Teheraner Holocaust-Konferenz
Einerseits wird uns "Deutschen"
aggressiv eine Kollektivschuld aufgezwungen, was Blödsinn
ist und wogegen man sich nicht heftig genug wehren kann. Schuld
ist immer etwas Indiviuelles. Sippenhaft gehört ins
Nazi-Reich und zum Mittelalter. Andererseits findet schon wieder
ein paranoider Angriff auf ein anderes Kollektiv statt, nämlich
die Juden oder Zionisten oder Israelis, wie manche sie jetzt
verschämt nennen.
Es ist schlimm, dass "falsche" Meinungsäußerungen
und Geschichtsauffassungen zu den Gaskammern in Auschwitz einer
Zensur unterliegen, in die Richtung nicht geforscht werden darf
und Menschen, die dazu etwas angeblich "Falsches"
äußern, lange Gefängnisstrafen erhalten. Aber
dank Verfolgung Märtyrerstatus, dank Märtyrerstatus
Publikum... - Da ich die gesellschaftliche Entwicklung diesbezüglich
schon länger verfolge, drängt sich mir da der Gedanke
auf, dass es sich bei Zensur und Verfolgung der
"Leugner" um einen geschickten Schachzug handelt, um
einen neuen Antisemitismus vom Zaun zu brechen mit all seinen
Vorteilen: Raub jüdischen Eigentums, Ablenkung von den
wirklichen Machthabern und Abreagierung von Frustrationen, die
unser Leben als über-reglementierte Untertanen, quasi ohne
Kontrolle über selbst das Alltäglichste und Privateste
(wie baue ich mein Haus, wie bepflanze ich meinen Garten, fahre
ich Auto, erziehe ich meine Kinder, habe ich Sex etc.) mit sich
bringt.
Das National Journal verschickt Weihnachts-Rundmail mit
Seitenhieben und Flüchen auf die "Machtjuden": http://globalfire.tv/nj/06de/juden/weihnachtsterror.htm. Ich blicke mich um. Tatsächlich haben in
meinem Leben viele fremde Leute Macht über mich, was
unakzeptabel ist und wo gegen ich mich wehre, aber keiner dieser
Leute ist Jude! (Nicht, dass ich in meinem Leben keinen Juden
begegnet bin, aber keiner von ihnen hat je versucht, Macht über
mich auszuüben.)
Peter Töpfer, der sich als "Nationalanarchist"
versteht, schreibt auf http://www.nationalanarchismus.org/Nationalanarchismus/teheran_holocaust_konferenz_3/teheran_holocaust_konferenz_3.html über seine Teilnahme an der Teheraner
Holocaust-Konferenz: "Ich hoffe, ich komme bald dazu, Ihnen
meine Eindrücke vom Aufenthalt hier in längeren Texten
zu vermitteln, besonders, was den Empfang bei Präsident
Achmedinedschad betrifft, der mir wie ein Kaiser vorkam, bei dem
sich Abgesandte aller Völker und Religionen treffen, um
Frieden zu stiften. Nur wissen das die Völker noch nicht:
ihre Herrscher mit ihren Medien genießen immer noch Glaubwürdigkeit.
Aber nicht mehr lange."
Da spürt man richtig die Tränen in den Augen von
jemandem der "seinen Übervater", seinen neuen
"Führer" gefunden hat. Der Weg, den sein neuer Führer
weist, ist fast der gleiche, wie zu unserer Väter Zeiten...
Peter Töpfer aber müssen wir von jetzt ab
"Nationalmonarchist" nennen. Mit freiheitlicher
Anarchie hat sein Weg nichts mehr zu tun.
- Allein schon "Völker"! So etwas gibt es gar
nicht. Es gibt Individuen und Massen. Übergang fließend.
"Volk" ist nur ein schmutziges Ideologiewort, wie
Staat, Kirche und Klasse, mit dem man aus Menschen Anpasser, Mitläufer
und Kanonenfutter macht.
Natürlich hat jeder das Recht, "völkisch" zu
fühlen und zu denken - von morgens bis abends und die ganze
Nacht hindurch. Kriminell wird's erst, wenn er's per Dekret
anderen Leuten aufzwingt.
Ich hatte Peter Töpfer vor seiner Teheran-Reise auf zwei gute Artikel zum Thema "Wer ist
Ahmadinejad?" hingewiesen, die ich auch den Leser dieser
Webseite empfehlen möchte:
1.) http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ahmadinejads-antisemitismus-und-der-gegenwaertige-krieg?print=y Von Matthias Küntzel
>>Als Mahmud Ahmadinejad im Sommer 2005 zum iranischen Präsidenten
gewählt wurde, zog sich Israel gerade aus dem Gazastreifen
zurück. Damals hofften viele, dass dieses Stück Land
fortan als Modellregion palästinensischer Eigenstaatlichkeit
aufblühen würde. Doch das Gegenteil trat ein: Binnen kürzester
Frist verwandelte sich der Gazastreifen in den vorgelagerten
Frontabschnitt eines Krieges gegen Israel: neue Waffenlager und
-fabriken schossen wie die Pilze aus dem Boden. Mit Hunderten von
Kassam-Raketen nahmen die von Teheran finanzierten Islamisten den
jüdischen Staat unter Beschuss.
Im südlichen Libanon das gleiche Bild: Die von Israels
Streitkraften verlassenen Region wurde zum Aufmarschgebiet: Hier
stationierte die Hizbollah mehr als zwölftausend Raketen,
die der Iran über Syrien in die Nahe der israelischen Grenze
schaffen lies. Das Land wurde zu einer Angriffsplattform mit
ausgeklügelten Festungsanlagen und Tunnelsystemen ausgebaut
und am 12. Juli 2006 für den Angriff auf israelische
Soldaten genutzt.
In Gaza wie im Libanon bestand die Möglichkeit einer
Normalisierung der Beziehung zu Israel, in deren Folge auch eine
wirtschaftliche Belebung zu erwarten war. Warum orientieren Hamas
und Hizbollah nicht auf Frieden und Wohlstand, sondern auf Aufrüstung
und Krieg?<<
... Der Artikel geht dieser Frage nach.
2.) http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ahmadinejads-welt?print=y Ein Spiegel-Online-Artikel von Juni und Juli 2006
von Matthias Küntzel, der von dem mörderischen
Bassidschi-Einsatz von Kindern auf den Minenfeldern des
Iran-Irakischen Krieges handelt.
Zwar findet man, wenn man den Links meiner
antiislamischen Webseite http://www.hpo.net/users/hhhptdai/antiislam.htm folgt, auch Kommentare zur Holocaust-Konferenz,
aber Matthias Küntzel http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ schreibt besonders informativ und kompetent zum
Thema, dass ich seine Seiten hier empfehlen möchte.
Aus seinen Anmerkungen zur
Leugnerkonferenz in Teheran http://www.matthiaskuentzel.de/contents/warum-leugnet-der-iran-den-holocaust
:
>>... Untrennbar ist die
Leugner-Konferenz als Instrument der Propaganda mit dem
Atomprogramm als Instrument der Ausführung verknüpft.
Vor fünf Jahren, im Dezember 2001, hatte der ehemalige
iranische Präsident Hashemi Rafsanjani erstmals damit
geprahlte, dass "eine einzige Atombombe innerhalb Israels
alles zerstören" würde,
während der Schaden eines potentiellen nuklearen
Gegenschlags für die islamische Welt begrenzbar sei.
"Solch eine Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ist
nicht irrational."[5] Während die islamische Welt beim
israelischen Gegenschlag Hunderttausende "Märtyrer"
opfern könnte, ohne unterzugehen, so die
Logik Rafsanjanis, wäre Israel schon nach der ersten Bombe
Vergangenheit.
Es ist eben diese Suizid-Mentalität, die das iranische
Atomwaffenprogramm von den Programmen aller anderen Länder
unterscheidet und so gefährlich macht. 1980 brachte Khomeini
diese Mentalität auf den Punkt: "Wir verehren Gott,
nicht den Iran. Patriotismus ist nur ein anderer Name für
Heidentum. Ich sage: Lasst dieses Land [den Iran] ruhig in Rauch
und Flammen aufgehen, sofern nur der Islam in der übrigen
Welt triumphiert."[6] Denen, die dazu neigen, derartige
Aussagen für bedeutungslos zu halten, möchte ich die
Ankündigung von Mohammad Hassan Rahimian, dem Vertreter des
iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei, der in der
iranischen Hierarchie noch höher als Ahmadinejad steht,
nicht vorenthalten: Rahimian erklärte vor einem Monat, am
16. November 2006: "Der Jude" -
nicht der Zionist, sondern: der Jude! - "ist der hartnäckigste
Feind des Frommen. Und der Hauptkrieg wird über das
Schicksal der Menschheit bestimmen. ... Das Wiedererscheinen des
12. Imam wird einen Krieg zwischen Israel und der Schia mit sich
bringen."[7] Niemand kann bestreiten, dass das Land, dass
als erstes die Holocaust-Leugnung zum Gegenstand seiner Außenpolitik
macht identisch ist mit dem Land, dass als erstes einem anderen
UN-Mitgliedstaat unverblümt mit der Vernichtung droht.
Warum wird dann aber der Holocaust in Abrede gestellt, statt ihn
zu feiern? Den meisten Zuspruch fand Ahmadinejads
Holocaust-Leugung in der arabischen Welt, wo ihn besonders die
Hisbollah, die ägyptische Muslimbruderschaft und die Hamas
hierfür lobten. Doch gerade hier wird Hitler nicht wegen der
Autobahn bewundert und auch nicht wegen des Einmarschs in Paris,
sondern wegen des Judenmords. Warum also wird der Holocaust
ausgerechnet dort am meisten geleugnet, wo die Bewunderung für
Hitler bis heute die höchsten Blüten schlägt? Wie
gehen Holocaust-Leugnung und Hitler-Bewunderung zusammen? Den
Schlüssel zur Auflösung dieses Paradox liefert ein
Blick auf die antisemitische Mentalität.
In jeder Leugnung des Holocaust ist die Aufforderung, ihn zu wiederholen, implizit enthalten.
Im April 2002 schrieb ein ägyptischer
Kolumnist in der zweitgrößten, staatlich
kontrollierten ägyptischen Tageszeitung, Al Akhbar:
"Hinsichtlich des Schwindels mit dem Holocaust haben viele
französische Studien bewiesen, dass dies nichts als
Fabrikation, Lüge und Betrug ist. Ich aber beschwere mich
bei Hitler und erkläre ihm vom tiefsten Grund meines
Herzens: ,Wenn du es nur getan hättest, mein Bruder, wenn es
doch nur wirklich geschehen wäre, sodass die Welt ohne ihr
[der Juden] Übel und ihre Sünde erleichtert aufseufzen
könnte."[8] Hier wird vorgeführt, wie man den
Holocaust in einem Atemzug leugnen und feiern kann.
Oft wird jedoch die Begeisterung für die Schoa auch ohne
Einschränkung formuliert. Sie wurde erstmals 1961, als der
Prozess gegen Adolf Eichmann hohe Wellen schlug, evident. Damals
publizierte die jordanische Jerusalem Times einen
"Offen Brief an Eichmann", in dem es hieß:
"Mit der Liquidierung von 6 Millionen (Juden) haben Sie der
Menschheit einen wahren Dienst erwiesen. ... Es wird Sie trösten,
dass dieser Prozess eines Tages in der Liquidierung der
verbliebenen sechs Millionen gipfeln wird, um Ihr Blut zu rächen."
... In ihrem Buch "Eichmann in
Jerusalem" fasste Hannah Arendt
diese Stimmung wie folgt zusammen: "Die Zeitungen in
Damaskus und Beirut, in Kairo und Jordanien verhehlten weder ihre
Sympathie für Eichmann noch ihr Bedauern, dass er ,sein
Geschäft nicht zu Ende geführtf habe; ..."<<
Zitat-Ende
Ich lese ja auch - sogar schon lange - das
National Journal und andere Meinungen und Meldungen aus der
"rechten" Ecke. Besser als Matthias Küntzel es
hier tut, kann man deren Äußerungen kaum auf einen
Punkt bringen:
Neues Zitat: >>Aus diesem Grund werden alle Versionen einer
antijüdischen Interpretation des Holocaust gleichzeitig und
quer durcheinander benutzt: Erstens das Hurra über die
millionenfache Vernichtung, zweitens der empörte
"Nachweis", dass diese millionenfache Vernichtung eine
Erfindung der Zionisten sei; drittens die Behauptung einer jüdischen
Verschwörung gegen Deutschland, die Hitler konsequent
vereitelt und bestraft habe; viertens die Gewissheit, dass der
Holocaust vom Zionismus und den Nazis in Gemeinschaftsarbeit
eingefädelt worden sei; fünftens der Vorwurf, dass eben
jene Zionisten den Judenmord mit ihrer
"Holocaust-Industrie" aus
durchsichtigen Motiven aufbauschten, sechstens, dass der wahre
Holocaust das Vorgehen der Israelis gegen die Palästinenser
sei - und so weiter und so fort.
Wir haben es mit einem fantastischen Parallel-Universum zu tun,
in dem das Realitätsprinzip ständig verletzt wird und
in dem lauter sich eklatant widersprechende
Phantasievorstellungen über Juden ihren Platz haben, solange
sie nur die antisemitische Paranoia und den antisemitischen Hass
bestätigen - ein Universum, in dem die Gesetze der Vernunft
eliminiert und alle seelischen Energien in den Dienst des
Antisemitismus eingespannt sind. <<
Ende des Zitats.
Ganzer Artikel auf http://www.matthiaskuentzel.de/contents/warum-leugnet-der-iran-den-holocaust .
Zum Schluß kurz mein Standpunkt: Bisher haben noch alle
Staaten und Regierungen immer nur danach gestrebt, uns Menschen
Freiheit und Eigentum zu rauben. Ich werde sie daher nie unterstützen,
bis sie sich nicht zumindest darauf beschränken, nur bei
Verstößen gegen den Grundsatzes "Gleiche Freiheit
für jeden", siehe http://www.hpo.net/users/hhhptdai/hp.htm, tätig zu werden. Aber wenn ich die Wahl habe
zwischen Islam und westlicher "Demokratie", dann ist
meine Entscheidung eindeutig das letztere. Die Feinde meiner
Feinde sind noch lange nicht meine Freunde!
Der Westen, die USA, Israel sind keine "Engel". Alle
haben viel Dreck am Stecken. Blöde Massenmenschen machen's möglich.
Kritik, siehe http://www.hpo.net/users/hhhptdai/krieg2003.htm, http://www.neravt.com/left/invade.htm, http://www.bushcommission.org/ etc. Aber was der Islam zu bieten hat, ist
tausendmal schlimmer. Der Islam ist nicht bloss Religion, sondern
auch eine staatspolitische Ideologie, Klero-Faschismus pur!!!
Man kann nur hoffen, dass die
Mohammedaner, Islamisten, Iraner etc. und Ahmadinejad selbst, mit
dem Holocaust-Verspottung-Cartoon-Wettbewerb http://somebodyhelpme.info/cartoons/anti-Semitic/anti-Semitic.html und der Leugner-Konferenz, ihre Wut über
die "jüdischen", eigentlich dänischen
Karikaturen abreagiert haben und sich jetzt wichtigeren Themen,
wie Hebung des Lebenstandards der Bürger, Liberalisierung
der Gesellschaft etc., zu wenden.
Ich weiß, sehr fromme Wünsche für jemanden, der gar nicht fromm ist.
Holger Hermann Haupt
Ein Nachtrag, allen zum
Trotz, die enttäuscht sind, dass ich ihre heiß
entflammte Iran-(Regime)-Liebe nicht teile. (Ich war übrigens
zu Schahs Zeiten mehrfach selbst im Iran. Schon damals hatte der
Iran ein großes Mitläufer-Problem. Wenn man den Schah
kritisierte, wurden vorher freundliche Menschen plötzlich
sehr, sehr böse. Aber fromm war man damals auch schon: Als
Heide in der Nähe einer Moschee wurde man schon
angefeindet.):
Aus http://www.matthiaskuentzel.de/contents/warum-leugnet-der-iran-den-holocaust, aber die Information war mir schon lange aus
anderen Quellen bekannt:
...im Dezember 2001, hatte der ehemalige iranische Präsident
Hashemi Rafsanjani erstmals damit geprahlte, dass "eine
einzige Atombombe innerhalb Israels alles zerstören"
würde, während der Schaden eines potentiellen nuklearen
Gegenschlags für die islamische Welt begrenzbar sei. "Solch
eine Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ist nicht
irrational." Während die islamische Welt beim
israelischen Gegenschlag Hunderttausende "Märtyrer"
opfern könnte, ohne unterzugehen, so die Logik Rafsanjanis,
wäre Israel schon nach der ersten Bombe Vergangenheit.
Es ist eben diese Suizid-Mentalität, die das iranische
Atomwaffenprogramm von den Programmen aller anderen Länder
unterscheidet und so gefährlich macht. 1980 brachte Khomeini
diese Mentalität auf den Punkt: "Wir
verehren Gott, nicht den Iran. Patriotismus ist nur ein anderer
Name für Heidentum. Ich sage: Lasst dieses Land [den Iran]
ruhig in Rauch und Flammen aufgehen, sofern nur der Islam in der
übrigen Welt triumphiert."
Mein Kommentar: Diese Leute sind schlimmer als Hitler! Hitler
wollte wenigstens die eignen Leute noch am Leben lassen.
Oh, Leute, werdet vernünftiger. Kämpft für persönliche
Freiheit und eigenen Wohlstand gegen jegliche Staatmacht! Staaten
sind nur dazu da, Menschen zu unterdrücken und zu berauben.
Religionen und Ideologien (wie "Demokratie") sind nur
zum Einlullen da... und sonst Blödsinn.
URL dieser Webseite: http://www.hpo.net/users/hhhptdai/holocaust.htm
Homepage: http://www.hpo.net/users/hhhptdai/arachnoideenindex.htm