Insel der Frauen
Adjuna verschlug es einmal auf eine Insel, auf der ein Frauenvolk herrschte. Man hatte ihn davor gewarnt, denn die Frauen dort verwandelten jeden Mann in ein Tier. Aber Wind und Strümung trieben ihn an ihre Küste und wohl auch die Neugier.
Vorsichtig schlich er den Strand entlang, immer darauf bedacht, nicht gesehen zu werden. Endlich kam er in einen Ort; immer noch versteckte er sich. Vom Versteck aus beobachtete er den Verkehr auf den Straßen: Frauen saßen auf offenen Wagen, die von männlichen Wesen gezogen wurden. Diese Männer oder männlichen Wesen sahen normalen Menschen sehr ähnlich, auffallend war nur, daß sie im Verhältnis zu den Frauen sehr klein wirkten, was wahrscheinlich die Auswirkung einer Jahrhunderte dauernden Unterdrückung war.
Tatsächlich waren die Männer dieser Insel schon seit fünf Jahrhunderten, das hieß seit der Zeit des tiefsten Mittelalters, versklavt. Vorher herrschte das Gegenteil mit eiserner Rute, Feuer und Schwefel. Frauen, die die Ehe brachen, in lesbischer Vereinigung in flagranti erwischt wurden, was häufig vorkam, da man der Liebe mit Männern kein Vergnügen abgewinnen konnte, wurden öffentlich gesteinigt. An den Protuberanzen in den Hosen der Männer konnte man erkennen, was für ein Vergnügen es denen machte.
Frauen, die ihren Männern keine Freude bereiteten, bekamen die Rute zu spüren und Vagina und Anus wurden ihnen auseinandergerissen. Und schließlich wurden noch die Frauen, die sich auflehnten oder den religiösen Aberglauben der Männer verspotteten, lebendig verbrannt, was den Männern auch ein geiles Vergnügen war.
Der starke Wunsch der Frauen, ihrem Leid ein Ende zu bereiten, ließ sie körperlich immer kräftiger werden, gleichzeitig trafen sie eine Verabredung, den Männern vergiftetes Essen zu reichen, was sie schwächte, krank und kraftlos machte, und Söhnen weniger Milch zu geben als Töchtern und ab und zu einem Jungen bei der Geburt gleich das Genick zu brechen.
Als dann Kirke von ihrem Mann in flagranti mit ihrer Freundin erwischt wurde und er sie der üblichen Strafe überantworten wollte, griff sie ihn mit ihren starken Armen und band ihm die Hände auf den Rücken, das Restseil riß sie hoch, daß er sich tief verbeugen mußte, so führte sie ihn auf den Balkon, band das Seil an einer Dachlatte kurz und hielt eine feurige Rede, in der sie immer wieder ihre Geschlechtsgenossinnen zum Widerstand aufrief, zwischendurch prügelte sie ihrem erbärmlichen Opfer den Hintern. Als das die anderen Männer sahen, wollten sie natürlich in das Haus einbrechen und Kirke gefangen nehmen, aber die anderen Frauen versuchten das zu verhindern, und es entbrannte ein wilder Kampf, der von beiden Seiten mit erbitterster Entschlossenheit gekämpft wurde. Schließlich gelang den Frauen der Sieg.
Die überlebenden Männer wurden alle wie Kirkes Mann gefesselt, und der gefesselte, vorgebeugt stehende Mann wurde das Symbol des Sieges der Frauen. Drei Monate ließ frau die Männer stehen, Futter gab es nur aus dem Schweinetrog, wenn man nach hundert Peitschenhieben noch lieb "danke" sagte und versprach, ein gehorsamer Diener zu werden, sonst bekam man gar nichts zu essen.
Als frau dann nach drei Monaten die übrigens nackten Männer vom Gerüst losband, heuelten diese vor Freude, obwohl frau ihnen jetzt einen Knebel um Glied und Hodensack, der die Vorhaut stramm zurückzog und das Glied stehen ließ, band.
Die Männer, denen frau aus Angst nie wieder die Hände vom Rücken losband, führten frau an einer Kette oder Leine, die mit dem Knebel verbunden war, spazieren; so waren die Männer leicht zu manipulieren, besonders wenn frau eine Reitpeitsche zur Hilfe nahm.
Bloß dumm war, daß diese gefesselten Sklaven keine Arbeit übernehmen konnten.
Da kamen die Frauen auf den Gedanken, besondere Wagen zu konstruieren, die die Männer mit ihrem steifen Glied ziehen konnten.
Frau war sich einig, daß frau Männer steif halten mußten, denn die ständige sexuelle Erregung würde die Männer unreif halten und ablenken, weshalb frau sie auch fleißig mit Mitteln fütterten, die eigentlich Medizin gegen Impotenz waren, aber bei gesunden Männern permanente Gliedsteife verursachten.
Frau erfand also einen vierrädrigen Wagen, der vorn in sechs Fuß Höhe ein, zwei oder mehr Deichseln hatte, je nach Anzahl der ziehenden Männer. Die Kette vom Knebel des männlichen Schweifes wurde direkt am Wagen befestigt, aber damit der Mann nicht aufrecht ging und auch nicht mit den Händen nachhalf, wurde die Leine von den auf dem Rücken gefesselten Händen an der vorderen Spitze der Deichsel, die noch weit über die Köpfe hinwegragte, befestigt.
Später verfeinerte frau diese Erfindung noch und damit die Tortur der Männer, indem frau vom Schweif die Kette schräg nach oben laufen ließ. Diese Kette konnte frau dann mit einem Hebel hochziehen, so daß der Mann an seinem steifen Glied wie an einem Haken hing und seine Beine nicht mehr den Boden berühren konnten.
Männer, die ohne Erlaubnis entluden, wurden von oben bis unten fürchterlich mit der Peitsche traktiert. Entladen durften sie erst abends im Beisein ihrer Herrinnen, das hieß, dann war es eine Pflicht und manch einer, der nicht konnte, bekam hier die letzte Peitsche für den Tag.
So waren die Frauen endlich glücklich, und mit ihren Geschlechtsgenossinnen, die sie jetzt Schwestern nannten, lebten sie in Eintracht zusammen. Ob sie sie nun vor den Wagen spannten, sich ihre Geschlechtsteile von ihnen lecken ließen oder sie einfach mit gespreizten Beinen aufhängten und ihnen dann eine Kerze in den Hintern steckten, einen Menschen sahen sie bald nicht mehr in diesem Wesen, mit dem frau alles machen konnte, was frau wollte.
Neugeborene, die übrigens ihr Dasein nicht mehr einem Geschlechtsakt verdankten, denn der wurde lange Zeit als das Symbol der Unterjochung durch den Mann angesehen, sondern einem lesbischen Liebesakt, bei dem die Partnerinnen vom verspritzten Samen des Mannes nahmen und ihn einander in die Vagina rieben, wurden gleich nach ihrer Geburt entsprechend ihres Geschlechts getrennt. Den Jungen verschnürte frau schon von Kindesbeinen an die Arme auf den Rücken, so daß sie nur kümmerlich gediehen, dafür trainierte frau ihre Beine umso mehr, da sie ja später wie Pferde Wagen ziehen sollten. Außerdem erzählte frau den Jungen von der Minderwertigkeit des Mannes, während frau den Mädchen erzählte, sie seien zum Herrschen geboren.
Die Minderwertigkeit des Mannes begründete frau damit, daß seine Gedanken immer nur um das kleine Ding zwischen seinen Beinen, das übrigens immer größer wurde, kreisten und um die Geschlechtlichkeit, was übrigens bald stimmte.
Bald lehrte frau den Jungen nur noch eine primitive Sprache, die ihrem Sklavendasein zwar genüge tat, aber keine Wissenschaftlichkeit und Intelligenz zuließ.
Doch die Entwicklung ging auch bei den Frauen weiter. Eine Gesellschaft, die einerseits so auf Herrsch-Schaft und Unterdrückung aufgebaut war, konnte nicht auf der anderen Seite eine permissive Gesellschaft sein. Schnell fanden sich Frauen, die den anderen überlegen waren; sie entwickelten einen Frauenkult, eine neue Religion, deren Priesterinnen sie wurden, und alle Frauen mußten ihnen eine bestimmte Zeit ihres Lebens dienen. Während dieser Dienstzeit, die in jungen Jahren abgeleistet werden mußte, entschieden die Priesterinnen das spätere Leben der Novizinnen, nämlich, ob sie als Herrin, als Kriegerin oder Arbeiterin oder als Gebärerin in die Gesellschaft aufgenommen wurden, über wie viele Sklaven sie verfügen durften, welchen Schmuck sie tragen durften und so weiter; die Gebärerinnen, die wieder richtig von Männern bestiegen wurden, allerdings im Beisein einer Priesterin, damit sich keine verliebte, galten als die niedrigste Kaste.
Als später die Wissenschaften blühten, wurden Gebärerinnen wieder künstlich befruchtet und außerdem in zwei Kasten geteilt. Da frau eine Methode gefunden hatte, die Spermien in X- und Y-Chromosomen zu sortieren, konnte frau jetzt Mädchen und Jungen nach Wunsch produzieren; überflüssig zu erwähnen, daß Frauen, die Mädchen zur Welt bringen durften, einen viel höheren Status hatten, als die, die für die Jungen zuständig waren; tatsächlich wählte frau für die erste Aufgabe starke und gesunde Frauen aus und auch entsprechende Männer, die in besonderen Ställen besonders schonend gehalten wurden. Die Frauen der zweiten Aufgabe aber waren klein und schwächlich und bei den samenliefernden Männern achtete frau nur darauf, daß sie einen starken Schweif hatten, denn das war ja der Arbeitshaken, mit dem die Männer alle Tätigkeiten, wie Wagenziehen, Mühledrehen etc. verrichteten, ansonsten durften sie nicht stark sein.
Als dann Kinder geboren wurden, die ganz kurze, schwache Arme hatten, wurden die als Besamer bevorzugt. Bald hatte frau eine neue Rasse männlicher Wesen gezüchtet, die so kurze Arme hatte, daß frau sie nicht mehr auf dem Rücken zusammenbinden konnte; frau ließ sie dann im Zuge einer allgemeinen Liberalisierung und Humanisierung frei herunterhängen, und die Männer brauchten nicht mehr wie Tiere mit der Schnauze zu essen, sondern konnten ihre Stummelarme jetzt dazu benutzen.
Noch später, als dann die Genetikerinnen soweit waren, das Gen zu manipulieren, fiel dieser Vorteil wieder weg, denn jetzt gelang es, armlose M nner zu züchten, die dann aber über einen so großen und starken Arbeitshaken verfügten, daß er in keine Frau mehr hineinpaßte.
Nach dem Tagewerk mußten die Männer ihren steifen Schweif unter Aufsicht von Wärterinnen oder der privaten Herrin in eine Glasvagina stecken, deren bürstige Eingangsöffnung den Orgasmus stimulieren sollte. Wer es nicht schaffte zu entladen, wurde mit der Peitsche bestraft, erst nahm frau eine dünne, die mehr anregen als wehtun sollte; wenn der Mann anfing zu spritzen, wurde aufgehört, schlaffte der Mann aber weiter ab und hatte beim dreißigsten Schlag noch nicht entladen, so wurde ihm die künstliche Vagina entzogen, und er bekam noch mal dreißig mit einer schweren dreischwänzigen übergezogen, unter deren Schlägen vor Schmerz keiner mehr entladen konnte.
Adjuna beobachtete von seinem Versteck aus die fremdartigen Fahrzeuge, er hatte es gar nicht gleich glauben können, daß der große Balken vorn an den mickerigen Männchen natürliche Schwänze sein sollten, denn die schienen ja noch größer zu sein als sein eigener.
Er war schockiert, zu sehen, wie diese armen, armlosen Teufel von Peitschen traktiert durch die Gegend galoppierten.
Dann sah er einen großen, von mindestens drei Dutzend Sklaven gezogenen Thron. Die mittlere Reihe von Sklaven war schwarz, die beiden äußeren weiß, alle schienen kräftig und gesund zu sein, besonders die Beinmuskeln waren gewaltig, auch ihre Arme hatten diese Sklaven noch, allerdings waren sie auf dem Rücken verschnürt und dann zur Deichselspitze gezogen, was alle zwang ihre Köpfe tiefer zu beugen als die Hintern, die blank schwitzend in der Sonne glänzten, auch hier waren es die gewaltigen Schwänze, die den Wagen zogen. Auf dem Thron nun saß eine wahre Superfrau mit schönen, vorstehenden Brüsten, die rundherum und auch an der Warze mit Gold und Edelsteinen geschmückt waren. Adjuna verliebte sich sofort in sie, als er sie sah.
So schlich er dem Wagen bis zum Palast, der einer christlichen Kirche nicht unähnlich sah, nach. Dort schirrte frau die Zugmänner ab und führte sie zur Fütterung in Koben, wo sie sich bei lockerer Leine verschnaufen konnten.
Als keine Frauen mehr in Sicht waren, lief Adjuna zu diesen Männern, um sie danach zu fragen, wie sie in diese unglückliche Situation gekommen seien.
Man sah ihn nur dumm an und verstand nicht, was er wollte. Endlich fragte einer, ob er eine Herrin sei. Was soviel hieß, wie "ob er eine Frau sei". Das Wort "Frau" existierte auf dieser Insel nicht mehr, nur als unbestimmtes Pronomen und dann wurde es natürlich klein geschrieben, ganauso wie "man", wofür frau hier auch "sklave" oder "tier" sagte.
Adjuna antwortete: "Natürlich bin ich ein Mann." Einige murmelten: "Das glauben wir nicht", andere: "Er sieht wie eine Herrin aus."
Das Mißverständnis lag wahrscheinlich daran, daß Adjuna, der es eigentlich liebte, nackt durch die Natur zu springen, gerade wie die Herrinnen dieser Insel Hemd und Hose trug, und außerdem einen mindestens ebenso stolzen Gesichtsausdruck hatte. Automatisch zeigte Adjuna deshalb die Muskelpakete seiner Arme, aber man jammerte nur ängstlich: "Eine Herrin!"
Daß sie nicht wissen konnten, daß normale Männer, die in Freiheit lebten, starke Arme hatten, sah Adjuna sofort ein, deshalb öffnete er sein Hemd, um ihnen zu zeigen, daß er keine Brust hatte wie eine Frau. Aber sie konnten wohl seine Brustmuskelatur nicht von Brüsten unterscheiden, jedenfalls murmelten sie noch immer duckmäuserig und unüberzeugt.
Dann drückte einer sein erigiertes Glied vor und sagte: "Sklave hat das." "Das habe ich auch", antwortete Adjuna, schämte sich aber, es in dieser komischen Gesellschaft zu zeigen.
Da er Hunger hatte, sagte er es und langte zur Probe mit einem Finger in den Napf. Aber er war wohl zu freundlich gewesen, jedenfalls war ein zorniges Nein die Antwort, und als er den Finger in den Mund steckte, entstand ein großes Geschrei, daß Adjuna fürchten mußte, Aufseherinnen würden kommen.
Mit Verachtung im Gesicht hüpfte er, dem Großzügigkeit und Gastfreundlichkeit die höchste Tugend waren, aus dem Verschlag. Bah, dachte er, Pöbel und Sklaven sind mir zuwider, wenn sie auch Geschlechtsgenossen sind. Ich speise mit Königinnen.
Sein Hemd streifte er ab, um mit seinen Muskeln die Torhüterinnen einzuschüchtern. Auf seine Arme würde er sich verlassen können, dachte der Unbewaffnete: `Jede Lanze fang und brech ich damit. Aber noch nie war ich so froh, eine Hose anzuhaben. Arbeitshaken! Bah!' Ihm grauste davor.
So schritt er auf die Kirchentür zu. Niemand war zu sehen. Er öffnete, ging hinein. Niemand. Durch den Vorraum weiter. Ein neuer Raum. Niemand. Weiter. Ein Saal. Niemand. Dann durch den Vorhang in die Halle. Da saß sie unterm Glockenturm. Gerade wurden ihr von Dienerinnen Speisen gereicht.
Adjuna trat vor, aber nicht zu weit, daß die Ritterinnen, die rechts und links ein Spalier bildeten, ihm nicht in den Rücken fallen konnten, und rief: "O große Königin, erlaubt dem König eines fernen Landes, euch zu begrüßen." Die Waffen, die sich im gleichen Augenblick nach ihm streckten, entriß er ihren Trägerinnen blitzschnell, so daß die ihn nur noch sprachlos anstarren konnten. Aber es blieben noch viele Frauen bewaffnet, da die Königin sofort Einhalt gebot. Adjuna wäre es lieber gewesen, wenn er noch ein bißchen hätte kämpfen können, bis alle entwaffnet wären, dann hätte er sich großzügig zeigen können und außerdem wären die Anwesenden seine Geisel gewesen und er hätte auf dem sichersten Platz, nämlich auf dem Thron, mit dem Rücken zur Wand Platz nehmen können.
Aber jetzt entschuldigte die Königin die voreilige Reaktion ihrer Ritterinnen und bat ihn zu sich. Er seinerseits entschuldigte sich für sein plötzliches Eindringen und bemerkte dazu, daß er niemandem an der Tür begegnet sei; worauf sie meinte, an der Tür stehe zwar niemand, aber am Gartentor, und er müsse wohl in den Garten geschlichen sein. Worauf er erwiderte, er sei nicht in den Garten geschlichen, sondern da er auch ein großer Magier sei, sei er nicht mit dem Schiff unterwegs und vom Strand hier heraufgekommen, sondern werde dank seiner magischen Kraft von einem Ort zum anderen transmittiert und sei eben gerade vor ihrem Palast gelandet.
Sie sagte, sein Eindringen sei ja schon entschuldigt und sie würde ihm ja auch gerne glauben, wenn er ihr doch eine Kostprobe seiner Kunst gäbe, denn sie liebe es so sehr, magischen Vorstellungen beizuwohnen. Da er als König ihr ja ebenbürtig sei, solle er doch wie sie auf gleicher Höhe sitzen und mit ihr speisen; leider gäbe es aber auf der ganzen Insel keinen zweiten Thron von dieser Höhe, so daß er sich doch bitte der Levitation bediene, um die seiner Würde und Ehre angemessene Position einzunehmen. Was Adjuna nicht zu schwer fiel. Im Lotussitz ließ er sich emporschweben. Doch er konnte es sich nicht verkneifen, noch ein Stückchen höher, als die Königin saß, Platz zu nehmen und auf sie hinabzublicken.
Dann wurde er eingeladen, mit vom Tablett der Königin zu essen, aber es wurden ihm auch extra Speisen und Getränke dargereicht.
Er erkundigte sich nach dem Leben auf der Insel und besonders auch nach den Männern, und ihm wurde gesagt, daß die Natur den Männern sehr übel mitgespielt habe, daß es aber auch für die Frauen ein sehr schwerer Schicksalsschlag gewesen sei, als sie plötzlich feststellen mußten, daß die Männer immer dümmer und schwächer geworden waren und kaum noch zur Arbeit taugten; frau verfahre aber sehr großzügig mit den Männern, versorge sie ausreichend, wasche und pflege sie, obwohl frau ihre Vertierung nicht habe aufhalten können.
Adjuna gefiel die Königin immer weniger. Ihre großen, kalten Augen. Ihr berechnender Blick. Und ein Gesichtsausdruck, der keine Bewunderung für ihn übrig hatte.
Es zehrte immer mehr an seinen Kräften, den Schwebezustand beizubehalten. Er zitterte. Sein Yoga versagte. Er fiel. Der Hochsitzende fiel tief, auf die harten Marmorstufen des Throns. Da blieb er ohnmächtig liegen.
Kurare im Wein? Giftmord? Nein, so grausam waren die Frauen hier nicht. Oder zu verspielt dazu?
Einen so stolzen Mann zu beugen, das höchste Glück der ersten Dompteuse, ein Genuß nur für Königinnen. Aber erst mußte er in Ketten gelegt werden. Schnell zog frau Adjuna die Hose runter, band ihn in einem Kerker an ein starkes Balkenkreuz. Aus Furcht vor seinen starken Armen umwickelten die Frauen Arme und Balken mit den stärksten Ketten; für die Füße nahm frau auch eine starke Kette. Da hing er nun vom Betäubungsgift ohnmächtig; keine Gefahr mehr für die Frauen.
Eine Wärterin sollte aufpassen und, wenn er zu sich kam, die Königin rufen.
Verschwommen beäugte Adjuna seine Situation, sein Schicksal, sein Mißgeschick. Er hielt es für klüger, sich nicht gleich bemerkbar zu machen, sondern erstmal heimlich Kraft zu schöpfen. Keine leichte Sache bei dem Mief und Gestank. Unter ihm war Kot und Urin, der mußte von ihm kommen. Ja, er war doch nur ein Mensch. Er urinierte noch einmal, um Gift abzulassen. Dabei gingen ihm auch Flatulenzen ab. Es stank entsetzlich. Die Wärterin öffnete deshalb eine Luke und von draußen wehte Wind herein. Die frische Luft erfrischte ihn und es fiel ihm schwer, weiter den Ohnmächtigen zu spielen. Die Wärterin machte jetzt gründlich sauber, wischte alles auf, scheuerte den Fußboden und schüttelte sogar den letzten Tropfen von seinem Schwanz, da er das ja nicht selbst machen konnte. Dann ging sie, um die Königin zu holen.
Die erschien dann, Peitsche in der Hand, wie zur Raubtierdressur.
Zuerst einmal erklärte sie, daß auf der Insel Männer nicht stolz zu sein hätten, sondern nur ergeben und gehorsam, was sie jetzt mit ihm üben werde. Dann machte sie sich lustig über sein kleines Glied und befahl ihm, es steif zu halten. Aber er war vom Gift geschwächt und auch nicht in der Stimmung; es gelang ihm nicht. Deshalb schlug sie ihn. "Wenn du schon so ein kleines Ding hast, kannst du es wenigstens steif halten, wenn ich da bin. Es ist eine Beleidigung, es in meinem Beisein so hängen zu lassen. Entschuldige dich!" Er entschuldigte sich. "Sag `danke', wenn ich dich schlage!" Er bedankte sich.
Er keuchte schwer unter ihren Schlägen, die ihn rechts und links an der Seite und an den Beinen trafen, und zerrte an seinen Fesseln, was sie ihm sofort verbat: "Wenn du an deinen Fesseln zerrst, bekommst du wieder vom Wein, der dir nicht bekommt. Dann wirst du immer schwächer."
Eine Drohung, mit der sie nie ernst gemacht hätte, da sie keinen Schwächling dressieren wollte, was ja kein Spaß für Königinnen wäre. Adjuna, der ihre Gedanken lesen konnte, fühlte sich deshalb etwas erleichtert, denn von dem Gift wollte er auf keinen Fall wieder etwas nehmen.
"Mann, mit deinem Glied", zischte die Königin jetzt, "hast du drüben in deiner Welt sicher manch eine Frau vergewaltigt, gequält und unterdrückt. Mit deinem geilen Glied hast du unseren Schwestern, die bei euch schwach und hilflos sind, Gewalt angetan. Jetzt, wo dein Schwanz meiner Schönheit zu Ehren stramm stehen soll, versagst du. Ich werde dir dein mickeriges Anhängsel zur Strafe blau und grün peitschen."
Eine Dienerin legte ihm jetzt einen Schwanzknebel an, dabei rieb sie das Glied, daß es so halbwegs steif wurde. Dann holte sie einen vierbeinigen Ständer, den sie auf Gliedhöhe einstellte, und schnürrte das Glied dann auf der dünnen Latte fest, gleichzeitig wurde ihm ein Kissen unter den Hintern geschoben, so daß sein Schwanz ganz nach vorn zeigte. Waagerecht ragte vor ihm sein Schwanz. "Recht so", meinte die Königin und schlug mit einer dünnen Peitsche zu, die sich bei jedem Schlag gleich zweimal um Schwanz und Latte kringelte. Das Glied schwoll, glänzte eine geile Schönheit, während Adjuna jämmerlich jammerte. Als alles außer der Eichel von Blutergüssen blaugrün war, meinte die Königin: "Das soll genug sein. Aber morgen komme ich wieder, dann üben wir weiter. Und dann ist das Gift ganz aus deinem Körper und wir zapfen dir Samen ab für unsere Gebärerinnen. Das wird schöne Herrinnen abgeben!"
Dann war er wieder allein mit seiner Wärterin, die nach dem Weggehen der Königin gleich das Fenster wieder zugemacht hatte. Adjuna ärgerte sich darüber. Gerade jetzt, wo ich frische Luft brauche, dachte der elend Keuchende. Da er Angst hatte zu bitten: Vielleicht würde sie ihre Macht genießen und es erst recht nicht öffnen, versuchte er es wieder mit Blähung. Wütend schimpfend trat die Alte ihn dafür, aber das Fenster öffnete sie nicht. Er entschuldigte sich und sagte, er habe Bauchweh und müsse. Sie sagte, das sei jetzt verboten. Aber er müsse einfach, entgegnete er ihr, was aber eine Lüge war. Mühsam preßte er die stinkend braune Masse raus. An den zusammengebundenen Beinen lief sie runter. Scheiß Menschsein.
Fluchend öffnete die Alte das Luk, um zu lüften. Kräftig sog Adjuna die Luft ein, er atmete und atmete und die Ionen der Luft verliehen ihm neue Kraft und neuen Mut. Versichtig prüfte er die Ketten, spannte seine Muskeln. Wenn sie das Fenster wieder schließen will, reiße ich mich los.
Oh, ist es schon so weit? Nichts wie weg, nichts wie raus. Mit einer riesigen Anstrengung brach Adjuna den dicken Querbalken des Kreuzes entzwei und riß die Ketten an seinen Füßen durch, sein Glied wollte er auch befreien, aber es war immer noch an dem Bock festgezurrt. Er bekam es nicht los und schleppte das Gestell mit sich, als er auf die schreiende Frau stürzte und ihr mit den noch am Balken verketteten Armen den Schädel einschlug. Dann versuchte er wieder, sich vom Gestell am Schwanz zu befreien. Es gelang nicht recht wegen der Ketten und Balken, von denen er sich auch nicht befreien konnte. Eine Schnüre in der Furche vor der Eichel war zu stramm; er bekam sie nicht los, er riß, Blut spritzte.
Mittlerweile stürzten andere Wärterinnen herein, mit den Füßen trat er nach ihnen, wehrte sie ab, dann stürzte er sich aus dem Fenster, drei Stockwerke tief, rappelte sich auf und rannte; von allen Seiten stürzten Frauen auf ihn, er wehrte sie mit seinen Balkenarmen und mit den Füßen ab, stürmte in die Berge, hetzte sie ab.
In den Bergen versuchte er, seine noch immer an dem gebrochenen Balken geketteten Arme zu befreien. Lange mühte er sich ab, schüttelte sich, stieß gegen die Stämme der Bäume, bis die Ketten endlich abfielen. Er massierte seine schmerzenden Arme und kratzte und rieb sich seine Wunden. Dann lief er dorthin, wo das Schiff vor Anker lag. Schnell wollte er zurück zu seinen Leuten.
Am Strand stürzten aus Verstecken wieder Amazonen auf ihn, aber diesmal hatte er seine Hände frei und die Lanzen, die sie warfen, fing er mit Leichtigkeit, und wenn er sie zurückwarf, so konnten die Mädchen sie weder fangen noch ihnen ausweichen. Es schmerzte Adjuna, junge Mädchen so totgenagelt zu sehen, viel lieber wollte er lebende Gefangene machen. Er packte sich zwei, die sich zu dicht herangewagt hatten, und wollte sie mit sich schleifen. Da rissen sie Messer aus ihrer Scheide und wollten damit auf ihn einstechen, aber er griff ihre Handgelenke und drückte zu und zerbrach so ihre Handgelenke, so daß die Messer zu Boden fielen. Mit der bloßen Hand schlugen sie auf ihn ein, aber da er hart war, schadete es ihm nicht. Als sie merkten, daß sie gegen ihn nichts ausrichten konnten, schlugen sie sich gegenseitig die spitzen Finger ins Herz. Brave Kriegerinnen. Ihr Leben verspritzte sich im Sand.
Lebende Beute ist mir nicht vergönnt. Adjuna sprang ins Wasser und schwamm zum Schiff.
Wieder an Bord seines Schiffes erteilte er seinen Leuten sofort den Befehl, die Abfahrt vorzubereiten. Ihm fehlte jede Lust, der glotzenden Mannschaft seinen miserablen Zustand zu erklären. Bloß weg und alles schnell vergessen.
Als man gerade losfahren wollte, sah Adjuna, wie von einem bewaldeten Uferstreifen ein Ruderboot ablegte mit einer einzelnen Amazone drin.
"Nun kommt doch noch Beute an Bord, sogar freiwillig", meinte er zynisch. Da er einen Hinterhalt oder eine Kamikaze vermutete, legte er vorsichtshalber einen Pfeil in seinen Gandiva-Bogen und zielte auf die einsame Ruderin, um sie bei einer verdächtigen Bewegung sofort zu erschießen.
"Nicht schießen, nicht schießen. Ich liebe dich", rief die junge Amazone ihm verzweifelt zu.
Adjuna ließ sie dichter rankommen. Als er sah, daß sie unbewaffnet war, legte er seinen Bogen zur Seite. Er streckte sogar seine Hand aus, um ihr an Bord zu helfen.
Menschen glauben nur zu gerne, daß sie geliebt werden, und freuen sich über das freiwillige Opfer und die hinzugewonnene Macht.
Als die Amazone wieder von ihrer Verliebtheit sprach, nahm Adjuna sie keineswegs zärtlich in den Arm, sondern wurde streng und herrisch. Er verlangte einen Liebesbeweis.
Als Liebesbeweis sollte sie die Beine breitmachen, damit er eindringen konnte. Zögernd, aber innerlich gern dazu bereit, spreizte sie ihre Beine. Seine herrische Art erregte sie ungemein.
Aber wegen der Tortur auf der Insel blutete er wie eine Jungfrau und die Schmerzen wurden so groß, daß er aufgeben mußte. Selbst vor dieser ihn treu und untertänig anblickenden Amazone mußte er passen, die Waffen strecken, oder besser, das Glied rausziehen, den Schwanz einziehen. Er kam von seinem hohen Roß herunter, was ihn auf gleiche Ebene wie die Amazone brachte, oder gar tiefer. Aus ihrem untertänigen Blick wurde jedenfalls bald ein Blick voller Mitgefühl.
Aber ganz vergaß sie sich nicht in ihrer Rolle als Bemutterin. Adjuna lag bekümmert neben ihr und genoß ihre Zärtlichkeit und hörte sich an, wie sie ihn gesehen hatte und sich in ihn verliebt hatte. Ihre Erzählung stellte sein Frauenbild wieder her.
Sie: "Schade, daß du bald sterben mußt." Da fuhr er hoch. Was? Wollte sie ihn umbringen? Oder hatte er auf der Insel ein Gift bekommen, daß ihn doch noch töten würde?
Natürlich wollte er mehr wissen. Und sie fing an zu erzählen: "Ich bin nur ein ganz einfaches Mädchen und ich verstehe das auch alles nicht. Weil mein Geburtsgewicht sehr gering war, habe ich keine richtige Ausbildung bekommen. Du hast gesehen, ich trage keine Waffen. Kiegerinnen sind die, die ein stattliches Geburtsgewicht vorzuweisen hatten. Aber auch fürs Lesen und Schreiben wurde ich als ungeeignet bezeichnet. Sehr früh schon wurde entschieden, daß ich eine Gebärerin für Sklaven sein solle. Ich bin zwar noch sehr jung, aber habe schon dreimal geworfen. Aber im Gegensatz zu den Gebärerinnen von Amazonen müssen wir, obwohl wir körperlich schwächer sind, immer schwer arbeiten."
Richtig, sie sah zart und schwach aus. Aber was Adjuna an ihr gefiel, war offensichtlich nicht das Ideal der Amazonen.
"Viel Dreckarbeit, weißt du. Ich mußte in den Brodelküchen, den Hexenküchen, weißt du, wo die Zaubertränke hergestellt werden, putzen, scheuern und abwaschen." "Dann weißt du ja sicher, was für ein Gift man mir gegeben hat." "Leider verstehe ich da gar nichts von. Aber ich habe einmal etwas anderes gehört." "Ja, was denn?" "Ich habe zufällig ein Gespräch der Königin mit anderen Herrinnen, die in den Brodelküchen arbeiten, überhört. Sie sind fast fertig mit der Arbeit. Sie haben ein Mittel, das Männer tötet. Nicht nur einen, sondern alle Männer, alle Männer dieser Welt. Bald soll das Mittel an die Luft abgegeben werden. Man hat Feuer spuckende Speere, mit denen wird man das Mittel an vielen Stellen der Welt gleichzeitig an die Luft abgeben."
Adjuna merkte, daß ihm hier etwas Unerhörtes offenbart wurde. In den Labors der Amazonenkönigin stand die Forschungsarbeit an einem biologischen oder chemischen Kampfstoff, der die Ausrottung der Männer bewirkte, kurz vor der Vollendung oder war vielleicht sogar schon vollendet. Adjuna haßte den Gedanken, aber er mußte zurück auf die Insel und die Laboratorien zerstören.
Er ließ sich von der jungen Amazone, Sabi hieß sie, alles erklären: Die Lage der Labors, die Aufstellung der Wachen, die Lager der Raketen usw. Der ganze Laborkomplex schien unbezwingbar zu sein. Mächtige Mauern und mächtige Tore schützten ihn.
Schließlich wurde ein Plan ausgearbeitet, der vorsah, daß Sabi wieder zurückging und tat, als sei nichts geschehen. Sie sollte dann heimlich die Bolzen von einem bestimmten Deckel eines der Raketensilos lösen, der vom hohen Flachdach des Gebäudes aus zugänglich war. Adjuna wollte dann mit zwei seiner Leute mit Hilfe eines aus Segeltuch gefertigten Flugdachens zum Dach schweben, dort landen und durch die Öffnung eindringen und das Zerstörungswerk vornehmen. Ihren Rückzug hatten sie kaum geplant, nur eine vage Vorstellung von Tür aufsprengen und laufen.
Sabi ging nur ungern zurück, aber die Hauptsache war, sie ging. Sie versprach, alles wie verabredet zu machen.
Abschiedsküsse, Liebesschwüre.
Da Eile geboten war, wollte man gleich in der Nacht zuschlagen.
Die Amazone ruderte wieder ans Ufer. Hoffentlich war sie nicht gesehen worden. Auch Adjuna und seine Leute machten sich fertig. Ihre Flugdrachen mußten auf einen Berg getragen werden, von wo sie dann in der Dunkelheit heruntergleiten wollten.
Soweit klappte auch alles ganz gut. Während des Anflugs wurde man wegen der Winzigkeit der Fahrzeuge nicht von der Flugabwehr entdeckt. Auf dem Dach fand man sich auch schnell zurecht. Man war allerdings überrascht, als man alle Raketensilos geöffnet fand. Die Raketen wurden gerade vorgeheizt, der Countdown zur Vernichtung der Mannheit lief offensichtlich schon.
Es wurde verabredet, daß Adjuna mit Olson den Abschußschacht hinuntergleiten sollte, um innen die nötigen Verwüstungen vorzunehmen. Eine Minute Zeit sollten sie haben zum Runtergleiten und Sich-in-Sicherheit-Bringen, dann sollte Pitt von oben in alle Röhren Dynamitstangen werfen.
Puh, die Raketen waren heiße Ofenrohre, und unten standen Technikerinnen herum und kontrollierten die verschiedenen Aggregate der Raketen. Adjuna und Olson hatten keine Wahl, sie mußten sie schnell anspringen und niedermachen, bevor sie piep machen konnten. Dann laufen, runter in den Bunker, dem Herzstück des Laboratoriums. Rums, über ihnen reißt die Explosion aus Dynamitstangen und Raketentreibstoff das Gebäude weg. Pitt segnet pulverisiert das Zeitliche.
Adjuna und Olson laufen die Gänge entlang und werfen in jeden Raum eine Handgranate. Qualm und Gestank werden unerträglich, aber sie schaffen es bis zum letzten Raum. Im Ohnmächtig-werden sehen sie noch, wie die Außentür geöffnet wird und frische Luft hereinweht.
Als sie wieder zu sich kommen, liegen sie vor dem Thron der Königin auf dem Boden.
Adjuna, der noch nie von jemandem so gedemütigt wurde wie von dieser Königin, dachte, die wird mir gleich noch Schlimmeres antun, ich töte mich besser. Aber die Königin sah niedergeschlagen aus und harmloser als bei ihrer vorherigen Begegnung. "Warum hast du das getan?" fragte sie. "Du wolltest alle Männer der Welt töten." "Ja, aber es hätte nicht wehgetan." Sie holte tief Luft. "Du hast all meine Labors und Lager zerstört und meine Pläne, alle Männer dieser Welt zu vernichten, zunichte gemacht", jammerte sie entgeistert. Adjuna: "Wenn du die Männer vernichtest, vernichtest du doch die ganze Menschheit. Wo soll denn die nächste Generation herkommen, wenn es keine Männer mehr gibt?" "Das ist doch Unsinn. Durch Genverdoppelung, heutzutage eine Leichtigkeit, können Frauen ganz perfekte Frauenbabys zur Welt bringen. Männer werden nicht mehr gebraucht. Die Zukunft heißt Jungfrauengeburt." "Deine eigenen Sklaven wären dir gestorben." "Das wäre nicht schlimm gewesen. Die haben sowieso keine richtige Arbeit getan, sondern waren nur Spielzeug. Aber während du meine Labors zerstört hast, sitzen auf dem Festland Männer in Labors und bereiten den Weltuntergang vor. Aber du wirst nicht hingehen und ihre Labors zerstören, du wirst es auch nicht schaffen, denn nur wild um sich hauen hilft nicht, es sind auch zu viele, das schaffen nicht einmal deine starken Arme. Sondern man muß zuerst die Bevölkerung gewinnen, und wenn die einen an die Macht gelassen hat, kann man dort erst etwas ausrichten. Einem Freak wie dir werden sie nie Vertrauen schenken. Was wir hier auf der Insel mit den Männern machen, das sollte man weltweit mit Männern machen, dann brauchte man sie auch nicht umzubringen, könnte sie am Leben lassen. Männer waren immer grausam, haben immer die schlimmsten Verbrechen begangen, untereinander und auch besonders gegenüber uns Frauen, deshalb haben wir ihre Arme gestutzt und ihnen das gegeben, was sie am liebsten mögen: Geilheit. Dich mögen die Männer hier anwidern, aber sie sind die glücklichsten Männer der Welt. Wir haben das wahre Glück der Männer erkannt und zu wecken verstanden. Aber wir haben nicht die Macht- und Erziehungsmittel, um auch auf den Kontinenten die Männer zu erwecken. Es bleibt auch keine Zeit mehr dazu. Die Männer sind wie Zeitzünder am Weltenball. Die Uhr ist bald abgelaufen. Der Ball wird platzen. Alles ist egal."
Adjuna stand betroffen da. Sie: "Ich lasse dich gehen, obwohl ich dich gern behalten hätte. Du bist schön, nicht nur da unten, nicht nur dein Körper ist schön, auch im Gesicht bist du schön und noch auf andere Art; wie das sentimentale Ding, das alles verraten hat, empfinde ich zuviel für dich. Geh schnell, denn mich widern Sentimentalitäten an. Nimm deinen Gefährten mit." "Kann ich auch Sabi mitnehmen?" "Wir haben sie gleich, als sie zurückkam von deinem Boot, torquiert. Leider versagte ihr Herz sehr schnell. Sie konnte ihren Verrat mit ins Grab nehmen. Schade, sonst hätten wir besser aufgepaßt. --- Geh schnell, bevor ich auf dich schießen lasse."
Adjuna und Olson rannten los. Quer über die Insel zur Bucht. Ein Sprung ins Wasser. Losgekrault.
An Bord wurden gleich die Segel hochgerissen.
Noch lange war der Rauch von ihrem Verstörungswerk wie ein
Dämon der Unterwelt über ihnen.
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