran, was für unreife Wesen wir sind: Wegen Schatten fliehen wir vor unseren Schatten. Doch noch unvernünftiger sind die Massen, die Schattenflieher zu ihren Helden und Heiligen küren, und wie die Lemminge in die gleiche Schlucht des Unglücks stürzen."

Nach einer anstrengenden und abenteuerlichen Wanderung durch die Abruzzen gelangten Eva und Adjuna schließlich ans Meer. Die ewige Frage, die man sich an einem Kreuzweg stellt, wenn man sich nicht auskennt: Sollen wir nach links gehen oder nach rechts, nach Norden oder nach Süden?

Fragen wir die Götter des Schicksals. Werfen wir eine Silbermünze: Kopf heißt Norden, Fuß Süden.

Lachend warf Eva ein Silberstück hoch. Schwupps, ein Rabe hatte die Münze geschnappt und flog mit ihr auf und davon. Sssppp schoß Adjuna einen Pfeil hinterher und dem Raben die Münze wieder aus dem Schnabel. Doch als die Münze auf den Boden fiel, schnappte Mutter Erde nach ihr und die Münze blieb verschwunden.

"Frage die Götter und sie geben dir nie eine hilfreiche Antwort!"

"Unser Geld ist wohl in ein Rattenloch gerollt."


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