von
Holger Hermann Haupt
Mai 2004
Die erste Anwendung von Gewalt gegen das Leben ist Mord, gegen die Freiheit ist Sklaverei und gegen das Eigentum ist Diebstahl. Es ist das gleiche, ob diese Handlungen von einer Person allein begangen werden oder von vielen gegen wenige oder sogar von Regierungen.
Du hast das Recht, dein Leben, deine Freiheit und dein gerecht erworbenes Eigentum gegen die gewaltsame Einwirkung anderer zu verteidigen. Und du kannst andere bitten, dir dabei zu helfen. Aber du hast kein Recht, als erster Gewalt gegen das Leben, die Freiheit oder das Eigentum anderer einzusetzen. Deshalb hast du auch kein Recht, eine andere Person zu bestimmen, in deinem Auftrag Gewalt gegen andere zu verüben.
Du hast das Recht, dir eine Regierung zu suchen, aber du hast kein Recht, diese Herren anderen aufzubürden. Egal wie die Regierenden gewählt werden, sie sind nur Menschen und haben keine Rechte oder Ansprüche, die über denen anderer Menschen stehen. Ganz gleich welche phantastischen Etiketten sie sich geben oder wie viele Menschen sie unterstützen, die Regierenden haben kein Recht zu morden, zu versklaven oder zu stehlen. Du kannst ihnen keine Rechte übergeben, die du nicht selbst hast.Nach Ken Schoolland (Flash-Anime http://www.jonathangullible.com/mmedia/PhilosophyOfLiberty-english_music.swf, Epilog aus "The Adventures of Jonathan Gullible", deutsch: "Die Abenteuer des Jonathan Gullible" (Übersetzung einer älteren, kürzeren Version des Buches)
Während die Regierungen immer weiter darüber nachdenken, wie sie uns immer mehr Freiheit nehmen können, soll hier darüber nachgedacht werden, was Freiheit ist und wie man in Freiheit leben könnte.
Es ist schon oft gesagt worden: Anarchie heißt Herrschaftslosigkeit, aber nicht Gesetzlosigkeit. Eigentlich braucht eine Anarchie nur ein einziges Gesetz: "Gleiche Freiheit für jeden". Etwas völlig anderes als "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"! Menschen sind nicht gleich, wer sie gleich machen will, muß sie unterdrücken. Der Unterdrücker ist dann "gleicher als gleich", also obenauf. Und Brüderlichkeit ist noch schlimmer. Brüder treten sich zu nahe. Am Ende haut der eine dem anderen eins über die Rübe, wie Kain dem Abel. Nein danke, mehr als Freiheit möchte ich nicht!
Ich widme diesen Text allen, die Freiheit wollen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich hoffe, wir Menschen finden einmal den Willen. Der Weg ist da.
Meinen besonderen Dank an K. H. Z. Solneman (1905 - 1991). Sein "MANIFESTO OF PEACE AND FREEDOM" erreichte mich, als ich an meinem Text schrieb, und half mir, einige Sachen klarer zu sehen und zu formulieren. Solnemans Werk wurde 1977 mit dem ersten Alternativen Friedenspreis des Alternativen Buchhandels ausgezeichnet. (Nachtrag v. 5. Juli 2004: Solnemans Sohn, John Zube, war so nett, mir das deutsche Original zu schicken und mir die Erlaubnis zu erteilen, es bei mir zu veröffentlichen: http://www.hpo.net/users/hhhptdai/manifest.htm)
Solneman hat recht: Nur in Freiheit ist Frieden möglich. Wer Unterdrückung will, braucht Krieg.
Weitere Zitate:
Und Demokratie ist Scheiße: "Demokratie ist nichts anderes als ein Niederprügeln des Volkes durch das Volk für das Volk." (Oscar Wilde)
"Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren." (Verlogener Ausspruch des US-Präsidenten Abraham Lincoln. Das ist der, der junge Männer versklavte, um sie in den Krieg gegen die Südstaaten zur "Sklavenbefreiung" zu schicken.)
"Jeder, der imstande ist, sich zum Präsidenten wählen zu lassen, sollte um alles in der Welt daran gehindert werden..." (Harmloses Zitat aus Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis", besser: "Jeder, der uns regiert oder regieren will, sollte an Ort und Stelle erschossen werden." Das hört sich gnadenlos an, ist aber nur Notwehr. Früher oder später täten die uns den Tod oder Schlimmeres und Gnadenloseres an. Sie zwängen uns, andere Menschen zu erschießen oder zumindest ihre Morde, Kriege und Unterdrückung zu finanzieren.)
Inhalt
1.) Mein Freiheitswunsch
2.) Vorweg: Grundsätzliches zur Sprache
3.)
"Wörter" verhindern
Freiheit
3.1) Wortdefinitionen
3.1.1) Freiheit
3.1.2) Gewalt
3.1.3) Gegengewalt
3.1.4) Frieden
3.1.5) Demokratie
3.1.6) Recht
3.1.7) Verbrechen
3.1.8) Krieg
4.) Statt Menschenrechte ein Menschenrecht!
5.) Aussagen zur persönlichen Freiheit
6.) Freiheit beginnt im Kopf
7.)
Freiheit und Gesellschaft
7.1) Vorweg: Revolution oder Evolution
7.2) Freiheit und Demokratie
8.) Meine Vorstellungen zur Gesellschaft
9.)
Die Gesellschaft ist eine Ordnung um das Individuum
9.1) Das Programm
9.2) Der Einzelne
9.3) Die Familie
9.3.1) Vom Einzelmenschen zur Familie
9.3.2) Feinde der Familie
9.4) Gemeinwesen
9.5) "Staat"
9.5.1.) Entwicklungshilfe etc.
9.5.2.) Steuern
9.5.2.1) Objektsteuern
9.5.2.2) Öko-, Kfz- und Mineralölsteuer
10.)
Wirtschaft
10.1.) Zinswirtschaft
11.) Eigentum
12.) EU und Globus
13.) Selbstständigkeit
14.) Arbeit
15.)
Diverse Gedanken und diverse Themen
15.1) Akademische Titel
15.2) Einwanderung, Asyl und Gastarbeiter
15.3) Der Islam, der Fortschritt und der Westen
15.4) Religion
15.5) Mindesteinkommen, Höchsteinkommen, Reglementierung?
15.6) Einfuhrzölle
15.7) Nationalismus
15.8) Verbrechen und "Strafen"
15.9) Gefängnisse
15.10) Schule
16.)
Zitate
16.1) Étienne de La Boëtie
16.2) Verschiedene Meinungen von "Anarchisten"
17.) Zum Schluß: Zukunftsvision düster
1. ) Mein Freiheitswunsch
Freiheit ist der einzige würdige Zustand --- für mich. Wäre ich frech, würde ich mir anmaßen, zu sagen "für den Menschen". - "Untertanenwürde"? Gibt es so etwas? Wohl eher Menschen ohne Würde. - Wer sie halt nicht braucht...
(Wie!? Untertanentreue!? - Ach ja, dieee, die immer meinen, Hunde seien besser als Menschen. "Pfui, Rex!" - "Fass!! Rex!!!" - "Platz, Rex!" - "Brav, Rex!")
Ich bin Anarchist (an = nicht, arche = Herrschaft). Ich will keine Fremdherrschaft über mir, weder die eines Monarchen, noch die eines Diktators, auch nicht die der "Mehrheit", keine "Volksherrschaft", keine "Diktatur des Proletariats", nicht einmal eine "Rätedemokratie mit ihrem imperativen Mandat" - und was es noch gibt.
Für mich gibt es keinerlei Verpflichtung,
die Gesetze eines Staates einzuhalten, da ich seinen Gesetzen nie
zugestimmt habe. Ich fühle mich nur verpflichtet,
Verpflichtungen einzuhalten, die ich selbst eingegangen bin. Nur
durch den Terror der Herrscher werde ich bezwungen.
In einer Demokratie machen sich die, die mit ihrer Stimme die
Herrschaft wählen und "legitimieren", mir gegenüber
schuldig, da "ihre Vertreter" mir Gewalt antun, indem
sie gegen das Prinzip der "Gleichen Freiheit für
jeden" verstoßen und für sich Freiheiten herausnehmen, die
sie mir wegnehmen.
Auch die Vertreter, Mitläufer und Handlanger anderer
Staatsideologien, wie der Sozialstaatideologie, des Kommunismus,
des Faschismus und des Monarchentums, begehen gegenüber Leuten
wie mir und anderen, denen die Ideologie nicht zusagt, ein
Gewaltverbrechen.
Anarchismus ist keine Ideologie. Ein Anarchist will niemandem etwas aufzwingen. Ein Anarchist will nichts von EUCH, Ihr Anhänger einer Staatsideologie, außer dass Ihr ihn in Ruhe laßt und Euch nicht in seine Angelegenheiten mischt.
IHR, Ihr Anhänger einer Staatsideologie, seid es, die etwas von uns haben wollt. Und IHR verlangt viel: unser Eigentum (Steuern, Beiträge für Zwangsversicherungen, die wir nicht wollen, Strafgelder bei Übertretungen von Verboten, die wir nicht anerkennen etc.), unsere Freiheit (Wehrdienst, Ersatzdienst, Gefängnis, Impfzwang etc.), unseren Frieden (Kriege, die IHR anzettelt und die wir nicht wollen). EUER Staat ist der größte Menschenfresser überhaupt. EURER Staatsidee wurden allein im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen geopfert. EURE Staatsidee hat uns den Kalten Krieg mit seiner atomaren und konventionellen Hochrüstung und Ressourcen-Verschwendung beschert. Und im Namen von Staaten wird immer noch weiter gemordet, verstümmelt und unterdrückt. IHR habt kein Recht, uns Vorwürfe zu machen, dafür habt Ihr als Herrscher bzw. Mitläufer viel zu viel Dreck am Stecken.
WIR Anarchisten sind bescheiden, IHR seid
unfair, unverschämt unfair. Wir wollen gleiche Freiheit für
jeden. Ihr wollt mehr Freiheit oder gar alle Freiheit für euch,
für Euer Herrschaftssystem, für Eure Herrscher. Ihr tut uns
Gewalt an.
Aber ich will nicht nur klagen und anklagen, sondern konkret
Vorschläge zu unserem Zusammenleben in Freiheit und Fortschritt
machen, und ich will mich möglichst kurzfassen:
2.) Vorweg: Grundsätzliches zur Sprache
Texte sollten klar und für jeden auf Anhieb verständlich sein. Das menschliche Wissen steigt und jeder sollte danach streben, sich möglichst viel Wissen anzueignen. Dummheit und Unwissenheit sind keine Tugenden, oder höchstens Sklaven-Tugenden, denn nur die Unfreiheit profitiert von ihnen. Ökonomie im Umgang mit der Sprache tut also Not. Das Wichtigste in kurzen Sätzen und im Überfliegen verständlich wäre optimal. Viele Informationen in Kürze.
Zu viele formulieren bis ins letzte Detail klug und kritisch. Viele Worte wenig Publikum. Es macht aber in der heutigen Massengesellschaft kaum einen Unterschied, ob man wenige Leute erreicht oder gar keine.
Andere wollen den Leser gar nicht
informieren, sondern steuern. Sie schlagen einseitig mit
Informationen und Details zu, argumentieren und unterstellen
unsachlich. Ihre Leser sollen nicht selbst und frei denken.
Es ist aber für jeden Einzelnen besser, selbst und frei zu
denken. Auch die Gesellschaft als Ganzes profitiert von der
freien, geistigen Tätigkeit jedes Einzelnen.
Besser als lange Zeitungsartikel zu einem Thema sind knappe, informative Presse-Übersichten wie z. B. für Spitzen-Politiker, -Manager u. a. News ohne Wortschwall, Haß und Hetze, aber dafür viele wichtige News.
Im Interesse aller Kürze und Sache!
---- Keine Scham! Lange Formulierungen haben noch lange nichts mit Bildung und Intelligenz zu tun. Lang- ist sogar einfacher als Kurzfassen.
Auch bei unserer Zeit und den Themen, für die wir uns einsetzen, ist Ökonomie angebracht. Nebensächlichkeiten verdienen nicht unser ganzes Engagement. Jeder mache mit sich selbst aus, was ihm nebensächlich ist. Aber nachdenken sollte man darüber.
3.) "Wörter" verhindern Freiheit
"Der
Kaiser ist nackt", sagt man, wenn man meint, man hat etwas
durchschaut, aber nichts hat man durchschaut: Es gibt in
Wirklichkeit keine Kaiser, nur die Wahnvorstellung, dass ein
Mensch Kaiser ist.
Götzenanbeter halluzinieren einen Kaiser, wo nur ein
gewöhnlicher Mann ist. (Frederick Mann http://www.mind-trek.com/reports/tl07a.htm
engl.)
"Die Sprache schafft Gespenster, die in unseren Kopf geraten und uns hypnotisieren." (Robert Anton Wilson)
Schon in meiner Schulzeit in den 50er und 60er Jahren, als unsere Lehrer immer von "Pflichten" redeten, auch besonders von der "Pflicht" gegenüber dem "Vaterland", sträubte ich mich gegen diese Begriffe. Pflicht gibt es nur gegenüber Verpflichtungen, die man selbst eingegangen ist. Nur ein Narr lässt sich Pflichten aufzwingen, die er selbst nicht eingegangen ist, und Leute mit einer Veranlagung zur Untertänigkeit.
Man muß das, was wirklich vorhanden ist, vom Ideologischen trennen. Konkret gibt es Tisch und Stuhl und dergleichen. Totale Narren bestreiten zwar auch das, aber es ist etwas anderes, als wenn man über Götzen, Gespenster und Ideale streitet. Konkret gibt es einzelne Menschen, auch einzelne Menschen, die sich zusammentun, weil sie etwas Gemeinsames wollen, freie Gemeinschaften, man kommt und geht, wie man will, aber "Staat", "Nation", "Vaterland" sind Ideologien, ideologisch zusammengefügte Zwangsgemeinschaften. In Wahrheit stehen hinter diesen Wörtern nicht alle. Es wird nur so getan, und es wird versucht, mit diesen Ideologiewörtern möglichst viele zusammenzutrommeln. Wem das Werk und die Untaten der eigenen Arme nicht reicht, der braucht eine Gefolgschaft.
Ideologien sind wie Religionen
Zwangsvorstellung, ein Zwang, der den Menschen ein
"Ideal", d. h. eine Lüge (denn Ideale gibt es nicht),
aufzwingt, "Staatstreue", "Vaterlandsliebe",
"Nationalismus". Profitieren tun immer nur einige
Wenige davon. Das Opfer der gläubigen Gefolgschaft bringt
Demagogen an die Macht.
Ideologien, Religionen und ihre Worthülsen wie "Gott",
"König", "Kaiser", "Staat",
"Gesetz", "Volk", "Flagge",
"Pflichten", "Menschheit",
"Vaterland", "Arbeiterklasse" (Wie klasse hat
man mit dieser Worthülse im kommunistischen Machtblock, den
"Arbeiter-und-Bauern"-Paradiesen, die Bevölkerung
stranguliert!), "Moral", "Ethik",
"Rechte", "Erbsünde", "Schuld der
Deutschen" (Eine moderne Version der "Erbsünde"
nur für Deutsche! Ich weiß, wer die verbotene Frucht nicht
gekostet hat, wird jetzt böse.) und das sogenannte
Politisch-Korrekte zwingen den Menschen etwas, was konkret gar
nicht vorhanden ist, auf und dienen so seiner Unterdrückung und
verhelfen einigen Wenigen zu Macht und zu Vorrechten. Es ist also
wichtig, diese "Wortgespenster" als substanzlos zu
durchschauen.
"Ich habe vielen Leuten gesagt, sie sollen mir mal ne
Regierung zeigen, und erklären, wie so etwas aussieht. Keiner
war in der Lage dazu. Natürlich gibt es Hochstapler, die
behaupteten die "Regierung" zu sein, genauso wie des
Dumme (sucker) gibt, die an so etwas glauben, die ihr
blind gehorchen, die sie blind bekämpfen..." (siehe
"The One-Word Lie" von Fredrick Mann http://www.mind-trek.com/reports/tl07a.htm)
Robert Prisig schrieb in "Zen and the
Art of Motorcycle Maintenance": "Wenn eine Revolution
eine systematische Regierung zerstört, aber das systematische
Gedankenmuster, das die Regierung schuf, intakt lässt, dann
werden diese Muster sich selbst wiederholen in der kommenden
Regierung..."
Es ist ein Aberglaube zu glauben, wenn jemand das Maul aufreißt
und schreit: "Lasst mich regieren!", wenn
"man" ihn "lässt", er es auch kann. Er ist
ein Mensch, ich bin ein Mensch. Ich beherrsche mich und er sollte
sich beherrschen. Er hat es nötiger bei seinem Hochmut und
seiner Herrschsucht! So ein Kerl will mich beherrschen!?
3.1) Wortdefinitionen (in Anlehnung an K. H. Z. Solnemans THE MANIFESTO OF PEACE AND FREEDOM http://www.butterbach.net/epinfo/The_Manifesto.htm bzw. deutsch: http://www.hpo.net/users/hhhptdai/manifest.htm Wortreiches Dokument mit vielen Wiederholungen!)
3.1.1) Freiheit...
...heißt auf gesellschaftlicher Ebene: "Gleiche Freiheit für
jeden" (nicht Gleichheit!). Wenn ein Mitglied der
Gesellschaft mehr Freiheit hat als andere, dann hat er dieses
Mehr an Freiheit auf Kosten der anderen, d. h. er
"herrscht". Hat jemand weniger Freiheit als ein
anderer, dann wird er "beherrscht". (Der längere
Originaltext von Solneman befindet sich auf http://www.anarchafeminismus.de/allgemeines/positionen.htm
und http://ajak.piranho.at/a_def.html
)
3.1.2) Gewalt....
.. ist ein Angriff auf den Bereich der "Gleichen
Freiheit" eines anderen. Gegenwehr gegen einen solchen
Angriff ist keine Gewalt, sondern Notwehr.
3.1.3) Gegengewalt...
... gibt es nicht, nur Notwehr. Denn Gewalt ist immer aggressiv.
3.1.4) Frieden...
... herrscht nur da, wo keine Gewalt herrscht. Folglich gibt es
gegenwärtig keinen Frieden. Auch wenn nicht gekämpft wird, gibt
es permanent die einseitige Gewalt des Staates gegen seine
Untertanen.
Pax Romana, Pax Mongoliana, Pax Americana sind Fehlbenennungen.
3.1.5) Demokratie...
... ist eine Ideologie, die die Interessen des Einzelnen den
vorgegebenen (!) Interessen der Mehrheit unterordnet. Bei diesem
System der Unterdrückung lassen sich "Volksvertreter"
von den Bürgern für irgendwelche Wahlversprechen zu Herrschern
wählen. Eine Verpflichtung zur Einhaltung der Wahlversprechen
gibt es nicht. Die Bürger, die nicht für die Herrscher gestimmt
haben, werden trotzdem von ihnen unterdrückt.
Noch ein Wort zur Repräsentativen Demokratie:
Wenn ein Parlament nach dem Verhältniswahlrecht das ganze Volk repräsentieren soll, dann müssten, wenn die Gesamtbevölkerung von 1000 Abgeordneten vertreten wird, bei einer Wahlbeteiligung von nur 70% 300 Sitze frei bleiben. Tatsächlich werden aber immer alle Parlamentssitze an die "Wahlgewinner" verteilt, als ob die 30%, die nicht gewählt haben und so ihre Abneigung gegen das Abgeordnetenangebot zum Ausdruck gebracht hatten, trotzdem von ihnen repräsentiert werden wollen. (Diese Beurteilung wurden ebenfalls "The Manifesto of Peace and Freedom" von K. H. Z. Solneman entnommen.)
Sowieso, wie kann ein Mensch einen anderen Menschen vertreten, noch dazu, wo er nicht einmal verpflichtet ist, das zu tun, was der andere Mensch will und was er ihm versprochen hat?
Bei geringer Wahlbeteiligung die Abgeordneten zu sparen, hätte natürlich auch den Vorteil, dass das Regieren billiger wird, also wirklich gespart wird!
Noch mehr kann man sparen, wenn man von vorn
herein erkennt, dass Parteiendisziplin herrscht und die Mehrheit
entscheidet, die unterlegene Partei mit ihren Abgeordneten also
gar nicht gebraucht wird. Nicht nur kann man deren
Abgeordnetengehälter sparen, die Abgeordneten der unterlegenen
Partei können sich auch ihre Reden ersparen, da sie ja nutzlos
sind. Und damit ist auch schon das ganze Parlament überflüssig.
Die Regierenden könnten sich dann effektiver ums Regieren
kümmern.
Wozu brauchen wir Abgeordnete?
(Diese Frage stammt aus dem HAWIK [=
Hamburg-Wechsler-Intelligenz-Test für Kinder] und wird in
"System ubw" - Zeitschrift für Klassische Psychologie
- 20. Jahrgang, Heft 1, Juni 2002 von Fritz Erik Hoevels
ausführlich besprochen.) Die Antwort auf diese Frage ist ganz
einfach: Weil es in der Praxis zu umständlich ist, alle Bürger
zu fragen.
Am nächsten Sonntag (11.07.04) sind hier in Japan
Oberhauswahlen. Und gerade stellte das Fernsehen hier das
Oberhaus vor. Jeder Abgeordnetenplatz hat drei Knöpfe: grün,
gelb, rot. Mit ihnen stimmt er ab. Meine TV-Fernbedienung hat
auch solche bunten Knöpfe, mit ihnen kann ich mich an - meist
ziemlich albernen - Spielchen in der Glotze beteiligen. Die
technischen Möglichenkeiten wären also heutzutage gegeben, dass
das "Volk" ohne Umweg über unzuverlässige Abgeordnete
direkt mitentscheidet.
Austreten!
(Nachtrag v. 12.07.04) Auf meine resignierte Feststellung, dass
es, da nur wenige Leute Interesse an Anarchie bezeugen, bei
Etatismus und Unfreiheit bleiben wird, schrieb mir John Zube:
"Sollte es auch, für die
Staatsgläubigen. Die verdienen diese Strafe. Aber die anderen
sollten austreten dürfen und das sollte so selbstverständlich
gemacht werden wie das 'Austreten' zu einer Toilette, wenn man das fuer
notwendig befindet."
3.1.6) Recht
Recht ist immer nur das Recht, das aus "Gleicher Freiheit
für jeden" resultiert und was diese Freiheit impliziert,
Notwehr z. B.
Die von Politikern und Juristen zusammenfantasierten
Paragrafenwerke enthalten sehr viel mehr Unrecht als Recht!
3.1.7) Verbrechen...
... definiert nach "Gleicher Freiheit für jeden" ist
Gewalt, jeder Akt, begangen nach dem Motto: "Mir ist
erlaubt, was dir nicht erlaubt ist", also Mord und
Totschlag, tätlicher Angriff, Vergewaltigung, Versklaven, Raub,
Diebstahl und Erpressung.
Verbrecherisch sind also viele Akte des "Staates" wie:
a.) Raub in Form von sogenannten Steuern und Freiheitsberaubung
der Opfer bei Entziehung des "Steuer"-Raubes, außerdem
zwingt der "Staat" Leute zum Training mit der Waffe und
zum Mord mit der Waffe, andere zwingt der "Staat" zum
sogenannten "Zivildienst",
b.) Überfälle und Straßenraub durch Bedienstete des
"Staates",
c.) Überfall und Freiheitsberaubung von Drogenbenutzern und
-händlern (Rauschgiftverbote sind schon ein Verbrechen an sich,
aber sie treiben auch die Preise enorm hoch, fördern
organisiertes Gangstertum und Beschaffungskriminalität und den
repressiven Polizeistaat),
d.) Überfall und Freiheitsberaubung von Leuten, die sich
Verbrechen des "Staates" widersetzen und nicht mit dem
"Staat" kooperieren.
Weitere Verbrechen sind: Zwangsimpfungen, Zwangstaufen (Bei mir
kam noch mit 13 eine Zwangskonfirmation unter dem Druck meiner
Eltern hinzu, "weil es sich gehört", aber zum 14.
Geburtstag bin ich sofort aus der Kirche ausgetreten.), Verbot
und Reglementierung von Prostitution und Pornografie, Verfolgung
von `freier Liebe`, Sexualität, Homosexualität und selbst von
sogenannter Pädophilie, wenn der junge Partner die Beziehung
wünscht. Sexuelle Bedürfnisse von jungen Leuten zu
unterdrücken, ist genauso ein Verbrechen, wie die sexuelle
Unterdrückung Erwachsener.
Weitere Verbrechen sind alle Angriffe auf die Privatsphäre eines
Menschen, Gesinnungsschnüffelei, Berufsverbote (á la Willi
Brandt), Ladenschlußgesetze (Der Besitzer eines Ladens kann
nicht über sein Eigentum verfügen) und alle Verbote, die die
freie Ausübung von Berufen verhindert, wie eine
Handwerksordnung, die den Meisterbrief als Voraussetzung zur
Zulassung als selbstständiger Handwerker erzwingt (Das schützt
die etablierten Unternehmer vor unerwünschter Konkurrenz und
hält die Preise hoch.), Werbung- und Preiswettbewerbsverbote bei
Ärzten und Rechtsanwälten (auch dadurch werden die Preise
künstlich hoch gehalten), darüber hinaus verbietet der
"Staat", Leuten ohne "staatliche"
"Genehmigung" die Ausübung des Heilberufs und der
Bevölkerung damit die freie Medizinmannwahl.
Keine Verbrechen sind: Versuche, Menschen zu heilen, ein Handwerk
auszuüben, sich "staatlichen" Übergriffen zu
erwehren, Steuern nicht zu zahlen, seine Meinung zu sagen,
Geschäfte zu machen, das Leben zu genießen, zu lieben,
Pornografie zu produzieren und anzugucken, zu huren, sich
selbst (!) mit Drogen, Nikotin und Alkohol zu ruinieren,
Selbstmord zu begehen (wurde früher als Mord bestraft, weil das
Leben angeblich Gott gehörte, trotzdem gab es Todesstrafe und
mörderische Folter unter diesen klerofaschistischen und
-absolutistischen Regimes, und auch heute noch wird der
Euthanasiewunsch vieler Schwerstkranker in den meisten Ländern
ignoriert, besonders auch in "Staaten", die
normalerweise nicht einmal vor Massenmorden zurückschrecken.) u.
v. m.
3.1.8) Krieg...
... ist das allerschlimmste Verbrechen des "Staates".
Es ist Massenmord an den eigenen, jungen Leuten (Soldaten) und
denen der überfallenen Nation und ebenfalls an der
Zivilbevölkerung. Die meisten Leute haben durch den Krieg nichts
zu gewinnen, was einen so hohen Einsatz wie das Leben
rechtfertigt. Schon der verstärke Steuerraub durch den
"Staat", um den Krieg zu finanzieren, bringt der
Bevölkerung nichts außer Armut.
4.) Statt Menschenrechte ein Menschenrecht!
Gleiche Freiheit für jeden Menschen.
Menschen sind nicht gleich. Jede Gleichmacherei von "oben" ist Unterdrückung. Alles, was einem jeden Menschen zusteht, ist gleiche Freiheit. (K. H. Z. Solneman nannte es wie John Henry Mackay http://www.lsr-projekt.de/mackay.html vor ihm "gleiche Freiheit Aller".)
Es ist zwar leicht zu erkennen, dass "staatliche" Gewaltakte ausnahmslos gegen "Gleiche Freiheit für jeden" verstoßen und unterbunden gehören, aber eine Gesellschaft, die "Gleiche Freiheit für jeden" zu leben versucht, ist natürlich nicht problemlos. Was sie nicht tun sollte, ist ziemlich klar: Nicht Entscheidungen fällen, die ausschließlich den Einzelnen und sein Eigentum betreffen. Solche Entscheidungen kann jeder selbst treffen. Problematischer sind Gemeinschaftsprojekte und Angelegenheiten der allgemeinen Sicherheit. Grundsätzlich ist es aber besser, die Betroffenen vor Ort entscheiden darüber als ferne Beamte und Regierende, die noch dazu von Tausenden von Lobbyisten und Interessen gesteuert werden.
Nur zwei Beispiele aus dem Leben:
1. Für unser altes Dorf, vor
Jahrzehnten schon gegen den Willen der Bürger einer Stadt
einverleibt, wird von "oben" (also der Stadt)
entschieden, dass die Seeuferpromenade und -straße ausgebaut
werden. Nicht nur, dass es den Anliegern gar nicht recht war,
denn es bedeutete mehr Verkehr vor dem Haus, sie wurden auch noch
gezwungen, sich an den Kosten zu beteiligen! Etwa 20 000 DM pro
Anlieger je nach Grundstück. Eigentum verpflichtet schließlich.
Warum eigentlich? - Ach, ja. von den Steuern kann man es dann
wieder absetzen. Wenn die Bürokratie gnädig ist, bekommt man
einen Teil seines eigenen Geldes zurück.
2. Abgelegene Gegend, breite Straße, breite Bürgersteige, sehr
übersichtlich, weit hinten auf einer Wiese ein kleiner
Kindergarten. Ich habe dort noch nie Kinder gesehen, wohl weil
ich immer nur im Sommer da bin. Geschwindigskeitsbegrenzung in
der Nähe von Kindergärten ist heutzutage ausnahmslos 30 kmh. Da
die Stelle zum schneller Fahren einlädt, ist es ein beliebter
Ort für Radarfallen. Reiner Straßenraub! Die Leute von
"meiner" Werkstatt direkt an der Stelle klagen:
"Wir sind schon so oft da reingerasselt. Mal müssen wir
schnell ein Ersatzteil holen, mal werden wir schnell zu einer
Unfallstelle gerufen..."
Geschwindigkeitsbeschränkungen sind Unterdrückung!
Die Autofahrer werden so unmündig gehalten, dass die meisten da,
wo wirklich Kinder spielen, gar nicht langsam fahren, nach dem
Motto: Wenn es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, gibt es
auch keine Radarfallen.
Die sichere Geschwindigkeit eines Fahrzeugs von "oben"
zu bestimmen, ist absurde. Sie hängt nämlich von Variablen ab:
Verkehrsaufkommen, Wetter, Wagentyp, Zustand der Bremsen,
Fähigkeiten des Fahrers etc.
Geschwindigkeitsbegrenzungen werden ständig übertreten. Sie
haben einfach zu wenig mit Sicherheit und Vernunft zu tun,
sondern mehr mit Abzocken. Die Bürger sehen sie nicht ein.
Wenn diese Begrenzungen jetzt durch Geschwindigkeitsempfehlungen
bzw. Bitten von Anliegern zum langsameren Fahren ersetzt würden,
wie wäre das?
Erstens, Radarfallen und damit Straßenraub entfielen. Autofahren
wird angstfreier. Fahrer konzentrieren sich mehr auf den Verkehr
und nicht auf den Straßenrand.
Zweitens, Bitten leistet man lieber Folge als Befehlen, die
menschliche Gesellschaft würde entspannter, freundlicher und
höflicher, Autofahrer fühlen sich als reife Menschen,
entwickeln Verantwortungsgefühl auch in anderen Bereichen ihres
Lebens. Die Gesellschaft macht Fortschritte. An der
Unfallstatistik ändert sich zunächst wahrscheinlich nichts
Wesentliches.
Drittens, da es noch immer vorkommt, dass mal Kinder überfahren
werden, stürzen sich Politiker auf diese Fälle, präsentieren
sie in aller Schrecklichkeit und machen die "Freiheit"
verantwortlich für den Tod der Kinder...
5.) Aussagen zur persönlichen Freiheit
Gesund ist besser als krank, stark besser als schwach, intelligent besser als dumm, reif besser infantil, ebenso Würde besser als Würdelosigkeit, Ehrlichkeit besser als Lüge, Sauberkeit besser als Schmutz, Disziplin besser als Disziplinlosigkeit - wer sich gehen läßt, wird schnell der Sklave seiner Faulheit und Dummheit - und schließlich der Sklave anderer.
"Reich ist besser als arm", ist nur solange richtig, solange man nicht der Sklave seines Reichtums ist. - Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Der Zweck: Kaufen, Konsumieren. Das Endziel: Glücklicher-sein. Zu viele (Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Bankräuber etc.) vergessen aber beim "Geld-machen" das Glücklich-sein, also den Zweck.
Der Superlativ der Unfreiheit ist die Sucht. Wer ohne Rauschgift, Nikotin, Alkohol oder wonach immer er süchtig ist, Geld, Sex, Ruhm etc., nicht leben kann, ist definitiv nicht frei. Und auch wer sich von seinen Gefühlen (Liebe, Zorn, Hass, Freude, Trauer etc.) überwältigen läßt, ist ein Besiegter.
Aber jeder hat die Freiheit, sich zu ruinieren. Hilfe von anderen, wie von "Vaterstaat", darf er nicht erwarten, wenn er sich ruiniert hat. Das hieße ja, die Allgemeinheit für das Versagen einzelner zu bestrafen. "Taten haben Folgen." Das muss man als Mensch wissen.
Das frühe Ableben von Versagern dient dem
Fortschritt der Menschheit. Das mag kaltherzig klingen. Aber das
gegenwärtige System ist noch viel grausamer. Es
"bestraft" Drogenbenutzer, selbst wenn sie nicht einem
einzigen ihrer Mitmenschen geschadet haben, indem es sie, bevor
sie sich selbst ruiniert haben, mit langen Gefängnisstrafen
ruiniert. Einige südostasiatische Staaten haben sogar die
Todesstrafe für Drogenbesitz.
Noch einmal zur Erinnerung: Wir haben der Staatsidee, dem
"Vaterstaat", der angeblich mit seiner Bevormundung
für uns in unserem "eigenen Interesse" sorgt, allein
im 20. Jahrhundert über 100 Millionen Menschen geopfert. Viele
mehr sind zu erwarten, wenn wir uns nicht jeder Herrschaftsform
entledigen.
Hinzukommt noch, dass die staatlichen Geheimdienste die größten
Drogendealer sind! Es gibt viel Literatur dazu (CIA Pike Report
etc.). Ich möchte hier nur das Buch "Im Namen des
Staates" von dem ehemaligen Bundesminister und
Staatsekretär Andreas von Bülow empfehlen.
6.) Freiheit beginnt im Kopf
Wer durch Anpassung, Erziehung, Tradition
und Moral schablonisiert ist oder vollständige Systeme
übernimmt wie Religionen, Ideologien, Parteiprogramme und dann
nur in deren Schemata denkt, ist nicht frei. Was er denkt, wird
weder für ihn selbst noch für die Allgemeinheit ein großer
Zugewinn sein.
7.) Freiheit und Gesellschaft
7.1) Vorweg: Revolution oder Evolution:
Ideal wäre, wenn gesellschaftliche Veränderungen nicht
durch Revolution und Zerstörung stattfinden, sondern durch
Evolution. Evolution hat gegenüber Revolution den Vorteil, dass
Entwicklungsphasen überdacht und Fehlentwicklungen korrigiert
werden können. Außerdem ist es zu schade um die Sachwerte, die
bei Revolutionen zu Bruch gehen.
Wir sollten nicht auf Revolutionäre hören, die uns
sagen, das Alte muß erst restlos zerschlagen werden, bevor das
Neue, Gute, Beste entstehen kann. In der neuen Gesellschaft sitzt
der Revolutionär im Ministersessel und die Bevölkerung leistet
den Wiederaufbau. Nicht der beste Deal für die
Bevölkerung.
Überhaupt: Gewaltmenschen, ob Herrscher, Untertanen oder
Revolutionäre, schaffen nichts Gutes. Man enthalte sich
möglichst der Gewalt, laufe ihr nicht nach und schlage nie als
erster zu.
Nur in Notwehrsituationen ist "Gewalt"
gerechtfertigt... notwendig! Aber diese "Gewalt" ist
keine Aggression, sondern Wehren (siehe Wortdefinitionen). Jeder
Angegriffene hat das Recht auf Selbstverteidigung. Wer z. B.
einen Einbrecher oder Eindringling erschlägt, sollte dafür auf
gar keinen Fall bestraft werden. Auch gegen An- und Übergriffe
des "Staates" und seiner Vollstrecker hat natürlich
jeder das Recht, sich zu wehren.
Der "Staat" maßt sich an, das Gewalt-Monopol zu
besitzen. Tatsächlich ist der Staat ein aggressives Monster, das
kein "Nein" akzeptiert. Wer auch nur bei einem
nichtigen Anlass wie Missachtung eines Parkverbots konsequent bei
seinem "Nein" bleibt und nicht zahlt, dürfte es in den
meisten Staaten bis zur Festnahme bringen, und wenn er sich der
widersetzt, sogar sein Leben verlieren.
Wer Notwehr übt, muss den
Angreifer treffen und niemals an x-beliebigen seine Rache nehmen.
7.2) Freiheit und Demokratie
Wer die Demut besitzt, sich der Gewalt zu beugen, ist kein
freier Mensch. Eldridge Cleaver hatte es mal stolz so formuliert:
"Kein Sklave sollte eines natürlichen Todes sterben!"
Was heißt: Lass dich nicht versklaven, kämpfe bis zum Tode für
deine Freiheit! Lieber tot, als Sklave!
Andererseits hat natürlich jeder die Freiheit, ein Sklave zu
sein. Kein Verbot für SM-Clubs. Solange die Opfer es mögen, ist
es in Ordnung. Aber der Verzicht auf Freiheit ist ein gar zu
verbreitetes Phänomen. Und wenn die Mehrheit
"(pseudo-)demokratisch" Unterdrückung und Bevormundung
wählt, trifft es auch Minderheiten wie mich. - Übrigens ein
verbreiteter Irrtum: "Demokratie" gleich "absolute
Herrschaft der Mehrheit" zu setzen. Ursprünglich gehörte
selbst zur Demokratie-Idee das Tolerieren von Minderheiten und
die Möglichkeit, unabhängig vom Geschmack der Mehrheit nach
eigener Façon glücklich zu werden, solange kein wirklicher
Schaden für die Allgemeinheit, andere Minderheiten und
Einzelpersonen entstand.
In der Praxis ist es dann anders gekommen. Eine Anekdote:
Die Kunden eines Lebensmittelgeschäfts "wählen",
indem sie kaufen, mehrheitlich Spinat der Marke X. Es gibt aber
auch die weniger populären Marken Z und Y. Würde der Markt wie
unsere Demokratien funktionieren, würden die Kunden der Marke X
verhindern, dass die, die die Marken Y und Z bevorzugen, an ihren
Spinat kommen. Egal, was der Einzelne will. Die Mehrheit hat
entschieden: Alle müssen Marke X kaufen, auch, die die gar
keinen Spinat mögen. Und nicht nur das. Sie müssen den Spinat
auch aufessen!
Die "Mehrheit" "entscheidet", wer regiert,
und ALLE werden entmündigt. (Nach einer Anekdote von K. H. Z.
Solneman)
K. H. Z. Solneman hat dann zwei oder mehr
Regierungen für ein und dasselbe Lande in Erwägung gezogen,
damit mehr Leute das bekommen, was sie haben wollen. Außerdem:
Konkurrenz belebt das Geschäft. Regierungen werden billiger. Wer
zu teuer ist, dem laufen die Untertanen weg. Die einzelnen
Regierungen verhandeln dann untereinander, wie es Regierungen
heutzutage auch tun.
Sicher gibt es einige Punkte, wo mehrere Regierungen nicht sehr
praktikabel sind, z. B. wenn die eine Regierung Linksverkehr
einführen will, und die andere will bei Rechtsverkehr bleiben.
Den Wunsch der dritten Regierung nach einem Verbot aller Autos
läßt sich dagegen ganz leicht durchsetzen. Die Untertanen, die
diese Regierung gewollt haben, dürfen bei Strafe nicht mehr Auto
fahren.
Auch bei Kriegen ist dieses Mehr-Regierungen-System günstig.
Die, die die kriegslüsternde Regierung gewählt haben, zahlen
mit ihren Steuern für die Kosten des Krieges und stellen die
Soldaten, während die anderen weiter ihrem friedlichen Leben
nachgehen. Falls der Krieg verloren geht, brauchen die Sieger
auch nur an den Kriegsunterstützlern Rache zu nehmen.
Ich selbst hatte auch schon zu Zeiten des Kalten Krieges gedacht,
als man kurz davor war, ein atomares Inferno anzurichten, weil
man sich nicht einigen konnte, ob die Produktionsmittel in die
Hände von Kapitalisten oder Parteibonzen gehörten, dass doch
eigentlich kommunistische Betriebe und kapitalistische Betriebe
bzw. Systeme frei in ein und derselben Gesellschaft konkurrieren
könnten.
Die Kommunisten, die mehr wollen, als nur die Produktionsmittel
in den Händen der Arbeiter (Solche Betriebe gibt es sogar schon
lange innerhalb des sogenannten kapitalistischen Systems,
allerdings meist ohne kommunistischer Ideologie), die könnten
immer noch irgendwo ihren "Archipel GULAG" bekommen,
ähnlich wie einige Christen in Klöstern ihr "Dunkles
Zeitalter" erleben.
8.) Meine Vorstellungen zur Gesellschaft
Ich beschreibe hier MEINE Vorstellungen
zur Gesellschaft. In einer Gesellschaft, die diese
Richtlinien befolgt, möchte ICH leben. In einer solchen
Gesellschaft hätte der einzelne alle Freiheiten, solange er
nicht die Freiheit seiner Mitbürger einschränkt. Eine Partei,
die auf eine solche Gesellschaft hin arbeitet, hätte meine
Unterstützung. Eine solche Partei gibt es aber nicht.
Unsere gegenwärtige Gesellschaft wird zwar von verschiedenen
Seiten scharf kritisiert. Gute Kritiker gibt es sowohl im
sozialistischen als auch im nationalen Lager. Erscheinen mir die
Kritiken auch berechtigt, die Endziele erscheinen MIR nicht
erstrebenswert.
Die Endziele dieser Gruppen sind starre Systeme, in denen der
Einzelne als unfreies Rädchen zu funktionieren hat. Unfreie
Menschen aber stagnieren. In solch unfreien Gesellschaften gibt
es daher kaum Fortschritt.
Das Endziel sollte heißen: "Gleiche Freiheit für
jeden".
Es wird auch zu viel gesellschaftskritische Energie für Themen aufgebracht, die konkret dem Einzelnen wenig bringen. Wir sollten uns mehr gegen Bevormundung durch den "Staat" in unserer unmittelbaren Umgebung engagieren, also gegen Vorschriften, die uns, unsere Familie, unseren Besitz, Geld, Haus, Garten, Gartenzaun, unser Auto, unseren Fahrstil etc. betreffen. Freiheit beginnt in der nahen Umgebung, unser Glück auch.
"ICH bin ICH!" Das sollte jeder von sich sagen können. Leider wird die Einzigartigkeit, die jeder besitzen sollte, durch die Allgemeinheit und durch Regeln unnötig unterdrückt. Das ist ein Verlust an Möglichkeiten und Schaffenskraft sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Das Sich-Selbst-Sein wird oft als Egoismus
verschrien. Dafür gibt es zwei Gründe:
Erstens: "Starken" Leuten mit Gefolgschaft stört der
Eigen-Sinn anderer, also agitieren sie dagegen.
Zweitens ist durch diese "starken" Sender bei "schwachen" Leuten ein
Schuldgefühl entstanden: Sie plappern die Vorgaben von
Gemeinsamkeit, Pflicht und Unterordnung nach.
Drittens: Herde-sein ist bequem. Die "Lüge" von der
Schlechtigkeit des Individuums dient der eigenen Bequemlichkeit.
Tatsächlich sind Gruppen viel egoistischer als Einzelpersonen!
"In der Gruppe sind sie stark." Die Gruppendynamik
verbietet jede Zweifel. Gruppen sind rücksichtslos. Das gilt
nicht nur für Halbstarke, sondern für jede Gruppe, politischen
und unpolitische, bis hin zur Nation und darüber hinaus.
Jeder Einzelne mag ein vernünftiger Zeitgenosse sein, wenn man
allein mit ihm ist, erst in der Horde bzw. als Masse wird er
unberechenbar und gemeingefährlich. Das gilt für den Soldaten
ebenso wie für den Hooligan (http://www.hooligans.de/
ganz angepasst "gegen Faschismus, Drogen und
Kinderporno"!) oder ein Parteimitglied.
Jedes Mitglied der Gesellschaft sollte nach
individueller Freiheit streben und nicht Herde sein. Gesetze und
Gesellschaft sollten individuelle Freiheit nicht einschränken,
sondern ermöglichen und sichern.
Und jeder Mensch sollte sich immer wieder sagen, dass der andere
anders ist und ein Recht dazu hat!
Jedes Glied der Gesellschaft, vom Individuum angefangen, ist für sich selbst frei und verantwortlich.
Eine anarchistische Gesellschaft ist zwar
ohne Herrscher, aber nicht ohne Gesetze, beziehungsweise Regeln,
Vereinbarungen!
Einmal muss man das eine Menschenrecht "Gleiche Freiheit
für jeden" vor Angreifern jeder Kolorierung, Dieben,
Mördern, Pfaffen, Politikern und anderen herrschsüchtigen
Menschen schützen, zum anderen müssen die Mitglieder von
Gemeinwesen "Gleiche Freiheit für jeden" für
Grenzsituationen definieren und die ganze Gemeinschaft
betreffende Angelegenheiten regeln.
Im Gegensatz zu den aggressiven Institutionen des
"Staates" braucht die anarchistische Gesellschaft nur
eine defensive Institution, die bei Angriffen auf die
"Gleiche Freiheit für jeden" abwehrend einschreitet.
"Wer meine Freiheit nicht achtet,
dessen Freiheit achte ich auch nicht." Am einfachsten wäre,
wenn jemand, der das Grundrecht "Gleiche Freiheit für
jeden" übertritt, sich so an der "Gleichen
Freiheit" seines Opfers stieße, dass ihm in Zukunft die
Lust auf solche Verbrechen verginge. Wo das nicht möglich ist,
sollte die Gemeinschaft, in der es zu dem Verbrechen kam, auf
Grund ihres gesunden Menschenverstandes entscheiden, wie zu
verfahren ist.
Zwar hat das "Gesunde Volksempfinden" in der
Vergangenheit schon gefährliche Blüten (Schuld waren meist
Vorgaben des Systems.) getrieben, aber das gegenwärtige
Rechtssystem mit seinen parteiischen Richtern noch viel
schlimmere und ungerechtere.
Wenn schon Rechtsprechung, dann unparteiische. Besser als
menschliche... äh... fleischliche Richter wären
Computer-Richter, die auf Grund objektiver Daten entscheiden, wo
gegen Recht verstoßen wurde, und die dann auch das Urteil
fällen.
Z. B. bekommen dann alle Plakateabreißer die gleiche Strafe,
egal, ob die Plakate einer Systempartei oder einer
Außenseiterpartei gehören. BRD-Unrechtsalltag sieht anders aus.
Computer erlägen auch nicht dem Charme eines guten
Rechtsanwalts. Man hätte also gleiche "Gerechtigkeit"
für Arm und Reich. Überhaupt ist es unrecht, dass ein
Prozessausgang von den Fähigkeiten und Launen von Rechtsanwalt,
Staatsanwalt und Richter und vielleicht noch Schöffen abhängt.
Außerdem fallen Urteile oft aus Gründen, die gar nichts mit der
Straftat zu tun haben, wie Erscheinung, Hautfarbe, sozialer
Status, günstig bzw. ungünstig für Angeklagte aus. Wenn man
dem Computer weder solchen Informationen noch Vorurteile
einfüttert, wäre schon ein Stück Unrecht beseitigt.
9.) Die Gesellschaft ist eine Ordnung um das Individuum
Die "staatliche Ordnung" ist pyramidenförmig: Herrscher an der Spitze, die zweite Garnitur Herrscher eine Stufe tiefer, es gibt noch mehrere Garnituren "Radfahrer" (nach oben Bückling nach unten Treten!) und ganz unten das Volk. Der Trick besteht jetzt darin, diese Pyramide in eine ringförmige Gesellschaftsordnung zu überführen, in der jeder Einzelne sich in der Mitte fühlt.
9.1) Das Programm
Der Einzelne ist in abnehmender Bedeutung (!) Teil von
Familie, Wohngemeinschaft, Dorf, Stadtviertel, Stadt, Kreis,
Land, Staat etc. Die Grenzen und Gesetze einer jeden Einheit
werden von den jeweiligen Mitgliedern bestimmt. Es sollte jeweils
größtmögliche Autonomie herrschen.
Die Zahl der Gesetze sollte gering sein, die Texte klar, die
Anwendung allgemein. Sie sollten nicht einer Laune oder
momentanem Aktionismus entspringen, sondern möglichst soviel
Vernunft enthalten, dass sie lange ihre Gültigkeiten behalten.
Die Zustimmung aller sollte angestrebt werden.
Die Einhaltung der Gesetze wird von allen überwacht.
Jeder, der als Vertreter für die Allgemeinheit eine bezahlte
Tätigkeit ausübt (Staatsoberhaupt, Bürgermeister, Dorfschulze,
Richter, Sheriff, Straßenfeger etc.), sollte von der
Allgemeinheit eingesetzt und überwacht werden und gegebenenfalls
entlassen werden können.
Entscheidungen von Volksvertretern können von der Mehrheit der
Bürger annulliert werden.
Mit Hilfe elektronischer Medien (Internet, PC, Handy) lassen sich
heutzutage Volksabstimmungen leicht durchführen.
9.2) Der Einzelne...
... ist in allen Entscheidungen, die ihn betreffen, frei. -
Möchte das nicht auch jeder sein?
Mit Äußerlichkeiten beginnt es.
Konkret:
Von oben beim Kopf angefangen:
Freiheit, was Haarfrisuren bzw. Glatzen, Kopfbedeckungen wie
Hüte, Helme und Tücher betrifft.
Keinen Zwang zum Kopftuch vom islamischen Papa und keinen Zwang
ohne Kopftuch vom "Staat".
Was sollen solche lächerlichen Kopftuchgesetzen? Etwa die
islamische Frau von westlichen Freiheitswerten überzeugen? Und
wer religionslos ist, darf sich ein Kopftuch umbinden, was der
frommen Muslimin nebenan verboten ist?
Ebenso: kein Helmzwang, Hutzwang, Glatzenzwang, Haarzwang
("Glatzen abklatschen"), Dauerwellenzwang,
Haarfarbenzwang etc. (Lange Zeit war es Schülerinnen in Japan
verboten, die Haare zu färben; jetzt verlangen viele Arbeitgeber
"wegen der Kunden", dass die Angestellten ihre Haare
modisch färben.)
Kleidung: Jeder entscheidet frei, was er trägt, und ob er
überhaupt etwas trägt. Nacktheit in der Öffentlichkeit darf
nicht tabu sein. Der Anblick von Geschlechtsteilen schadet
niemandem wirklich, höchstens eingebildet. Einbildungen und
private Moralvorstellungen dürfen nicht die Rechte des Einzelnen
einschränken. Kein Zwang zur Nacktheit, kein Zwang zur Kleidung,
Entscheidungsfreiheit.
Fußbekleidung: Auch hier entscheidet der, dem die Füße
gehören.
Der Gesetzgeber in Deutschland hat doch tatsächlich das
Barfuß-Autofahren verboten. (Verstoß gegen ?? 23 StVO wird nach
Nr. 108 des bundeseinheitlichen Bußgeldkataloges mit einer
Geldbuße von EUR 50,-- sowie 3 Punkten im
Verkehrszentralregister geahndet). Wer wie ich morgens barfuß
ein paar Runden im Park läuft und auch im Winter nur barfuß in
Birkenstock schlüpft, fährt barfuß am sichersten.
Zurück zum Kopf:
Die Gedanken sind frei, sie auszusprechen auch. Keine Zensur,
freier Meinungsaustausch. Durch Zensur werden Menschen
bevormundet und unreif gehalten. Zensur dient auch nicht der
Wahrheit. Wenn man alle Seiten gehört hat, wird man der
Wahrheit näher kommen, als wenn eine Seite verboten ist. Wenn
ich alle sagen, meine ich wirklich alle, auch
Revisionisten, Rassisten, Antisemiten etc.!
Wer Meinungen verbietet, bevormundet. Wer bevormundet, nimmt sich
mehr Rechte gegenüber seinen Mitmenschen heraus, als der
Mitmensch hat. Das heißt: Der Mensch will die Ungleichheit, er
oben als Bevormunder, der andere unten als Bevormundeter. Solche
Menschen sind die schlimmsten.
Beleidigungen...
... fallen unter Meinungsäußerungen, und sollten nicht zensiert
und verfolgt werden. Anzeigen wegen Beleidigung fallen weg.
Beleidiger und Beleidigte machen es unter sich aus.
Zurückbeleidigen oder ignorieren.
(Als Außenseiter bin ich schon so oft wegen meines Aussehens und
meiner Ansichten mit Invektiven überhäuft worden, dass es mich
nicht wunderte, wenn man mich auch sogar wegen dieser Äußerung
beschimpft und beleidigt.)
Selbst rein verbale Morddrohungen sollten nicht verfolgt werden.
Der Morddrohende reagiert sich hoffentlich so ab, ohne zu morden.
Diese Art freier Meinungsäußerung ist besser als die
gegenwärtige Situation, in der der eine bei der kleinsten
Beleidigung mit gewaltiger Anwaltsunterstützung große
Entschädigungen und Bestrafung durchsetzt, während der Richter
bei einem anderen, der beleidigt oder gar mit Mord bedroht wurde,
es so hindreht, dass der Betroffene selbst schuld habe, weil er
zuerst Gott, Allah, das Andenken der Toten oder irgendeinen
Plutokraten kritisiert habe.
Kritik ist wichtig. Die Grenzen zwischen Kritik und Beleidigung
nicht klar. Viele Kritisierte fühlen sich beleidigt. Die Kirche
z. B. schlägt bei Religionskritik gerne gleich mit dem
Gotteslästerungsparagraphen 166 zu (siehe Verfolgung von
Karlheinz Deschner, Ketzerbriefe, Habsburg Recycling u. v. a.).
Wenn man dagegen Atheisten pauschal als Massenmörder beleidigt,
ist das weder Volksverhetzung noch Beleidigung oder Verleumdung
(siehe z. B. http://www.gkpn.de/hohmann.jpg
), wohl, weil Atheisten meist nicht systemkonform sind. (Wer
nicht vor Gott kniet, kniet wahrscheinlich auch nicht vor dem
System. Das System nimmt es deshalb mit den Rechten der Atheisten
nicht so genau: Zwangsabzug von Kirchensteuer bei
konfessionslosen Arbeitslosen und vieles mehr.)
9.3) Die Familie
9.3.1) Vom Einzelmenschen zur Familie.
Einzelne Menschen, die zusammenfinden, und sich als Familie
definieren, sind eine Familie. Ehe bzw. Familie ist eine reine
Privatangelegenheit. Der "Staat" hat nichts in der
Familie zu suchen, weder registriert er sie, noch begünstigt er
sie (z. B. bei den Steuern), noch übernimmt er Kosten für die
Familie wie Wohngeld, Schulausbildung etc.
In überwiegender Mehrheit entstehen Familien zwar dadurch, dass
Mann und Frau sich lieben und den Wunsch haben, das Leben
gemeinsam zu verbringen, eventuell Kinder zu haben etc., doch hat
niemand - auch keine Mehrheit - das Recht zu entscheiden, ob eine
Familie eine Familie ist. Dieses Recht hat nur die Familie
selbst. Familie ist eine rein private Angelegenheit der
Mitglieder. Gleichgeschlechtliche Paare können sich ebenso als
Familie verstehen wie Dreierbeziehungen oder Gruppen, die ein
Bedürfnis nach intimer, familiärer Nähe haben.
Die Mitglieder einer Familie regeln selbst - am besten
schriftlich - alle Rechte und Verpflichtungen ihres
Zusammenlebens und auch für ihr Auseinandergehen. Gemeinde,
"Staat", Kirche und andere Außenstehende haben
keinerlei Rechte, sich in Familienangelegenheiten ungefragt
einzumischen. Staatliche Gesetze zur Ehe und Familie, wie
Inzestverbot, Scheidungsrecht und staatliche Regelungen von
Unterhalt und dergleichen entfallen. An die Stelle treten die
Vereinbarungen, die die Mitglieder einer Familie selbst
freiwillig eingegangen sind. Diese Vereinbarungen sind bindend.
Eine höhere Instanz hätte eventuell im Streitfall die
Einhaltung dieser Vereinbarung durchzusetzen.
Wer sich Kinder anschafft, muß selbst für
sie sorgen, genauso wie bei anderen Anschaffungen (Autos z. B.,
für Reparieren und Tanken ist man selbst verantwortlich). Dass
man selbst die Verantwortung für seine Kinder hat, sollte
selbstverständlich sein.
Unsere Welt leidet unter zu vielen Menschen. Mehr Menschen
bedeutet mehr Umweltzerstörung - außerdem natürlich mehr
Arbeitslose, niedrigere Löhne wegen der vielen Lohndrücker und
höhere Wohnkosten, also alles in allem bedeuten viele Kinder
mehr Elend und Unglück für die Zukunft. Kinderkriegen ist also
höchst asozial. Ich halte es für kriminell und
verantwortungslos, dass der "Staat BRD" gegenwärtig
Kinderlosen den Lohn wegnimmt, um Vielvermehrern ein Geschenk zu
machen.
9.3.2) Feinde der Familie...
... sind sämtliche Ideologien, Religionen und Hierarchien. Ich
empfehle als ausführliche Information zu diesem Thema das Buch
"Die autonome Familie - Plädoyer für das Private"
(Eine Geschichte des latenten Widerstandes gegen Kirche, Staat
und Ideologen) von Ferdinand Mount (1982 im Beltz Verlag
erschienen, engl. Original: "The subversive Family").
Aus dem Buch (stark gekürzt): "Die Ideen von Plato, Jesus,
Marx, Lenin, Mao, Hitler und zahlloser anderer Demagogen haben
alle sehr ähnliche Phasen der Einstellung zur Familie
durchlaufen. Erstens: Feindseligkeit und Propaganda zur
Entwertung der Familie. Zweitens: Zögernde Anerkennung.
Drittens: Zusammenbruch der Bemühungen, alternative
Pseudofamilien zu fördern. Viertens: Ein einseitiger
Friedensvertrag wird unterzeichnet. Kirche oder Staat akzeptieren
die Bedeutung der Familie und gewähren ihr einen hohen Rang in
Lehre und Ideologie. Fünftens: Die Geschichte wird umgelogen, um
zu zeigen, dass Kirche oder Staat immer schon die gleiche hohe
Auffassung von der Familie hatten. Die Familie wird neu definiert
als im wesentlichen christlich oder kommunistisch oder
faschistisch - obwohl die ersten Apostel erwiesenermaßen die
Familie verabscheut und verachtet haben."
Natürlich lohnt es sich auch für Kirchen und Ideologien,
nachdem sie sich durchgesetzt haben, für die Familie zu sein, da
die Eltern als Angepasste es lohnen werden und ihre Kinder im
Sinne der Herrschenden (Ideologie oder Religion) indoktrinieren
werden. Die Schule braucht dann nur noch ein bisschen
nachzuhelfen. Ganz frei darf die Familie aber nicht sein wegen
der unangepassten Eltern.
Die Eltern werden immer mehr überwacht. Siehe auch: http://www.skifas.de/
Hartgesottenen Marxisten, die sich ja seit dem Ende der Sowjetunion wieder in einer vor-revolutionären Phase befinden und folglich Familienfeindliches von sich geben, empfehle ich das obige Buch besonders, denn es zeigt, dass "Das Kommunistischen Manifest" und auch das spätere Engelsche Werk "Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates" (1884) sich auf anthropologische Studien stützt, die sich schon lange als falsch erwiesen haben.
9.4) Gemeinwesen
Außerhalb der Familie beginnt die Öffentlichkeit, die
eigentliche Gesellschaft, das Gemeinwesen.
Gemeinwesen gibt es in verschiedenen Größen: Dörfer, Städte,
Metropolen. Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb von Gemeinwesen
ist größer je kleiner das Gemeinwesen.
Ich sehe nicht ein, warum, wenn Bewohner von Dörfern, Städten
und Metropolen schon regiert und verwaltet werden müssen, dies
zentral geschehen muß. Zu viele Interessen sind da unter ein
Dach zu bringen oder noch schlimmer: bleiben unberücksichtigt.
Bei einer Aufteilung in kleinere Gemeinwesen oder bei mehreren
Verwaltungen werden mehr oder gar alle Interessen berücksichtigt
werden. Geschäftsviertel, Arbeiterviertel, Villenviertel, wo
immer ein eigenes Gemeinschaftsgefühl entstanden ist, wäre man
mit lokaler Autonomie besser dran als mit Zentralismus.
Wenn ein Industriegebiet zum Beispiel eine Zubringerstraße durch
ein Wohnviertel bauen oder verbreitern will, muß es mit den
Bewohnern des Wohnviertels verhandeln. Nur bei einem
überzeugenden Angebot der Betriebe werden die Bewohner
zustimmen. Gegenwärtig ist es so, dass der Stadtrat über die
Anliegen der Anlieger hinweg sich sofort für die Straße
entscheidet, erstens weil die RatsherrInnen Schmiergelder
(Wahlkampfspenden, Vorstandsposten oder gleich was Bares in die
Privatkasse) bekommen, statt die Anlieger eine Entschädigung,
zweitens, weil bei der Vergabe des Bauauftrags noch einmal
Schwarzgelder fließen, und drittens, weil sie glauben, dass sie
bei mehr Industrie mehr Steuereinnahmen zum Vergeuden und zum
Einfluß-Kaufen haben.
Oft werden Anlieger sogar gezwungen, Land für eine verhasste
Straße abzugeben und sich an den Baukosten zu beteiligen.
Gemeinwesen sollten autonom sein. Keine höhere Instanz wie Land
und "Staat" sollten sich in ihre inneren
Angelegenheiten einmischen. Sondern umgekehrt von unten herauf
muß entschieden werden, was Land und "Staat" für eine
Politik betreiben.
Es gibt einige wenige Gemeinwesen, die sich bewußt als Alternative zur etablierten Gesellschaft verstehen. Berühmt sind Auroville in Indien http://www.auroville.org/, Tamera in Portugal http://www.tamera.org/, aber es gibt noch viele andere, siehe Linkseite: http://www.tamera.org/german/links.html. Man kann ihnen nur viel Erfolg wünschen - und ein eigenes Leben frei von staatlicher Intervention und Reglementierung. Wir alle können etwas von ihren Experimenten lernen.
In den USA gibt es Leute, die in sogenannten
"Deed-restricted-area"-Gemeinwesen leben. Das
sind meist Villenviertel (aber auch Naturschutzgebiete) hinter
einer großen Einzäunung mit Tor und Wachpersonal. Die Bewohner
"müssen", wenn sie da leben wollen (eine freie
Entscheidung!), sich meist verpflichten, Haus und Garten in
Schuß zu halten, keine Pick-ups, Kleinwagen oder rostige Autos
im Gebiet zu parken, ordentlich gekleidet rumzulaufen etc. Hier
ein Beispielvertrag: http://www.houstonheights.org/deedrestrictiondocument.htm
(Errichten von Zelten, Schuppen etc. ist z. B. untersagt). Und hier versucht ein Priester
unverheiratete Priesteranwärter in einer Deed-restricted-Gemeinde
unterzubringen, die eigentlich nur Familien zulässt: http://www.northeasttimes.com/2000/1129/northwood.html.
Toleranz und das Grundrecht "Gleiche Freiheit für
jeden" gebieten, dass auch diese Leute in ihrem restricted,
also freiheitlich eingeschränkten Bereich frei von äußerer
Einmischung leben können. Einige Deed-restricted-areas
würden gerne Farbige ausschließen, was ihnen aber von
"Staats" wegen untersagt ist. Natürlich dürfen
Gemeinwesen keine Ansässigen aufgrund von
Mehrheitsentscheidungen ausschießen. Das wäre Mehrheitenterror
und ein Verbrechen, aber bei privaten Neubausiedlungen, die erst
noch bezogen werden, ist es etwas anderes. Diese staatliche
Einmischung in die privaten Angelegenheiten der Gemeinschaft ist
abzulehnen. Klöster werden auch nicht gezwungen, Gottlose wie
mich aufzunehmen, wofür ich Verständnis habe. Menschen sollen
sich in Freiheit aussuchen können, mit wem sie zusammen sein
wollen.
Das sollte auch für "Zusammenarbeiten" gelten. Ein
Arbeitgeber sollte den einstellen können, den er möchte, also
diskriminieren dürfen. Der Betrieb ist schließlich sein
Eigentum.
Solche Freiheit haben in der BRD z. Z. nur Betriebe der
Staatskirchen, siehe http://www.jungewelt.de/2003/05-30/013.php
(Krankenschwester wegen Kirchenaustritt gefeuert. Sicher kein
Einzelfall. Ich selbst habe schon von Kündigung wegen Scheidung
und Kündigung wegen Heirat einer geschiedenen Person gehört.).
9.5.) "Staat"
"Der Staat nimmt für sich das Monopol, Verbrechen zu
begehen, in Anspruch und führt diese auch aus! Er verbietet den
privaten Mord und organisiert selbst Morde gigantischen
Ausmaßes. Er verbietet privaten Diebstahl und greift selbst
skrupellos nach allem, was er haben will." (Albert Jay Nock)
Tatsächlich wären wir besser dran, ohne dieses Monster. Aber
ich bin für Evolution. Wir können den "Staat" sicher
nicht ohne Chaos von heute auf morgen abschaffen, sondern sollten
versuchen, ihn langsam aus der menschlichen Gesellschaft zu
verdrängen. In einer "Demokratie" hätte man eine
Möglichkeit dazu. (Die Chancen sind natürlich gering, aber im
Gegensatz zu faschistischen und kommunistischen Diktaturen hat
man in Demokratien mehr Möglichkeiten, Regime-Mitläufer zu
erreichen und für Freiheit zu werben.)
Außerdem...
Solange sich nicht die ganze Welt das Menschenrecht "Gleiche
Freiheit für jeden" zu eigen gemacht hat, sondern nur in
einem Land danach gelebt oder gestrebt wird, ist dieses Land für
die anderen "Staaten" immer noch ein "Staat"
(Sonst ein Machtvakuum oder ein weißer Fleck, was sicher noch
schlimmer wäre. "Schweine-Staaten" würden sich sofort
darauf stützen.). Noch lange wird es eine Form von
Staatsoberhaupt oder -häuptern haben müssen, nicht um die
eigene Bevölkerung zu unterdrücken, sondern um Forderungen von
anderen "Staaten" zurückzuweisen.
Gegenwärtig ist es so, dass Regierungen von (schwächeren)
"Staaten" gegen den ausgesprochenen Willen der eigenen
Bevölkerung (trotz Medienmanipulation!) den Forderungen von
Regierungen mächtiger "Staaten" (USA) nachkommen. (Die
Bürger wundern sich oft, dass "ihre Politiker" so
konträr gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung handeln -
auch hier in Japan. Meiner Meinung nach sprechen alle Indizien
dafür, dass mächtige Interessengruppen im Hintergrund fast
international nur solche Leute an die Regierung lassen, die sie
auch in der Hand haben - Nordkorea und ein paar andere Staaten
ausgenommen. Das nur nebenbei.)
Wenn andere "Staaten" etwas haben wollen, dann sollen
sie direkt an die Bevölkerung des Landes appellieren und sich
das Gewünschte als Spenden holen:
Wer in Deutschland noch immer Wiedergutmachung an den Juden
leisten will, spendet einfach. Wenn auch weniger zusammenkommt,
es kommt von Herzen und schafft nicht von neuem böses Blut. Wer
den Israelis U-Boote für ihre Atomraketen schenken will, bezahlt
sie aus eigener Tasche und läßt sie nicht von der Bevölkerung
durch deren Steuern bezahlen. Wer den USA Waffenhilfe bei ihren
Feldzügen...
Nein!!! Wer sich an einem solchen Verbrechen beteiligen will, den
liefert man am besten an die überfallenen Opfer aus.
(Tatsächlich würden die Menschen weltweit in Frieden leben,
wenn sie ihre kriegshetzerischen Politiker, statt ihnen zu
folgen, an die Opfer der Kriegshetze auslieferten. Wenn der Krieg
schon läuft und zu viele Opfer gefordert und zu viel böses Blut
geschürt hat, kann die Bevölkerung der aggressiven Nation zur
Entschuldigung und Erreichung von Frieden ihre
Kriegstreiber-Clique auch auf dem Marktplatz öffentlich
hinrichten. Sie verdient es. Das "Terror"-Problem wäre
dann gelöst, ihre Nation vom Hass der Geschändeten und
Unterjochten erlöst.)
9.5.1.) Entwicklungshilfe etc.
Wer Entwicklungshilfe leisten will, spendet. Gegen die sogenannte
"Entwicklungshilfe" gibt es eigentlich viel zu sagen.
Vielen armen Ländern wäre mehr geholfen, wenn ihnen ein fairer Deal
auf dem Weltmarkt geboten würde, und wenn sie nicht von IWF
(siehe z. B. http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_111a/T01.HTM
) und der Weltbank mit Mafia-Methoden in eine Schuldenfalle
gelockt werden.
Das Ergebnis der Militärdiktatur z. B., die in Argentinien mit US-Hilfe, besonders der Hilfe des ehemaligen US-Außenministers, Henry Kissinger ("Kriegsverbrecher mit Friedensnobelpreis", siehe auch Chile: http://www.wsws.org/de/1998/okt1998/kiss-o27.shtml ), an die Macht kam, war - neben Folter und Massenmord - "eine Versechsfachung der Auslandsschulden Argentiniens während der sieben Jahre der Diktatur, und der Bankrott des Landes." (Siehe auch http://www.das-gibts-doch-nicht.org/seite2465.php und http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/arge-j12.shtml.)
Dass Spenden gegen Hunger nicht bei den Hungernden ankommen,
sondern für Annoncen für mehr Spenden und Managergehälter
weggehen, habe ich schon oft gehört. Dieser Zeit-Artikel
"Der inszenierte Hunger" von Lutz Mükke bringt noch
Skandalöseres: http://zeus.zeit.de/text/2003/17/Aethiopien.
Allgemein zum Thema: "Entwicklungshilfe behindert
Entwicklung": http://www.mehr-freiheit.de/faq/hilfe.html
Überhaupt könnte man den ganzen
"Staat" aus Spenden finanzieren. Auf dem ersten Blick
mag das für jemanden, der Freiheit will, verlockend erscheinen.
Auf dem zweiten Blick aber muß man erkennen, dass Spenden gerade
das Problem sind, weil sich die Spender damit Einfluß kaufen.
Es ist eines der größten Probleme, dass Regierungen käuflich
sind, besonders, wenn das "Volk" außer
Alle-vier-Jahre-Kreuzchen-Machen nichts zu sagen hat, es weder
Volksentscheide noch ein imperatives Mandat für Abgeordnete
gibt. Der Witz nennt sich: "nur dem Gewissen
verantwortlich".
9.5.2.) Steuern
Meine Partei schafft die Steuern ab !
Wo soll das Geld denn herkommen? - Ja. Wo kommt denn Geld her?
"Staat ohne Steuern" liegt folgende Überlegung zu
Grunde:
In Urzeiten in einem kleinen Gemeinwesen, gerade von Tauschhandel
auf Geldwirtschaft umgestellt, gab es neben Fressalien einen
jährlichen Warenumsatz von 100 Faustkeilen und 50
Karnickelfellen. Um den Warenaustausch zu vereinfachen, hatte man
1 000 Pimperlinge (könnten aber auch Euros sein) gedruckt.
"1000 Pimperlinge! Was für eine Menge Geld!" Die
Geldmenge von 1000 Pimperlingen erfüllte voll und ganz zur
allgemeinen Zufriedenheit die Tauschmittelfunktion in dieser
kleinen Gemeinde.
Aber im Laufe der Zeit vermehrte man sich, und nicht nur sich,
auch die Warenmenge wurde mehr. Aus dem kleinen Grashüttendorf
war ein Vielvölkerstaat mit ein paar hundert Millionen
Einwohnern geworden. Wohlstand war eingekehrt. Zweitwagen,
Kühlschrank, Computer waren nichts Ungewöhnliches für einen
normalen Haushalt.
Die Ehrfurcht vor den weisen Urahnen gebot, dass man an der
Geldmenge von 1 000 Pimperlingen nicht rührte. Ein
Mittelklassewagen kostete folglich 0,00000000000000000...
irgendwas Pimperlinge.
Es wäre gescheiter, mit der Warenmenge auch die Geldmenge zu
steigern.
In der Wirklichkeit geschieht so etwas natürlich auch:
Geldschöpfung durch das Zentralbanksystem. Wenn die Europäische
Zentralbank (EZB) zusätzliches Geld schafft, zahlen die Banken,
die sich das Geld holen, sogar Zinsen auf dieses Geld. Ja,
geschenkt wird einem nichts.
Mein einfacher Vorschlag ist, dass der "Staat" sich
erstens bescheidet, nicht wie jetzt die Hälfte des
Bruttosozialprodukts an sich reißt, zweitens, dass die
geringeren Kosten des beschnittenen "Staates" von Geld,
dass der "Staat" selbst schafft, bestritten werden.
Eine bessere (weil billiger für die Bevölkerung) Art der
Geldschöpfung, wie mir scheint, als die durch eine Zentralbank
gegen Zinsen.
Der Autor dieser Webseite http://www.patentrezept.de/goldring.htm,
Günter Koch, geht in seinem "Patentrezept" (Die
Lösung der volkswirtschaftlichen Probleme wie Arbeitslosigkeit,
staatliche und private Verschuldung, Geldmangel, Armut und Not.)
noch weiter: Er schlägt sogar ein Bürgergeld, das jeder (auch
Millionäre!) vom Staat erhalten, vor. Dieser Vorschlag hat
vieles für sich. Unbedingt einmal lesen!
Ein Auszug aus dem "Patentrezept" (Abschnitt
Stabilität http://home.t-online.de/home/goldring/aufsatz/stabilitaet.htm):
"Das Bürgergeld schließt eine Altersgrundrente mit
ein, so daß auf eine separate Rentenversicherung verzichtet
werden kann. Zusatzversorgungen können einfach aus privaten
Ersparnissen abgedeckt werden, denn es ist nicht nötig, daß man
als junger Mensch Guthaben erst an andere übertragen muß, um
sie im Alter wiederzubekommen, die Guthaben kann man gleich
selbst ansparen. Ein Guthaben auf dem Konto ist ja bereits
verliehenes Geld, warum also das verliehene Geld nochmal
verleihen? Es wird hier Verantwortungsbewußtsein gefordert.
Jemand, der sein Leben lang nicht arbeitet, wird natürlich nur
wenig Möglichkeit haben für eine zusätzliche
Altersversorgung zu sparen; wer aber fleißig ist, dem wird es
nicht schwer fallen.
Wenn der Staat keine Steuern einzieht, so brauchen wir auch keine
Finanzämter mehr.
Wenn keine Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt werden
müssen, brauchen wir auch keine Rentenversicherungsanstalt mehr.
Wenn keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt
werden müssen, brauchen wir auch keine Bundesanstalt für Arbeit
mehr.
Könnten alle, die in diesen Institutionen beschäftigten
Personen für nützliche Tätigkeiten eingesetzt werden, und so
zum Wohle des Volkes beitragen, wäre ein Lebensstandard zu
erwarten, der für heutige Verhältnisse unvorstellbar ist."
Die
Gleichbehandlung aller Bürger durch den "Staat" ist
mir besonders sympathisch an diesem "Patentrezept".
Selbst wenn die Sache mit dem Staat und Geld verschenken nicht
klappt und sich der "Staat" nicht einmal vom selbst
herausgegebenen Geld erhalten kann, seine Bürger sollte er
gleich behandeln. Also wenn schon Steuern dann eine Kopfsteuer.
Der Reiche wie der Arme zahlt die gleiche, feste Summe. Das ist
einfach und fair und spart auch Beamte. Auch bei einer Kopfsteuer
werden schon viele Personen frei für nützliche Tätigkeiten!
Eine Kopfsteuer bedeutet keine staatliche Einkommen-Schnüffelei
und keine Möglichkeit, mit Hilfe von Tricks und Beratern sich
der Steuerzahlung zu entziehen.
Wer tüchtig ist, Überstunden macht oder gute Geschäfte, und
viel verdient, zahlt nicht mehr und nicht weniger als jemand, der
wenig verdient, aber er zahlt. Jemand, die gar nichts verdient,
aber auch jeder andere, der es vorzieht, kann die Summe
abarbeiten, je nach Fähigkeit. Irgendwelche Arbeiten fallen ja
immer an: Verwaltung rationalisieren, öffentliche Gebäude
reparieren, Parks pflegen, Straßen bauen bzw. fegen, Müll
sammeln etc.
Viele einfache Leute neiden dem Tüchtigen und Erfolgreichen
seinen Wohlstand (besonders in Deutschland, wie mir scheint).
Selbst ein kleiner Handwerksmeister erregt die Missgunst seiner
Mitmenschen, wenn er sich im Garten ein Swimmingpool leistet
(während eines Deutschlandurlaubs beobachtet). Ein solches
Verhalten ist falsch, klein und widerlich. Und solche kleinen
Unternehmer mit hohen Steuern zu belegen, ist genauso falsch wie
der dumme Neid der Leute, die selbst keinen Unternehmergeist
zeigen und kein Risiko tragen wollen und nur schreien, dass es
anderen besser geht. Die meisten Gutverdiener bekommen für ihre
hohen Steuer vom "Staat" nicht mehr als ein
Normalverdiener, kein "Mehr" an Staat, ihnen wird nur mehr
weggenommen (Im Gegensatz zu Gebühren gibt es bei Steuern keinen
Anspruch auf Gegenleistung!).
Aber damit ist die Ungerechtigkeit noch nicht zu Ende. Die
Steuerprogression erreicht nämlich meist die ganz großen
Spitzenverdiener gar nicht. Spätestens Milliardäre zahlen keine
Steuern mehr! Und "ausländische Investoren" meist auch
nicht. Angeblich machen sie immer irgendwo Verlust. Reicher
werden sie aber trotzdem!
Es ist kein Witz: "Superreiche" zahlen keine Steuern:
1.) http://www.zeitreport.de/daimler.htm
"Weiterhin keine Steuern von Daimler-Chrysler"
2.) http://rhein-zeitung.de/old/97/09/15/topnews/steuern.html
"Viele Millionäre zahlen keine Steuern"
3.) http://www.mlpd.de/rf0231/rfart4.htm
"Großkonzerne zahlen keine Steuern"
Es ist sogar noch schlimmer: Die "Superreichen" (oft
auch noch Ausländer) lassen sich vom deutschen Staat das
Steuergeld der Bevölkerung geben:
1.) http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12799KarlEugen.html
: "Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:
Im alten Bundesland Hessen streicht Roland Koch 10.000
Stellen von Landesbediensteten, um eine Milliarde Euro im
Landeshaushalt einzusparen.
Im neuen Bundesland Sachsen verschenkt Georg Milbradt eine
halbe Milliarde Dollar (zur Hälfte aus Landes-, zur Hälfte aus
Bundesmitteln) an einen ausländischen Investor. Außerdem stellt
er dem gleichen ausländischen Investor Landesbürgschaften in
Höhe von 560 Millionen Dollar zur Verfügung, damit die Banken
700 Millionen Dollar zu günstigen Konditionen hergeben und
obendrein beteiligt er das Land mit 200 Millionen Steuer-Euro
auch noch am Eigenkapital. Von den 2,4 Milliarden Dollar
Investitionssumme bringt der ausländische Investor also
bestenfalls vierzig Prozent selbst ein. Was Milbradt und Sachsen
sonst noch alles tun, um Grundstücke, Erschließung und
Infrastruktur preiswert zur Verfügung zu stellen, scheint
daneben schon gar nicht mehr der Rede wert, steigert aber
trotzdem den Gewinn - von AMD."
2.) http://globalfire.tv/nj/04de/globalismus/westlb.htm
"WestLB: Drei Milliarden Euro muß der deutsche Steuer- und
Abgabenkuli für die tollen Geschäfte von Frau Saunders
aufbringen"
3.) http://globalfire.tv/nj/04de/politik/geplanter_tod.htm
"Es geht um Immobilien, deren deutsche Besitzer mit den
Hypothekenraten in Rückstand geraten sind: "Ein neuer Markt
entwickelt sich in Deutschland. Faule Immobilienkredite rücken
ins Blickfeld internationaler Finanzinvestoren. Sie kaufen
Gläubigern [deutschen Banken] ihre Forderungen ab. ... Als
Käufer dieser Kreditportfolios traten der US-Investor Lone Star
Fund, Goldman Sachs und die Deutsche Bank auf. Auch andere,
vorwiegend US-amerikanische und britische
Beteiligungsgesellschaften, wollen sich nun ihr Stück vom Kuchen
sichern. ... Welche Erlöse sie dabei erzielen können, möchte
freilich kein Investor öffentlich machen. In den USA und
Großbritannien liegen die Verkaufspreise bei 30 bis 40 Prozent
des nominellen Kreditbetrags." (Die Welt, 7.5.2004, S. 23)
Wenn man dem deutschen Kreditnehmer 70 Prozent seiner Schuld
erlassen würde, dann könnte er den Rest seiner in Rückstand
geratenen Hypothek selbstverständlich auch selbst bedienen. Das
darf aber nicht geschehen, den 70-Prozentrabatt erhalten nur
spezielle Bankhäuser. Daß die Deutsche Bank bei diesem
Meisterstück miterwähnt wird, hat reinen Alibi-Charakter...
Selbstverständlich könnten auch die jeweiligen deutschen
Hypotheken- oder Kreditbanken die Abwicklung ihrer Forderungen
selbst regeln, was sie schon immer taten. Wieso zwingt die
Politik die deutschen Finanz-Institute dazu, ihre Forderungen an
die jüdischen Banken abzutreten (zum Schleuderpreis zu
verkaufen)? Auf einer Tagung des Kreditgewerbes in Düsseldorf
wurde von deutschen Teilnehmern die Frage an die Politik
gestellt: "Warum soll ein ausländischer Investor
erfolgreicher sein als wir im Abwickeln der Forderungen?"
(Die Welt, 7.5.2004, S. 23. Die Antwort lautete: "Ein
Finanzinvestor arbeitet effizienter, weil der Workout sein
Kerngeschäft ist." Eine derart zynische Verhöhnung nahmen
die Deutschen widerspruchslos hin.
Weitere jüdische Gesellschaften wie die apellas GmbH des
jüdischen Großspekulanten George Soros sowie die New Yorker
Cerberus erhalten in Kürze im ersten Durchgang 70.000 deutsche
Wohnungen der Berliner GSW überschrieben, quasi kostenlos
versteht sich. Es handelt sich um einen Wert von mindestens acht
Mrd. Euro, der für etwa 1,8 Mrd. Euro in die Hände der
"Investoren" übergeht. Die jüdischen Gesellschaften
bezahlen also ganze 22,5 Prozent des Wertes. Diesen Betrag
bringen sie noch nicht einmal selbst auf, sondern nehmen das Geld
von deutschen Banken auf, vom deutschen Sparer also. Der Berliner
Staatskasse bleiben am Ende ganze 250, im besten Falle 350 Mio.
Euro, nachdem von den Käufern die Altlasten von 1,55 Mrd. Euro
bezahlt sind. 250 Mio. ist für die mit etwa 50 Mrd. Euro
verschuldete Stadt so gut wie nichts: "Demnach deutet alles
daraufhin, daß nur noch zwei Investoren im Finale [des Bietens
um die GSW-Wohnungen] verblieben sind - nämlich die apellas
GmbH, Berliner Tochter eines Soros-Fonds, und die New Yorker
Investmentgesellschaft Cerberus. ... Summa summarum ergäben das
rund 350 Mio. Euro für die 70.000 Wohnungen der mit 1,55 Mrd.
Euro hoch verschuldeten größten Berliner
Wohnungsbaugesellschaft." (Die Welt, 12.5.2004, S. 24)"
(Anm.: Im Gegensatz zu den Autoren von Globalfire halte ich die
Information, dass jemand Jude ist, nicht nur für nicht relevant,
sondern geradezu für schädlich: Sie lenkt vom Problem ab. Mit
anderen Worten: Judenhass dient dem System. Die Juden sind bloß
seit fast 2000 Jahren Sündenbock.)
4.) http://globalfire.tv/nj/04de/globalismus/mannesmann1.htm
"Gemäß den neuen globalistischen Steuergesetzen bekommt
Vodafone nunmehr vom deutschen Steuerkuli 20 Milliarden Euro in
bar zurückerstattet. Darin sind selbstverständlich die 130
Millionen Mark enthalten, die zur Ölung der Übergabe an Esser,
Zwickel, Ackermann usw. bezahlt wurden. D. h., Vodafone bezahlte
für Mannesmann nichts, zerstörte etwa 3000 Arbeitsplätze und
wird dafür vom deutschen Steuerzahler mit 20 Milliarden Euro in
bar belohnt: "Die britischen Mobilfunker wollen sich die
Übernahme der Mannesmann AG nachträglich vom deutschen
Steuerzahler finanzieren lassen." (Die Welt, 8.6.2004, S. 3)
5.) http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/14023OpelDesaster.html
"Es heißt, die Stadt Bochum und das Land
Nordrhein-Westfalen hätten über eine Milliarde an Subventionen
in das Projekt "Opel-Bochum" gesteckt. Wahrscheinlich
nur eine Milliarde Mark, nicht Euro, aber es heißt auch, dass
die Stadt heute noch Millionenbeträge für die Versicherung der
Opel-Betriebe bezahlt, um den Ersatz möglicher Bergschäden zu
gewährleisten. Es heißt außerdem, dass Opel seit vielen Jahren
keine Gewerbesteuer mehr zahlt.
Phoenix online berichtete, dass General Motors, der weltgrößte Autohersteller, seinen
Gewinn im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt
hat.
3,8 Milliarden Dollar. Nicht Umsatz. Gewinn!
Es heißt, in Europa würden Verluste geschrieben, deshalb müsse
man sparen, um - als größter Automobilhersteller der Welt mit
3,8 Milliarden Dollar Jahresgewinn - konkurrenzfähig zu bleiben.
Diese Argumentation ist so lächerlich durchsichtig."
Der
gegenwärtige Umgang mit
Steuergeldern (einziehen und ausgeben) erscheint also höchst
suspekt. Ein Raub am Bürger. Nur ein kleiner Teil der Steuern
kommt dem Bürger "zugute", Schulen (?), Straßen etc.,
aber ein immer kleiner werdender Teil, selbst die Müllabfuhr
muß man in D. schon extra bezahlen und Fegegebühren der
Straßen als Anlieger. An anderer kleiner Teil geht an die
Ärmsten, Sozialhilfe etc. Erstaunlich große Summen gehen an
"Superreiche" (Subventionen, Managergehälter...). Und
der Rest geht weg für Dinge, die die Bürger gar nicht wollen,
z. B. für ihre Überwachung, Unterdrückung und Verfolgung:
Lauschangriff, Gesinnungsschnüffelei, Polizei- und
Politessenwillkür ("Das Heck vom Auto ragt aber 10 cm ins
Parkverbot!"), Radarfallen und für einen aufgeblasenen
"Staatsapparat" mit seiner riesigen Bürokratie u. v.
m.
Wie ist es möglich, dass man die Interessen der Bürger so
übergeht?
Warum läßt man die Bürgern nicht über den Verbleib ihrer
Steuern entscheiden, oder wenigstens "mit"-entscheiden,
wenn man sein Geld schon einkassiert? Z. B. könnte man auf der
"Steuererklärung" eine Spalte anbringen, wo der
"Steuerzahler" die gewünschten Verwendungszwecke
ankreuzt oder/und niederschreibt. Die genaue Auswertung der
Erklärung der Steuerzahler ergibt dann das Budget der einzelnen
Ressorts. Z. B. 30% für Bildung, 5% für Forschung, davon 1%
für die Erforschung alternativer Energien, 12% für
Landesverteidigung etc.
9.5.2.1)
Objektsteuern: Ein besonderes Ärgernis sind Objektsteuern. Mit
Objektsteuern will der "Staat" oder die
"Gemeide" die Bürger steuern.
Die Hundesteuer macht den Hund teuer und verhindert angeblich,
dass die Hunde bzw. Hundehalter überhand nehmen, aber in erster
Linie bedeutet die Steuer mehr Geld im Gemeindesäckel.
Mit der Tabaksteuer ist es ähnlich. Rauchen schadet, aber für
den "Staat" ist es eine Goldgrube. Und der
"Staat" sind nicht wir, sondern die!
Raucher verstoßen, wenn sie im Beisein von Nichtrauchern, die es
lästig finden und deren Gesundheit auch darunter leidet, bzw. in
der Öffentlichkeit, wo mit Nichtrauchern zu rechnen ist,
rauchen, gegen das Gebot "Gleiche Freiheit für jeden"
(Nebenbei bringen sie noch ihre Lebenspartner und eigenen Kinder
um.). Des Rauchers Sucht nach dreckigem Qualm mit Nikotin
überwiegt nicht das Wohlbefinden und die Gesundheit eines
Nichtrauchers. Aber das ist alles. Kein Grund für den
"Staat", sich zu bereichern. Wenn er schon das Rauchen
bekämpfen will, dann mit einem sinnvollen Gesetz, nämlich einem
Rauchverbot in der Öffentlichkeit, wo andere sonst unfreiwillig
mitrauchen müssen (wenn sie nicht den Mut haben, sich
selbsttätig durch Bitten, Drohen oder Gewalt eine rauchfreie
Umgebung zu verschaffen), aber die BRD zumindest tut sich sehr
schwer, Nichtraucher zu schützen, zu viele Tabaksteuergelder
stehen auf dem Spiel.
9.5.2.2) Öko-, Kfz- und Mineralölsteuer: Man könnte diese
Objektsteuern ja verstehen, wenn der Autofahrer mit ihnen für
die Infrastruktur, die für Autos notwendig ist, aufkommt, aber
ca. zwei Drittel der Steuern (und es werden immer mehr), die
Autofahrer zahlen, werden für fremde Zwecke verwendet. Er zahlt
also dreimal mehr, als er beansprucht.
Gerechter als die gegenwärtige Situation und auch besser für
Luft und Umwelt wäre, wenn alle "Steuern", d. h. alle
Kosten für die Infrastruktur, und auch alle Versicherungen für
Autos auf den Kraftstoff beim Tanken z. B. mittels einer
Chipkarte erhoben würden. Wenn alle Kosten beim Tanken anfallen,
wird man verbrauchbewusster. Und Autos, die rumstehen,
verbrauchen nichts und riskieren auch nichts. Wo kein
Versicherungsrisiko ist, bezahlt man auch keine Versicherung.
(Ich, der ich meinen Wagen in Deutschland nur im Sommer mal
brauche, könnte ihn dann das ganze Jahr angemeldet stehen
lassen.) Auch für Leute, die sich einen Zweitwagen leisten
wollen, wäre diese Chipkarten-Methode gerechter, da sie sonst
für zwei Kraftwagen die volle Steuer und Versicherung zahlen,
obwohl sie mit ihrem einen Hintern nur immer in einem Fahrzeug
sitzen können. Mehr Leute hätten einen Zweiwagen und die
Auto-Industrie mehr Absatz.
Noch zur Kfz-Versicherungsprämie für Fahranfänger: Sie ist
heutzutage zu hoch. Sinn einer Versicherung ist, dass das Risiko
gestreut wird. Den jungen Fahranfängern wird ein eigenes Auto
heutzutage zu teuer gemacht. Viele können sich kein Auto mehr
leisten. Die Mobilität leidet. Manche kommen kaum noch aus ihrem
Kaff heraus. Mobilität aber erweitert den Horizont, ist also
wichtig.
Außerdem waren alle mal Anfänger, und der jetzige Fahranfänger
wird einmal Fahrveteran. Es macht also keinen Sinn ihm in der
Jugend, wo er nur wenig Geld hat, mit hohen Prämien das Fahren
zu verleiden. Manche scheitern ganz und gar an den hohen Kosten
und werden nie zu Autofahrern.
Entfernungspauschalen für den Arbeitsweg sollten wegfallen. Aber wenn es sie schon gibt, dann sollten sie für alle pro Kilometer gleich sein, für den, der zu Fuß geht, ebenso wie für den, der den Bus oder das Fahrrad nimmt. Autofahrer sollten nicht bevorzugt werden.
10.) Wirtschaft
Mir
geht es um Freiheit. Mit wirtschaftlichen Zusammenhängen habe
ich mich zu wenig befasst. Ich überlasse sie lieber Fachleuten.
Dass viele Leute, auch besonders junge Leute, arbeitslos sind und
nur noch eine Karriere als Sozialempfänger und Untätiger vor
sich haben, erfüllt mich allerdings mit Sorge. Ein Mensch
braucht eine Aufgabe im Leben. Mit wenig Geld kann man sich
einrichten, Freizeit ist auch nicht schlecht, wenn man sie zu
nutzen weiß, aber viele Leute können sich außer Arbeit keine
Aufgabe im Leben vorstellen und werden ohne Arbeit depressiv -
oder Schlimmeres.
Wenn das System nicht so rigide und bürokratisch wäre und die
Sozialhilfe nicht so hoch, würden Arbeitslose mehr
Eigeninitiative entwickeln, hier und da aushelfen oder
selbstständig das eine oder andere versuchen.
(Ich empfehle diese Webseite zum Thema Sozialhilfe: http://www.mehr-freiheit.de/faq/sozpol.html
"Die Sozialhilfe ist heute so hoch, daß es für
Sozialhilfeempfänger oft finanziell günstiger ist, nicht zu
arbeiten. Die Sozialpolitik bestraft Arbeit und belohnt
Nichtstun."
Zuviel Staat: Berühmt wurde ein armer Obdachloser, der sich in
Hawaii mit seinem Papagei von Touristen fotografieren ließ und
festgenommen wurde, weil er keinen Gewerbeschein hatte. Hier in
Japan passierte etwas ähnliches: Ein Steuerbeamter beobachtete
einen "Homeless", der alte Illustrierte, die er
gesammelt hatte, verkaufte und inkriminierte ihn wegen
Steuerhinterziehung.
Und in Deutschland? Vor dem Weg in die Selbstständigkeit sind zu
viele bürokratische Hürden zu bewältigen, dass viele aufgeben.
Und wenn man bloß in der Nachbarschaft hilft, sind schon Steuern
fällig, aber umsonst soll man für Konzerne Überstunden machen:
http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/14002Spitzfindig.html
und http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12777Sachverstand.html
!
Hier zeigt sich wieder, dass die Regierung für die da ist, die
sie regieren lässt - und das ist sicher nicht die Bevölkerung!
10.1.)
Zinswirtschaft
Verschiedene Web-Autoren sehen in der Zinswirtschaft die
Ursache für die gegenwärtige Wirtschaftskrise. Darunter sind
mir die Webseiten des Unternehmensberaters Egon W. Kreutzer
besonders aufgefallen. Herr Kreutzer erklärt das Thema klar und
kompetent:
Aus http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12742%20LB%20Spiegel%20BankenUndGeldkrise.html
(Spiegel-Leserbriefversionen):
"Nicht die Banker sind die Ursache: Unser Geldsystem selbst
läßt die Wirtschaft unter seiner unvermeidlichen, exponentiell
wachsenden Schuldenlast zusammenbrechen. Nur das
"Einschießen" frischen Zentralbank-Geldes, das von
niemandem zurückgezahlt und verzinst werden muß, könnte die
Irrsinns-Spirale unterbrechen."
......
Weil es Geld nur gegen Kredit gibt - auch das Bargeld wird von
den Notenbanken nur verliehen - ist alles Geld zu jeder Zeit mit
Zinsen belastet. Zinsen, zu deren Bezahlung unweigerlich neues
Geld, also neuer Kredit in die Welt gesetzt werden muß. Es gibt
in unserem Finanzsystem keine Geldguthaben, denen nicht Schulden
in gleicher Höhe gegenüberstünden, auch für das Bargeld, das
wir in unseren Taschen mit uns herumtragen, werden laufend Zinsen
fällig. Es sind diese Zinsen, und nichts sonst, was uns zwingt,
ein ständiges, längst unsinniges und überflüssiges Wachstum
anzustreben und damit immer mehr und immer schneller die
wertvollen Rohstoffreserven in Konsum-Müll zu verwandeln."
......
Der Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems kündigt sich
an. Wir sind mitten in der Bankenkrise, stehen vor dem
Zusammenbruch von zigtausenden von Unternehmen und vor vier
Millionen Arbeitslosen in Deutschland und wollen nicht erkennen,
daß die nächste Weltwirtschaftskrise schon begonnen hat.
Es gäbe eine Lösung, aber ich fürchte, für diese Lösung
fehlt der Politik die Kraft.
Diese Lösung heißt: Geld. Frisches Geld. Unverzinstes Geld.
Geld, das nicht als Darlehen, sondern als Geschenk, als
verlorener Zuschuß in den Markt gegeben wird. Geld das zinsfrei
im Umlauf ist und zinsfrei im Umlauf bleibt, weil ihm keine
Schuld, kein Kredit gegenübersteht. Warum sollen nicht die
Eltern jedes Neugeborenen von der EZB ein Geschenk in Höhe von
10.000 Euro bekommen? Warum sollten nicht wichtige Projekte der
Ökologie und der sozialen Gerechtigkeit, für die einfach nur
das Geld fehlt, mit verlorenen Zuschüssen aus EZB-Geldschöpfung
gefördert werden?"
Eine Liste von Herrn Kreutzers Texten zum Thema Geld:
http://home.knuut.de/EWKberater/Geld/Sammlung%20Geld.html
"Wie Geld funktioniert" eine Leseprobe aus "Wolf's
wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II"
http://home.knuut.de/EWKberater/Autor/11122%20LP%20WWWIIGeld.html
(Dieser Text zeigt besonders anschaulich das Problem der
Zinswirtschaft.)
Grundlagen des Geldes: http://home.knuut.de/EWKberater/Geld/Grundlagen1.html
Auch wenn die Zinswirtschaft von Übel ist, sie abzuschaffen, dürfte sehr schwierig sein, da mächtige Leuten, die sich an ihr bereichern, dagegen ankämpfen würden. Ein Grund mehr das Zinssystem abzuschaffen!? - "Wollt Ihr den totalen Bombenkrieg?" - Ob man den Profiteuren der Zinswirtschaft die Abschaffung schonend beibringen kann?
11.) Eigentum
Was jemandem gehört, ist sein Eigentum.
Niemand hat das Recht fremdes Eigentum ohne Zustimmung des
Eigentümers zu benutzen oder zu betreten.
Raub, Diebstahl, Betrug, Sachbeschädigung sind Verbrechen,
ebenso "Enteignung", "Verstaatlichung",
ursprünglich marxistische Ideologiewörter für Raub.
Wie ich schon weiter oben schrieb: Wer "Produktionsmittel in
den Händen der Arbeiter" will, soll mit Arbeitern einen
solchen Betreib aufbauen, aber nicht von Leuten, die sich einen
Betrieb aufgebaut haben, stehlen.
Reichtum an sich ist kein Problem. Niemand hat etwas davon, wenn
Reiche arm wären. Wichtig sollte nur sein, wie gut es einem
selbst geht. Wenn die Initiative von Unternehmern und Erfindern
durch den "Staat" abgewürgt wird, sind wir alle ärmer
dran.
Ein großes Problem ist jedoch die Einflussnahme der Reichen auf
die Politik eines Landes und global. Wenn die Autorität des
"Staates" abnimmt, verlieren auch die Reichen die
Möglichkeit, den "Staat" für ihre Interessen zu
missbrauchen.
Gegenwärtig hat dieser Missbrauch verheerende Folgen,
innenpolitisch und außenpolitisch.
Außenpolitisch provoziert diese Einflussnahme Konflikte, zwingt
schwächeren Ländern unfaire Handelsbedingungen auf und führt
zu Überfällen, Kriegen und Kolonisierung.
Kriege bedeuten gigantische Profite. Die Waffen-Produktion des
militärisch-industrielle Komplexes läuft auf Hochtouren. Eine
Preiskontrolle gibt es bei Waffen fast nicht, dafür sind die
Produzenten zu wenige und zu mächtig, die Waffen zu
"geheim" und die Politiker zu gute "Kumpel".
Und auch der Sieg ist ein gigantischer Gewinn: Der Konkurrent auf
dem Weltmarkt (wie Deutschland 2mal im 20. Jht) liegt am Boden.
Bei Sieg über kleineren Ländern: Kolonisierung, Versklavung der
Bevölkerung, Raub der Rohstoffe (Britisches Kolonialreich,
Eisenhower-Doktrin, US-Überfall auf den Irak etc.).
Gleichzeitig werden beim Wiederaufbau eines Landes gigantische
Profite gemacht. Bezahlen lässt man sich diese
"humane" Aufbau-Hilfe nicht nur von den Besiegten,
sondern auch von der eigenen Bevölkerung und von
Vasallenstaaten.
Auch innenpolitisch hat die Einflussnahme der Reichen verheerende
Folgen. Auch hier missbrauchen sie den "Staat", um
Konkurrenz auszuschalten, bzw. um sein Hochkommen zu verhindern.
Während Handwerksbetriebe und kleinere
Unternehmer ihre Steuern zahlen - es bleibt ihnen nichts anderes
übrig -, erpressen die Großbetriebe Steuerbefreiungen und
Subventionen vom "Staat". Stichwort:
"Arbeitsplätze sind in Gefahr".
Der "Staat" ruiniert mit seinen Steuergeschenken an
Großunternehmer, meist "global player" (auch so ein
Wortspiel, dabei ist es diesen Leuten bitterernst.), kleinere
Unternehmen, die mit ihren Steuern Steuergeschenke erst möglich
machen. Nicht nur, dass ein Großunternehmer rationaler arbeiten
kann als ein kleiner, der kleine muss auch noch mehr Steuern
zahlen. Einen so unfairen Konkurrenzkampf muß der kleine
Unternehmer verlieren. Und sein Untergang ist gewollt.
Selbstständigkeit ist der Feind aller Hierarchien.
Auf EU-Ebene passiert - im Interesse der "Globalplayer" - etwas Ähnliches.
12.) EU und Globus
Grundsätzlich
ist es begrüßenswert, wenn die Menschen zusammenfinden.
Ein vereinigtes Europa - oder eine vereinigte Welt - ohne
Grenzen, in dem die Bürger in "Gleicher Freiheit für
jeden" friedlich und in Wohlstand zusammenleben, ist etwas
Schönes.
Leider herrscht auf EU-Ebene die gleiche Umverteilungs- und
Bürokratisierungsmentalität, die auch national das Leben durch
Verordnungen, Steuern und Abgaben unfrei, schwer und ungerecht
macht.
In der EU finden wir die gleiche
"Gleichmacherei"-Gesinnung, die in der BRD den
Besserverdiener mit hohen Steuern ärmer macht und heimische
Betriebe in den Bankrott treibt.
Für die Deutschen als die "Besserverdienenden"
erhöhen sich Steuern und Abgaben. Diese Milliardenbeträge gehen
an ärmere EU-Mitgliedsstaaten. Diese ärmeren
EU-Mitgliedsstaaten können dadurch Firmen nahezu Steuerfreiheit
gewähren. Der Standort Deutschland ist gefährdet. Globalplayer
gehen in diese Steuerbilligstaaten, deutsche Betriebe auch, wenn
sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Aus dem Spiegel (18/2004, S.
106) zur Osterweiterung: "Dass die Beitrittsländer
Steuergelder aus Deutschland erhalten und gleichzeitig mit
Niedrigsteuern Investoren anlocken, was wiederum in Deutschland
für weniger Steuereinnahmen sorgt, empört hier zu Lande die
Politiker."
"Mehr noch, amerikanische sowie asiatische Firmen lassen
sich ebenfalls in den neuen EU-Mitgliedsstaaten nieder, weil sie
dort steuerfrei produzieren und operieren können. D. h. der
deutsche Steuer- und Abgabenkuli bezahlt sogar für raumfremde
Konkurrenzunternehmen die Steuern. Darüber hinaus genießen
diese überseeischen Unternehmen nicht nur den Vorteil der
Steuerbefreiung, sondern haben auch noch zollfreien Zugang zur
Gesamt-EU." (aus Globalfire) (Gerade am 9. 06. 2004 pries
der chinesischen Sender CCTV, über NHK BS 1 empfangen, bei
Investitionen in Polen günstige Bedingungen und Zugang zur EU!)
Bei so schwerwiegenden Nachteilen für die deutsche Bevölkerung
ist es ein Skandal, dass die Bevölkerung nicht gefragt wurde.
Ausgerechnet für die Deutschen, die am meisten für die EU
blechen müssen, gab es keine Volksabstimmung zur EU.
Auch die EU wird gleich mit Gesetzen vollgemüllt.
Siehe EU-Verfassungsentwurf! Es gibt ihn als pdf beim Auswartigen
Amt: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/eu_politik/aktuelles/zukunft/konvent/verfassungsentwurf_html
13.) Selbstständigkeit
Immer
mehr Leute arbeiten für Großbetriebe, immer wenigere sind
selbstständig. Eine schlechte Entwicklung für die ganze
Gesellschaft. Wer in abhängiger Arbeit tätig ist, tut
hauptsächlich, was ihm gesagt wird. Er verlernt es, unabhängig
zu handeln und zu denken, und wird auch in seiner "Freizeit" weniger
Selbstständigkeit zeigen und sich eher mit Unfreiheit zufrieden
geben. Ich finde es geradezu fantastisch, wie stoisch die Leute
Schikanen vom "Staat" hinnehmen, oder noch schlimmer
"sie sogar einsehen" (sic! ? oder besser: sick!).
Auch als Arbeitnehmer sollte man seinen Stolz und seine
Selbstständigkeit bewahren. Ein Arbeitnehmer verkauft seine
Arbeitskraft. Sie ist seine Ware. Ein ehrlicher Mensch wird gute
Ware liefern und stolz auf sie sein. Und wenn ein Arbeitnehmer
gute Arbeit leistet, kann er stolz auf sie sein und seinen Kopf
hoch tragen. Aber wie oft habe ich es beobachtet, dass alles, was
ihm bei der Arbeit einfällt, ist, wie er sich drücken kann, wie
ein Schulkind in der Grundschule. Das schlechte Gewissen raubt
ihm dann seinen Stolz. Mit solchen Menschen ist kaum ein
"Staat" zu machen.
Selbstständige und kleine Betriebe haben große Schwierigkeiten,
die Erfordernisse des Sozialstaats und des Arbeitsschutzes zu
erfüllen. Ich frage mich manchmal, ob diese vielen Bestimmungen
nicht extra (!) im Interesse der Großbetriebe erlassen wurden.
Die Gewerbeaufsicht kann praktisch immer etwas finden und einen
kleine Laden kaputt machen.
Staatliche Schikanen, es gibt natürlich Hunderttausende,
hier nur drei: Mein Freund in Italien musste sein Restaurant zur
Hauptsaison dichtmachen, weil seine Toilettentür fürs Personal
keine "Saloon"-Tür wie im "Wilden Westen",
die federnd ohne Griffberührung öffnet, war. Der finanzielle
Verlust hat ihn dann pleite gemacht.
Ein Aalfischer auf der Elbe, ein Ein-Mann-Betrieb, wurde
angeklagt und zu einer hohen Geldstrafe verdonnert, weil seine
Aale verseucht waren. Mit jedem Aal zum Lebensmittelchemiker zu
gehen, ist natürlich für einen kleinen Mann unbezahlbar,
außerdem waren die Aale verseucht, weil eine Behörde einem
Großbetrieb die Abwassereinleitung in die Elbe an genau der
Stelle, wo die Aale sich gern aufhielten, gestattet hatte.
Einer Obstplantage in den USA wurde ein Bußgeld verhängt, weil
die Wasseranalysedaten eines Baches, der durch das Anliegen
floß, nicht vollständig waren. Wasser war sauber und die
Plantage leitete keinerlei Abwasser in den Bach, trotzdem war
eine solche Analyse vom Gesetz her erforderlich. Der den Betrieb
kontrollierende Beamte stellte dann noch fest, dass die
minderjährigen Kinder der Familie bei der Obsternte halfen, und
der Betrieb wurde deshalb noch wegen Kinderarbeit inkriminiert.
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient." Ich
habe mich nie volksverbunden gefühlt! Warum ertragt IHR all
diese Schikanen und macht sogar noch euer Kreuzchen irgendwo bei
einer Systempartei?
14.) Arbeit
Wie
ich schon oben schrieb: Wenn man Arbeit angenommen hat, soll man
sie gut machen, und sich nicht bei voller Bezahlung vor der
Arbeit drücken, so etwas ist Betrug.
Leider ist die Arbeit in ein starres System von Bedingungen,
fester wöchentlicher Arbeitszeit und langen Kündigungsfristen
eingezwängt. Die Folgen: hohe Lohnkosten, Automatisierung
(Maschinen kann man jederzeit abschalten!), Arbeitslosigkeit.
Alle, außer Großbetriebe, würden von einem flexibleren System
profitieren, bei dem gearbeitet wird, wenn es Arbeit gibt, und
die andere Zeit nicht.
Wie Unternehmer sich in Unternehmerverbänden zusammen
schließen, so schließen sich Arbeitnehmer in Gewerkschaften
zusammen. Das ist in Ordnung und fällt unter
Versammlungsfreiheit. Aber Gewerkschaften sollten nur für ihre
Mitglieder sprechen und Verträge aushandeln und nicht für alle
Arbeitnehmer eines Industriezweigs oder gar alle Arbeitnehmer des
Landes. Und wo gestreikt wird, darf Arbeitswilligen und
Arbeitssuchenden nicht der Zugang zur Firma versperrt werden.
Ein gewerkschaftskritischer Artikel: http://www.mehr-freiheit.de/faq/gewerk.html.
Lohnfortzahlung bei Schwangerschaftsurlaub und dergleichen, solche Dinge erscheinen mir völlig absurde. Der Unternehmer hat wirklich nichts mit der Schwangerschaft seiner Angestellten zu tun, außer wenn er der Vater ist. Wie konnten solche Gesetze nur entstehen?
Arbeitsbedingungen
sollten nicht von Dritten ("Staat" etc.) geregelt
werden, sondern direkt von den Betroffenen (Arbeitgeber und
Arbeitnehmer).
Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten miteinander kooperieren, d.
h. auch im Interesse des "Partners" denken und handeln,
z. B. als Unternehmer frühzeitig schlechte Auftragslage und zu
erwartenden Arbeits- und damit Lohnausfall ankündigen, als
Arbeitnehmer Urlaubswünsche etc. möglichst frühzeitig melden.
Bedingungen, unter denen ich arbeiten
möchte:
Wenn ich meine Arbeitskraft verkaufe, dann arbeite ich und werde
dafür bezahlt. Wenn der Betrieb keine Arbeit hat, dann kann er
mich nicht gebrauchen, also sollte er mich entlassen oder auf
Urlaub schicken, damit ich nicht im Betrieb rumstehen muß oder
dreimal das Lager fegen (ist mir vor 30 Jahren tatsächlich in D.
passiert). Er (oder ein anderer Betrieb) kann mich ja wieder
einstellen, wenn es Arbeit gibt.
Wenn es keine Arbeit gibt oder ich nicht arbeiten kann oder will,
weil ich z. B. krank bin oder auf Urlaub will, arbeite ich nicht
und werde folglich nicht bezahlt. Es ist peinlich, fürs
Nichtstun bezahlt zu werden, auch wenn einige sogar stolz sind,
wenn sie geschickt "krankspielen", also betrügen.
Ich erwarte weder Krankengeld noch Urlaubsgeld noch
Kündigungsschutz. Für solche Eventualitäten sichere ich mich
privat ab oder auch nicht. Das ist meine Sache und geht niemanden
etwas an.
Da ein Unternehmer mit jemandem, den er nur zu bezahlen braucht,
wenn er arbeitet, besser kalkulieren kann, erwarte ich natürlich
einen höheren Stundenlohn.
Die "sozialen"
Zwangsversicherungen, "Rentenversicherung",
"Arbeitslosenversicherung",
"Krankenversicherung", möchte ich nicht. Es sind in
Wirklichkeit (!) auch gar keine Versicherungen! Versicherungen
liegt eine versicherungsmathematische Berechnung zu Grunde. Ein
Beispiel: "Ein 25 Jahre alter Beitragspflichtiger, der in
der staatlichen Rentenversicherung nach heutigem Stand im Alter
monatlich 1300 Euro Rente bekommt, würde, wenn er exakt
dieselben Monatsraten in ein privates Rentenkonto mit
Zinseszinseffekt einzahlen dürfte, im Alter monatlich 4000 Euro
Rente erhalten." (aus http://www.mehr-freiheit.de/faq/rente.html)
Ähnliche Kritik an der Ungerechtigkeit der staatlichen
"Zwangsversicherung" ist mir schon aus den 70er Jahren
bekannt.
Diese "Versicherungen" verdienen nicht das Wort
"Versicherung", es sind reine Steuern, also
Zwangsabgaben an den Staat. "50% zahlt der Arbeitgeber und
50% der Arbeitnehmer", was soll der Blödsinn!? Was ändert sich, wenn
90% der Arbeitgeber zahlt und bloß 10% der Arbeitnehmer? Antwort
ist natürlich: Nichts!
Es ist einfach nur eine Zwangsabgabe, die der Unternehmer zu den
Lohnkosten zusätzlich zahlen muß, die den Arbeitnehmer also
teurer macht, die ausgezahlten Löhne aber niedriger.
Schlagt mir lieber den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil auf
meinen auszuzahlenden Lohn drauf! Ich versorge mich dann schon
selbst.Kritische, liberale Links zur
"Sozialversicherung":
Rente: http://www.mehr-freiheit.de/faq/rente.html
("Das Kapitaldeckungsverfahren hat für die Versicherten
mehrere Vorteile")
Krankenkasse: http://www.mehr-freiheit.de/faq/kranken.html
("Das Beitragssystem muß so gestaltet sein, daß es für
den Beitragszahler vorteilhaft ist, möglichst wenig Kosten zu
verursachen.")
Sozialpolitik: http://www.mehr-freiheit.de/faq/sozpol.html
("Steigende Ausgaben - steigende Armut")
Satire auf die gesetzliche Krankenversicherung: gesetzliche
Kfz-Vollkasko-Versicherung http://www.mehr-freiheit.de/satire/s04.html,
eine moderne Version der Fabel: Die Ameise und die Grille: http://www.mehr-freiheit.de/satire/s03.html
Staatliche Subventionen sind ein ähnliches Übel wie
Sozialpolitik: http://www.mehr-freiheit.de/faq/subvent.html
("Die gesamte Geschichte der Entwicklung öffentlicher
Einrichtungen ist eine Geschichte fortwährenden Kampfes,
besondere Gruppeninteressen daran zu hindern, den
Regierungsapparat zum Nutzen des Kollektivinteresses dieser
Gruppen zu mißbrauchen.")
15.) Diverse Gedanken und diverse Themen
15.1) Akademische Titel
Ein freier Mensch legt keinen übermäßigen Wert auf das Urteil
anderer über ihn. Unsere gegenwärtige Gesellschaft mit ihrer
hierarchischen Struktur fördert Wettkämpfe, und
"Preisrichter" lesen selbst beim Singen, Tanzen und
Dichten noch die Besten, Besseren und die Schlechten aus.
Eine noch größere Unsitte sind akademische Titel. Ein langes
Studium und eine Doktorarbeit sagen zu wenig über einen Menschen
aus, als dass es jemand verdient, von uns,
"Mindergebildeten", immer noch zusätzlich mit dem
Vornamen "Doktor" angesprochen zu werden. Ich tue es
grundsätzlich nicht und wenn mich jemand darauf aufmerksam
macht, dass er ein "Doktor" ist, dann sage ich ihm:
"Wenn Sie sich ohne Titel zu minderwertig vorkommen, kann
ich Ihnen den Gefallen tun und Sie mit Titel anreden. Wollen Sie
das?"
Manchmal macht ein langes Studium sogar dumm, wenn man nämlich
vor lauter Studium zu wenig vom wirklichen Leben mitbekommt. Und
einige Doktorarbeiten, besonders in den
"Laber"-Fächern sind noch weit unter dem Niveau von
Zeitungsartikeln. Schule und Studium "bilden" nicht so
sehr, sondern "formen" mehr. Unsere
"Gebildeten" sind tatsächlich oft mehr
"Geformte", die mit ihrem Wortschwall das System
stützen (oft mit ein bisschen verlogener Kritik).
Ich bin in meinem Leben schon "Doktoren" begegnet,
denen nichts besseres einfiel, als zu sagen: "Ich habe einen
Doktor, ich weiß das besser als Sie." Wohl gemerkt: Keine
Ärzte! Obskure Doktortitelträger! Und das Thema war auch nicht
ihr "Fach". Zu ihrem "Fach" wäre ihnen
hoffentlich was Intelligenteres eingefallen.
(Als ich nach dem Tod meines Vaters seinen Wagen verkaufte,
meinte ein "Doktor" zu mir: "Sie werden sofort
Vertrauen zu mir haben, ich bin Doktor." Er wollte den Wagen
auf Pump haben. Ein vertrauenswürdigerer, junger Arbeiter hat
den Wagen dann gegen Barzahlung bekommen.)
Was ich von Titeln halte, wird auch klar, wenn man meine
Mülltonne sieht. "Dr. v. Haupt" steht da drauf - für
"Dreck von Haupt".
15.2) Einwanderung, Asyl und Gastarbeiter
Traditionell sind "Liberale" für freies Ein- und
Auswandern, was aber nicht heißt, dass man in deren Wohnung nach
Belieben ein- und ausgehen kann. Ich bin der Meinung, dass die
Bewohner eines Ortes oder einer Nation genauso wie ein
Hausbesitzer die Freiheit haben sollte, darüber zu entscheiden,
wen er "rein"-lässt, zumal unliebsame Gäste riesige
Nachteile mit sich bringen können - im eigenen Haus wie in einem
Gemeinwesen.
Wenn man in ein Land einwandert, sollte man
eine gewisse Sympathie für das Land haben, sonst hat man in dem
Land nichts verloren. Ich habe schon Ausländer erlebt, die von
ihrem Gastland nur schlecht reden: "Japan wäre ein schönes
Land, wenn es hier keine Japaner gäbe." - "Deutsche
Frauen sind alles Nutten." etc.
Wer meint, dass jeder, auch die, denen das Land und seine
Bewohner unsympathisch sind, und die bei der Einreise nur ans
Geld denken, ins Land kommen sollte, macht meiner Meinung nach
einen Fehler.
In einem freien Land entscheidet die Bevölkerung, wen sie ins
Land lässt und wie viele. Wenn es umstritten ist, müsste der,
der Ausländer im Land haben will, zumindest für die Ausländer
bürgen. (Z. B.: Hier in Japan brauchen Ausländer tatsächlich
Bürgen.)
Grenzen sind zwar das Gegenteil von Freiheit. Und wenn alle Welt
in Freiheit und Wohlstand lebe und ehrlich wäre (!), bräuchten
wir vielleicht tatsächlich keine Grenzen mehr. Gegenwärtig
sieht die Welt aber nicht so aus. Da herrscht bittere Armut in
der einen Ecke und tiefstes Mittelalter in der anderen... Wenn zu
viele Einwanderer Armut und Mittelalter im Gepäck haben, wird
das Land selbst in Armut und Mittelalter versinken.
(Statt zusätzlich zu Kirchengebimmel auch noch Muezzine von
Minarett herunterlärmen zu lassen, sollte man lieber das
Glockengeläute verbieten und die Christen ihrer Bibel gemäß
(Matth 6.) im Stillen ihre Andacht halten lassen. Glockenlärm
verstößt auf jeden Fall gegen "Gleiche Freiheit für
jeden", da es reine Lärmbelästigung für Nichtgläubige
ist, ein Schaden wie Passivrauchen für Nichtraucher. Wir
Atheisten lassen ja auch keine Böllerschüsse los, um Fromme aus
ihrer religiösen Umnachtung aufzuschrecken!)
Asyl für Politisch-Verfolgten gegen
Bürgschaft Einheimischer: Ich bin sicher, wer sich in seiner
faschistischen Heimat prominent für mehr Freiheit eingesetzt
hat, findet auch Asyl bei verständigen oder sympathisierenden
Privatpersonen. (Prominente Dissidenten sind gerade Regierungen
ein Dorn im Auge - wegen der diplomatischen Komplikationen.)
Fragwürdigere Fälle und Fußvolk haben es bei privater
Asylantenhilfe natürlich schwerer. Massen übersteigen die
Belastbarkeit.
Dass Asylanten monate- oder gar jahrelang, ohne zu arbeiten, von
deutschen Steuerzahlern ausgehalten werden und sogar noch riesige
Gerichtskosten mit ihren Anerkennungsverfahren verursachen, und
dass der Versuch die Asylantenflut einzudämmern, nichts Besseres
hervorgebracht hat, als die "Drittstaatenregelung",
zeigt die totale Unfähigkeit der Politiker. Man hätte verlangen
sollen, dass ein Asylant bei der Einreise seine politische
Verfolgung klar dokumentiert. Wer dazu nicht in der Lage ist, den
sollte man nicht ins Land lassen.
"Gastarbeiter" wurden ins Land
geholt, weil es viel Arbeit gab und weil deutsche Arbeiter zu
teuer waren. Dank der Ausländer wurden natürlich auch deutsche
Arbeiter billiger. Mittlerweile sind sie arbeitslos - beide,
deutsche und ausländische Arbeitnehmer.
Wen man, als es viel Arbeit gab, Ausländer ins Land kommen
ließ, sollte man, wenn man keine Arbeit mehr hat, sie wieder das
Land verlassen lassen, wie ein Klempner, der den Rohrbruch
repariert hat, ja auch nicht ewig in der Wohnung bleibt. Man
hätte den "Gastarbeitern" gar nicht erst Beiträge
für "Renten-" und "Arbeitslosenversicherung"
abziehen sollen (am besten natürlich auch den Deutschen nicht,
siehe oben). Bei der "Abwanderung" müsste man ihnen
jetzt gerechterweise eine Entschädigung zahlen oder die Rente.
(Einige deutsche "Gutmenschen" meinen, das Wort
"Gastarbeiter" sei eine Diskriminierung. Tatsächlich
schätzt man in D. Gäste im allgemeinen nicht sehr, aber es
ändert nichts an der Tatsache, dass man als Ausländer eine Art
"Gast" im Land ist. Ich selbst bin "Gast" in
Japan. Erst wenn ich die japanische
"Staatsangehörigkeit" angenommen habe, und damit mit
Deutschland endgültig gebrochen, bin ich kein "Gast"
mehr. Auch nach 30 Jahren in Japan zögere ich vor diesem
Schritt. Ein Blick in den Spiegel sagt mir, dass ich einfach
nicht wie ein Japaner aussehe. Aber als "Gast"
akzeptiere ich, dass man mich vielleicht einmal "zum
Gehen" auffordert - oder rausschmeißt, wenn ich mir etwas
zu Schulden kommen lasse. In meiner Anfangszeit in Japan hörte
ich mal, dass ein Ausländer wegen Kaufhausdiebstahl das Land
verlassen musste. Eine
gesunde Einstellung! Kein Mensch und auch kein Land braucht
verbrecherische "Gäste".)
15.3) Der Islam, der Fortschritt und der
Westen
Beschneidungen von Mädchen und Jungs im OP sind noch kein
Fortschritt. Moslems, was Ihr braucht, ist Islam-Kritik, eine
"Aufklärung", einen Prozeß der Säkularisierung und
der freien, öffentlichen Diskussion. Vielleicht ist
"Gabriels Einflüsterungen" von Jaya Gopal (im
Ahriman-Verlag http://www.ahriman.com/buecher/gopal.htm
erschienen) ein guter Einsteiger für Euch. Außerdem empfehle
ich An
Atheist's Guide to Mohammedanism u. a. Texte von http://www.atheists.org/Islam/.
Der "Westen" (Interessanter Artikel zum sogenannten
"Westen" http://www.die-kommenden.net/dk/artikel/europa_und_der_westen.htm)
enthält sich nicht nur der Islam-Kritik, sondern - über eine
Duldung hinaus - fördert sogar den "Islam" (Bedeutung:
"Ergebung" - in Allahs Willen), besonders in arabischen
Ländern, Afghanistan und Iran, aber auch in Deutschland
("Islam-Unterricht an Berliner Schulen" im unteren
Drittel dieser Webseite: http://widerhall.bei.t-online.de/22wh-zuk.htm).
Doch westliche Bekenntnisse, dass der Islam "in die moderne
Zeit passt" (wie auf der Konferenz IDLO, International
Development Law Organization, am 16. und 17. Dez. 2002 in Rom),
für Araber, Afghanen und andere unterentwickelte Länder
versteht sich, sollte für die Betroffenen kein Grund zur Freude
sein. Es ist reiner Selbstzweck. Die arabische Welt wird so -
indem man ihr sagt: "Euer islamisches Mittelalter ist
gut" - vom Fortschritt ausgeschlossen. "Ihr nehmt das
Kamel, wir reisen im Jetliner."(Seht: The IDLO, Backed by
the US and Iran, Planned Islamic Rule for Afghanistan http://emperors-clothes.com/news/idlo.htm
und The Jihad Schoolbook Scandal... Why has USAID been Shipping
Muslim Extremist Schoolbooks into Afghanistan...for 20 Years? http://emperors-clothes.com/articles/jared/jihad.htm)
Eine ernstzunehmende Konkurrenz werdet Ihr so nicht. Man würde
Euch auch die Steinzeit andrehen, eine Art
Super-Grüne-Zurück-zur-Natur-Politik, wenn damit Aussicht auf
Erfolg bestünde.
Frauen im Harem oder auch nur vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen, ist gegenüber den Frauen ein horrendes Unrecht und für die Gesellschaft als Ganzes von großem Nachteil, da die potentiellen Fähigkeiten dieser Frauen brach liegen. Lasst Eure Frauen mit am Wohlstand und Fortschritt Eurer Gesellschaft arbeiten! Je mehr mitarbeiten, desto mehr Wohlstand!
Werte, wie Freiheit, Wissen und Wissenschaftlichkeit, Wohlstand und Frieden, sollten von uns nicht nur im Inland angestrebt werden, sondern auch im Ausland, wenn wir bei Konflikten im Ausland nicht neutral bleiben können, was am besten wäre. Niemals sollten wir im Interesse von Islamisten (wie in Bosnien, Kosovo, Irak, Afghanistan etc.) handeln.
Der Schah von Persien wurde von einer
breiten Koalition von Kommunisten, Sozialisten und Islamisten
gestürzt. Nach der Revolution übernahmen die Islamisten den
Iran und steckten die Kommunisten und Sozialisten in die
Gefängnisse und die Folter- und Todeskammern ihres Regimes.
Dies nur kurz allen Anti-Imperialisten zur Erinnerung, die
meinen, schon wieder mit Islamisten gemeinsame Sachen machen zu
müssen. Lieber keine Sache, als gemeinsame Sache mit Islamisten!
15.4) Religion
Religionsfreiheit gibt es nur da, wo keiner einem eine Religion
aufzwingt. Aber Religionen tun sich schwer ohne Zwang.
In der BRD nutzen die beiden Staatskirchen schamlos ihre dank des
Hilter-Konkordats privilegierte Stellung aus: Kirchensteuer,
Zugang zu Schulen (damit Indoktrinierung unbedarfter Kinder) und
Wehrmacht (sogen. Militärfürsorge), trotzdem heucheln sie
"Demut", "Liebe" und
"Gerechtigkeit".
Religionsfreiheit gibt es nur da, wo Religion wirklich
Privatsache ist.
Für die Ausübung von Religion braucht man eigentlich niemanden,
da es ein Gefühl oder eine Gesinnung in einem selbst sein
sollte. Man kann sie auch überall ausüben, ohne andere zu
stören, nämlich im Stillen für sich beten, fasten und Gutes
tun, wie es ja Matthäus 6. auch sogar ausdrücklich verlangt.
Versuche der Staatskirchen religiöse Konkurrenzunternehmen zu
verfolgen, sind skandalös. Als ich Ende der 80er Jahre, auf der
Höhe der Sektenhetze, mal in D. meinte, dass die Verfolgung der
Scientology ein Skandal ist, keifte mich doch tatsächlich eine
Lehrerin an, dass sie auch nicht möchte, dass ihre Kinder den
Teufel anbeten. So wenig kannte sie das Objekt ihres christlichen
Hasses. (Mit Gegensatz zu christlichen Kirchen haben die
Scientologen nichts mit dem Teufel am Hut! Aber das weiß man
natürlich auch nach tausend Zeitungslektüren noch nicht.)
15.5) Mindesteinkommen, Höchsteinkommen,
Reglementierung?
Niemand sollte hungern. Es ist gut, wenn eine Gesellschaft eine
Lösung findet, den Hunger zu verhindert. Ein Mindesteinkommen
wäre eine solche Lösung, entweder gegen Arbeit, die wenn die
Privatwirtschaft nichts zu bieten hat, das Gemeinwesen anbieten
(Ort pflegen und verschönern) oder als Bürgergeld (siehe oben
und "Patentrezept" http://home.t-online.de/home/goldring/aufsatz/index.htm,
von Günter Koch).
Das Gegenteil von Mindesteinkommen ist wohl ein Höchsteinkommen,
eine Obergrenze für Reichtum. Obwohl die Regierenden weltweit
Millionen von Verboten erlassen, von einem Verbot, zu viel zu
verdienen, habe ich noch nicht gehört. Nur in diesem Kommentar
von Herrn Kreutzer http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12770%20Vermögenssteuer.html
wird eine Sondersteuer für Milliardäre gefordert: "Würde
man den Teil jedes Vermögens, das diese gigantische Summe von 1
Milliarde Euro übersteigt, mit jenem Steuersatz von 12 %, wie er
im alten Athen den 1.200 Reichsten abverlangt wurde, besteuern,
dann könnte kein Reicher dadurch wirklich arm werden, bei einem
Freibetrag von 1 Milliarde Euro." Außerdem vermutet Herr
Kreutzer, dass es bei Milliarden-Reichtum nicht mit
"rechten" Dingen zu geht (Wucher, Betrug etc.).
Gigantischer Reichtum entsteht sicher meist durch unlautere
Mittel. Z. B. dürften alle der seit 1989 in Russland
entstandenen 23 Dollar-Milliardäre ihren Reichtum Boris Jelzins
"Privatisierungs"-Politik verdanken. Jelzin
"privatisierte" (daher gab mehr oder weniger kostenlos
weg) damals fast das gesamte Vermögen Russlands, alle Öl-,
Kohle-, Diamanten- und Gasreserven sowie die wichtigsten Banken
und Medien (die dann für die Bevölkerung diesen Raub auch noch
in einen "Vorteil fürs Volk" umlogen). (Dass der
"Westen" schreit, wenn Präsident Putin gegen die
neu-super-reiche Clique um Michail Chodorkowski vom
Yukos-Konzerns vorgeht, ist bezeichnend. In D. gönnen sie dem
Arbeiter nicht einmal den Mehrverdienst durch Überstunden.)
Mit dem Vermögen der "DDR" passierte etwas Ähnliches;
bloß kam bei der "Privatisierung" der
"Volksbetriebe" der "DDR" noch ca. eine halbe
Billion Mark "Anstoßfinanzierung" aus Westdeutschland
hinzu.
Aber es gibt sicher auch Milliardäre, die ihren Reichtum einem
fairen Geschäft verdanken. Bill Gates scheint dazu zu gehören,
deshalb wird er wohl auch angefeindet. Er hat nur fair eine Ware
angeboten, die wir alle haben wollten; so ganz anders als die
US-Milliardäre aus dem militärisch-indust