Muttererde

Ehre Deine Mutter Erde,

auf dass Deine Tage lange währen.

Sie ist ein Stück von Dir

und Du bist ein Stück von ihr.

Sie gebar Dich, gab Dir Leben

und einen Leib.

Ihr Schicksal ist auch Deins.

Deins auch ihrs.

Überhauft sie Dich nicht mit Gaben?

Greife nicht zu gierig zu.

Nicht im Haben liegt das Heil,

sondern in Einkehr

und innerer Ruh.

Ein überreicher Tisch ware für uns gedeckt,

äßen wir nur so viel uns schmeckt.

Großzügig gibt die Erde ihre Gaben.

Hielten wir ihre Gesetze,

könnten wir uns noch lange an ihrem Busen laben.

Doch gierig greift der Mensch nach ihren Gaben,

ohne nach der Zukunft zu fragen,

reißt er ihr Narben,

die auch ihn entstellen

- zum widerlichsten Teufelsgesellen.

Ein Paradies wollte er schaffen,

ein Schlemmer- und Schlaraffenland,

doch eine Teufelshand

last ihn zur Hölle ins Inferno schlittern.

Was wird ihm bleiben

außer Heulen und Zittern

in Dunkelheit?

Reue vielleicht

- und viel Asche.


Der einzelne ist machtlos,

wenn die Massen

Mutter Erde

morden wollen,

morden sie auch ihn.


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